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"Headbangers Open Air" 2013

Brande-Hörnerkirchen

25.-27.07.2013

Eigentlich ist das alljährliche "Headbangers Open Air" ein absolutes Muß für die Fans von kultigem Underground Metal, die ihre Lieblingsacts mal hautnah live erleben wollen, und auch 2013 hatte Veranstalter Thomas Tegelhütter wieder einige fast vergessene Perlen in seinen Garten nach Brande-Hörnerkirchen eingeladen: Neben dem US-Metal von VICIOUS RUMORS, METAL CHURCH, FORTÉ oder HERETIC, waren auch die Briten unter anderem mit DEMON, PRAYING MANTIS oder SAVAGE vertreten. Die Thrasher kamen bei OVERKILL, BLOOD FEAST oder M-PIRE OF EVIL auf ihre Kosten, während die gemäßigteren Klänge bei KISSIN' DYNAMITE oder PERSIAN RISK vorherrschten. Exoten wie MIDNIGHT PRIEST, MURO oder BLASPHEME sangen in ihrer jeweiligen Landessprache und neben coolen Newcomern wie MIDNIGHT MESSIAH oder AXXION, durfte auch deutscher Stahl von SACRED STEEL und IRON SAVIOR nicht fehlen. Und obwohl Thomas' Garten mit gut 2.000 Fans prallgefüllt war, kam es mir doch so vor, als ob Einige fehlten. Ein paar Gesichter, die man sonst immer beim HOA getroffen hat, glänzten durch Abwesenheit, und dafür schienen sich viele Neulinge unter den Besuchern zu tummeln, die die Woche vor "Wacken" nutzten, sich schon mal metallisch in Norddeutschland einzugrooven.

Die spanischen AC/DC-Clones '77 durften am Donnerstag das HOA 2013 eröffnen, und auch wenn die Band um die Valeta-Brüder nicht sehr metallisch klang, waren sie mit ihrem High Energy Rock doch der optimale Einstieg in die dreitägigen Festivitäten. Vom Publikum sehr gut angenommen feuerten die schlaghosentragenden Iberer hauptsächlich Songs ihres zweiten Albums »High Decibels« in die euphorische Fans vor der Bühne. Als dann der Gitarrist auch noch durchs Publikum raste und die Band ihren Debutklassiker ›Big Smoker Pig‹ spielte, waren wirklich alle zufrieden. Mir persönlich ist es auf jeden Fall wichtiger, eine Band hat richtig Spaß in den Backen, als daß sie mit ihrer Musik einen Originalitätspreis gewinnt. '77 waren ein wirklich guter Anheizer fürs HOA 2013.

Immer mal wieder verirren sich Bands zum HOA, die dort irgendwie nicht hinpassen. Die schwäbischen Youngsters von KISSIN' DYNAMITE sind genau so eine Band. Allerdings schienen Johannes Braun (v) und Co. sich dem durchaus bewußt zu sein, denn ihr Set wirkte deutlich metallischer als das letzte Mal als ich die Band beim "Bang Your Head!!!"-Festival gesehen habe. Auch die Haarstylingsexzesse wurden auf ein Minimum reduziert. Trotz aller Bemühungen der Band, sich dem HOA-Publikum anzupassen und eines solide vorgetragenen Sets, schien außer ein nett gemeinter Applaus nicht mehr drin zu sein. Auch wenn die Jungs behaupten "Addicted To Metal" zu sein, haben ihnen das viele HOA-Besucher nicht so ganz abgenommen.

FORTÉ-Liveshot

Ich habe schon nicht mehr damit gerechnet, FORTÉ nochmal im Original-Line-up zu sehen, aber bei HOA werden manchmal eben doch Träume wahr. Inklusive Sänger James Randel (ex-OLIVER MAGNUM) und Bassist Rev Jones spielten die Scott Brüder Greg (d) und Jeff (g) im Garten auf. Der Set bestand überwiegend aus Stücken des legendären Debuts »Stranger Than Fiction«, die um zwei Tracks vom letzten Album »Unholy War« angereichert wurden. Leider hatten die Jungs aus Oklahoma (wie übrigens viele andere Bands auch) mit dem Sound zu kämpfen, so daß ihre brillante Performance ein wenig litt. Auch wenn der Zahn der Zeit ein wenig an Mister Randels Stimme genagt hat, lieferte er noch eine sehr gute Performance ab, die allerdings von Rev Jones noch in den Schatten gestellt wurde, was der Mann mit seinem Baß veranstaltete, war nicht von dieser Welt. Zum Einstieg hatte die Band ›Time And Time Again‹ gewählt und steigerte sich dann noch mit ›Coming Of The Storm‹, ›Stranger Than Fiction‹ und The Inner Circle‹ immer weiter. Die neueren Songs ›Dead To Me‹ und ›Unholy War‹ paßten gut ins Gesamtbild, und mit dem Triple-O(h)rgasmus ›The Last Word‹, ›Digitator‹ und ›Mein Madness‹ endete ein ausgezeichneter Gig.

M-PIRE OF EVIL-Liveshot

VENOM waren einmal eine der größten Metalbands, aber durch diverse Streitigkeiten hat sich die Band selbst ihr Grab geschaufelt, und während Cronos unter dem alten Bandnamen mit neuen Musikern tourt, versuchen Mantas (der optisch kaum wiederzuerkennen war - siehe obenstehendes Photo) und "Demolition Man" Tony Dolan unter dem Namen M-PIRE OF EVIL die Fahne hochzuhalten. Beides geschieht allerdings nur mit überschaubarem Erfolg. Bei M-PIRE OF EVIL ist es so, daß sich kaum jemand für deren eigene Songs wie dem Opener ›Metal Messiah‹ interessiert und auch die gemeinsame VENOM-Phase, die mit ›Temples Of Ice‹, ›Blackened Are The Priests‹, ›Carnivorous‹ oder ›Need To Kill‹ gewürdigt wurde, gehört ja nun wirklich nicht zu den Hochzeiten der Band. Erst als die wahren Klassiker wie ›Black Metal‹, ›Countess Bathory‹ und ›In League With Satan‹ angestimmt werden, reagiert das HOA-Publikum euphorisch, aber wenn man ehrlich ist, braucht M-PIRE OF EVIL niemand.

OVERKILL [US, NY]-Liveshot

OVERKILL sind einfach eine Livemaschine, und ich habe noch nie einen schlechten Gig von den Amis gesehen. Allerdings sind die Jungs um Sänger Bobby "Blitz" Ellsworth auch ein wenig eingefahren, was ihre Setlist betrifft. Gerade bei einem Festival wie dem HOA wäre es - meiner Meinung nach - angebracht gewesen, ein paar seltenere Stücke einzustreuen, aber das scherte OVERKILL recht wenig, und sie spielten genau die Setlist der letzten Tour. Nach einer guten halben Stunde Verzögerung (wegen technischer Probleme) ging es dann - ziemlich leise - mit ›Come And Get It‹ in die Vollen. Die nachfolgenden ›Rotten To The Core‹, ›Wrecking Crew‹ und das coole ›Bring Me The Night‹ waren da schon eher nach dem Gusto des Publikums. Nachdem das aktuelle Album mit ›Electric Rattlesnake‹ promotet war, folgten ›Hello From The Gutter‹ und ›Ironbound‹ ehe mal wieder das unsägliche ›Old School‹ präsentiert wurde (der Witz dieses Songs hat sich für mich irgendwie totgelaufen). Nach ›Who Tends The Fire‹ brauchte man kein Wahrsager sein, um zu wissen, was noch kommt: ›In Union We Stand‹, ›Elimination‹ und natürlich ›Fuck You‹ (wahrscheinlich an alle, die sich eine kreativere Setlist gewünscht hatten). OVERKILL lieferten mal wieder gewohnte Klasse ab, die irgendwie immer wieder gut ist, aber nicht mehr wirklich aufregend - und ich weiß, daß es in diesem Fall Jammern auf verdammt hohem Niveau ist.

Nachdem den Engländern von TRESPASS kurz vor dem HOA eingefallen war, daß sie doch lieber nicht mehr live auftreten wollen, wurden kurzerhand die kanadischen Newcomer AXXION von der Warm-up-Show auf die Festivalbühne hoch befördert und durften den Freitag eröffnen.

AXXION-Liveshot

AXXION besteht mit Drummerin Alison Thunderland und Gitarrist Sir Shred aus zwei Dritteln des ehemaligen SKULL FIST-Line-ups, was man im Sound der Truppe auch durchaus ausmachen kann. Sänger Dirty D Kerr kennt die Achtziger wegen seines jugendlichen Alters bestimmt nur vom Hörensagen, entsprach aber wirklich allen Klischees. Mit Dauerwellen-Vokuhila und einer Stretchhose, die keine Fragen offenließ, sang er sich durch ein Medley aus den zwei Veröffentlichungen der Band. AXXION wurden - trotz der unglaublich heißen Temperaturen und der frühen Spielzeit - vom Publikum gut abgefeiert, und das hatte sich die Band durch ihren kompetenten Auftritt auch mehr als verdient.

GAME OVER [I]-Liveshot

Die italienischen Thrasher von GAME OVER waren für die meisten HOA-Besucher sicher noch ein unbeschriebenes Blatt, und ihr bisher einziges Full Length-Album »For Humanity« (2012) stand vor dem Gig wahrscheinlich auch in den wenigsten heimischen CD-Regalen, aber dies könnte sich nach dem überzeugenden Auftritt durchaus geändert haben. Mit einer sehr energiegeladenen Performance zogen Reno Chiccoli (v, b) und Co. die Zuschauer in ihren Bann. Neben dem fast kompletten Album (nur ›War Of Nations‹ wurde nicht gespielt) kam auch ein brandneues Stück namens ›Eyes Of The Mad Gardener‹ zum Einsatz. Ich finde es prima, daß das HOA jungen Newcomern eine Plattform bietet, sich ihrem Kernpublikum live vorzustellen, glücklicherweise nutzen GAME OVER diese Chance und wußten, mit ihrem scharfen Thrash in der Schnittmenge zwischen OVERKILL und NUCLEAR ASSAULT so richtig zu überzeugen.

KING LEORIC aus Wolfenbüttel standen mit ihrem langweiligen Teutonen-Stampf-Sound für so ziemlich alles, was ich an Deutsch-Metal ablehne. Die Kompositionen klingen durchweg wie eine Mischung aus IRON MAIDEN- und RUNNING WILD-B-Ware, und obwohl einige Fans in der ersten Reihe erstaunlich textsicher waren und Tracks wie ›King Leoric Is Rising‹, ›Cry In The Night‹ oder ›Master Of The Kings‹ mitsangen, wollte das Songmaterial bei mir so gar nicht zünden. Zusammen mit SKILTRON waren KING LEORIC für mich die entbehrlichste Band des gesamten Festivals.

Wenn schon MAIDEN-Einflüsse dann lieber so verarbeitet, wie es die Portugiesen von MIDNIGHT PRIEST im Anschluß zelebrierten. Leider wußten das nicht viele Fans zu schätzen, denn vor der Bühne wurde es extrem leer, was allerdings auch an den exorbitanten Temperaturen gelegen haben mag. Neben ihren eigenen - in ihrer Muttersprache vorgetragenen - Stücken ›Ferro em Brasa‹, ›Rainha de Magia Negra‹, ›Segredo de Familia‹, ›Deitada com o Morto‹, ›Cidade Fantasma‹ und ›O Conde‹ kam auch noch - wenig überraschend - das MAIDEN-Cover ›Prowler‹ zum Einsatz. Zwar waren MIDNIGHT PRIEST keine musikalische Offenbarung, aber ein solider Nachmittags-Act.

Das letzte Mal hatte ich SCREAMER auf der gemeinsamen Tour mit ihren HOA-Kollegen '77 und den unverwüstlichen BULLET gesehen, und dort hatten die Schweden einen soliden Eindruck gemacht. Anscheinend war ich nicht der einzige, der positiv an diese Auftritte zurückdenkt, denn die Fans strömten vor die Bühne. Dem Opener ›Adrenaline‹ ließ die Band ›No Regrets‹, ›Slavegrinder‹, ›Can YouHear Me‹ und ›Keep On Walking‹ folgen. Insbesondere der Drummer litt dabei unter der enormen Hitze, zog den Gig aber professionell durch. Nach ›Demon Rider‹, ›Screamer‹, ›Phoenix‹, ›No Sleep‹ und dem Schlußpunkt ›Rock Bottom‹ durfte sich der Mann dann endlich erfrischen. Ich kann mir vorstellen, daß SCREAMER durch diesen gelungenen Auftritt erneut neue Freunde dazugewonnen haben.

Wer braucht eine argentinische Band, die in Schottenröcken auftritt und mit Dudelsäcken Folk Metal spielt? Oder noch schlimmer, wer braucht eine solche Band auch noch zur besten Spielzeit? Ich nicht, und ich glaube, so ziemlich niemand sonst! Nachdem die meisten Fans während der ersten Songs ihre Neugierde über die seltsam gewandete Band befriedigt hatten, begann das große Davonlaufen. Das banale Songmaterial wie ›Brosnachadh‹, ›Lion Rampant‹, ›By Sword And Shield‹, ›On The Trail Of David Ross‹, ›Praying Is Nothing‹ oder ›Hate Dance‹ löste keinerlei Begeisterung aus, und mit langweiligen Gitarren- und Baßsoli verscheuchte man auch noch die Hartgesottensten. Nach ›I'm What You Have Done‹, ›Bagpipes Of War‹, ›This Crusade‹, ›Stirling Bridge‹, ›The Vision Of Blind Harry‹ und der Bandhymne ›Skiltron‹ versuchten die Südamerikaner dann noch vergeblich, mit der schwachbrüstigen AC/DC-Coverversion ›It's A Long Way To The Top‹ Boden gutzumachen, aber da war die Schlacht schon lange verloren, und SKILTRON stellten die mit Abstand überflüssigste Band des Festivals.

BLOOD FEAST-Liveshot

Der 2010er Auftritt der Ami-Thrasher von BLOOD FEAST beim HOA war mir nicht mehr allzu positiv in Erinnerung geblieben, aber heuer hatte sich die Band durchaus gesteigert und wirkte viel eingespielter und tighter. Sie schafften es, einen wirklich brachialen Gitarrensound zu fabrizieren. Mit ›Blood Lust‹, ›The Evil‹ und ›Face Feat‹ gelang den Mannen aus New Jersey ein Einstieg nach Maß. Nach ›Vampire‹ und ›Dropping Like Flies‹ folgte der Band-Klassiker ›Kill For Pleasure‹. Auch optisch untermalten die Jungs mit fiesen Grimassen ihren bösen Sound tadellos. Sänger Chris Natalini unternahm noch einen kleinen Ausflug ins Publikum, und mit ›Venomous Death‹, ›Hunted‹, ›Stalked And Slain‹, ›Cannibal‹, ›Remnants‹, ›Menacing Thunder‹ sowie dem Rausschmeißer ›R.I.P.‹ nahm die brutale Old School-Thrash-Show dann ein Ende, die eine deutliche Steigerung vom Auftritt von drei Jahren darstellte.

IRON SAVIOR-Liveshot

Oh je, als Sänger/Gitarrist Piet Sielck im Urlaubsoutfit auf die Bühne kam und verkündete, daß Keyboards und einige Backing Vocals von Band kommen würde, war bei mir eigentlich schon der Ofen aus. Auch von der Songauswahl her - die deutlich das aktuellste Album »The Landing« (2011) präferierte - war die Band offensichtlich gar nicht aufs HOA eingestellt, denn wenn man im Tegelhütterschen Garten richtig punkten will, dann spielt man altes Zeug! Aber so durften sich die paar wenigen IRON SAVIOR-Fans an ›Starlight‹, ›The Savior‹, ›Hall Of The Heroes‹, ›R.U. Ready‹ oder ›Heavy Metal Never Dies‹ erfreuen, und ab und zu wurde noch ein älteres Stück wie ›Condition Red‹ oder ›Atlantis Falling‹ eingestreut. Den ziemlich unispirierten Gig beendeten die Hamburger mit einer fürchterlich originellen (Achtung: Ironie!) Coverversion: ›Breaking The Law‹ von JUDAS PRIEST. Der Orden für den bocklosesten Auftritt beim HOA 2013 geht eindeutig an Piet Sielck und Co.

VICIOUS RUMORS-Liveshot

Der HOA-Auftritt war bereits der dritte VICIOUS RUMORS-Gig, dem ich in diesem Jahr beiwohnen durfte. Gegebenenfalls sollten die Mannen um Geoff Thorpe mal darüber nachdenken, ob sie nicht vielleicht ein wenig zu über repräsentativ vertreten sind. Wenigstens erlebte ich beim HOA ihren dritten Frontmann. Nachdem auf der Tour Ex-Sänger James Rivera (HELSTAR und jede andere Combo, die einen Sänger braucht) eingesprungen war und beim "Bang Your Head!!!" Kevin Albert seinen leider viel zu früh verstorbenen Vater vertrat, durfte nun auch der etatmäßige Sänger Brian Allen (ex-LAST EMPIRE) sein Können zeigen. Der Einstieg gelang den Jungs aus San Francisco mit ›Digital Dictator‹, ›Minute To Kill‹, ›Town's On Fire‹ und ›Lady Took A Chance‹ wirklich formidabel. Wie eigentlich immer waren VICIOUS RUMORS in toller Spiellaune, obwohl mit Gitarrist Bob Capka und den slowenischen Basser Tilen Hudrap zwei neue Mitglieder vor nicht allzu langer Zeit erst dazugestoßen waren. Das Mitgliederkarussell um Bandkopf Geoff Thorpe (g) und Urgestein Larry Howe (d) scheint sich immer schneller zu drehen. Angekündigt war von Seiten der HOA-Veranstalter ein Set mit Songs, die VICIOUS RUMORS noch nie live gespielt hatten, aber welche das gewesen sein sollen, erschloß sich mir nicht so ganz, denn auch außergewöhnlichere Tracks wie ›Worlds And Machines‹, ›The Crest‹, ›Out Of The Shadows‹ oder ›Mastermind‹ dürften irgendwann schon mal in der Setlist gestanden haben. Aber im Endeffekt war es mir auch egal, denn die bösartigen Gerüchte waren spielfreudig und präsentierten einen Gig, der eindeutig old school ausgelegt war, auch wenn natürlich ›I Am The Gun‹, ›Electric Punishment‹ oder ›Murderball‹ zum Einsatz kamen. Die HOA-Hymne ›Let The Garden Burn‹ durfte natürlich nicht fehlen und auch der Debutklassiker ›Soldiers Of The Night‹ wurde intoniert, und so ging ein wiederum sehr starker Auftritt von VICIOUS RUMORS zu Ende.

DEMON [GB]-Liveshot

Die britische Legende DEMON war eine der Bands, auf die ich mich im Vorfeld am meisten gefreut hatte, was unter anderem daran lag, daß deren letztes Album »Unbroken« so stark ausgefallen war. Leider haben es die Headliner beim HOA nicht immer leicht, denn meistens wird der eh schon arg späte Spielbeginn durch Verzögerungen noch nach hinten verlagert, aber auch dadurch ließ ich mir den Spaß an DEMON nicht vermiesen. Mit dem Doppelschlag ›Night Of The Demon‹ und ›The Plague‹ eröffneten der unverwüstliche Dave Hill und seine Mannen den Reigen unsterblicher Melodien. Nach ›The Grand Illusion‹ und ›Heart Of Our Time‹ war mit ›Sign Of The Madman‹ schon recht früh der erste Höhepunkt des Auftritts erreicht. Danach wurde erst mal neueres Material wie ›Unbroken‹, ›Standing On The Edge‹ und ›Fill Your Head With Rock‹ mit klassischen Songs wie ›Life On The Wire‹ oder ›Nowhere To Run‹ abgewechselt, ehe es mit ›Wonderland‹ und dem extrem emotionalen ›Remembrance Day‹ in die Endphase ging. DEMON waren sicher nicht die härteste Band beim HOA, aber mit Abstand die gefühlvollste. Dave Hill scheint guten Wein durch seine Adern zu fließen haben, denn mit den Jahren wird er immer besser. Der neben mir stehende ROCK HARD-Chefredakteur Götz Kühnemund wollte gar eine neue und Ian Gillan-mäßige Kopfstimme beim Briten entdeckt haben, aber da sind mit dem guten Götz in der Euphorie wohl die Pferde ein bißchen durchgegangen. Nach ›The Spell‹ folgte dann der wohl populärste DEMON-Track, der vom gesamten Publikum frenetisch mitgesungen wurde: ›Don't Break The Circle‹ und obwohl man dies eigentlich nicht mehr toppen konnte, spendierte die Band ihren begeisterten Fans noch ›Blackheath‹ zum Abschluß. Ein wirklich grandioser Auftritt, der einen besseren (früheren) Timeslot verdient gehabt hätte.

Und somit wären wir am letzten HOA-Tag, dem Samstag, angelangt.

MIDNIGHT MESSIAH-Liveshot

MIDNIGHT MESSIAH sind - wie der Name, der einem Songtitel vom »All Hallows Eve«-Album entnommen ist, schon andeutet - eine Weiterführung von ELIXIR. Mit Sänger Paul Taylor (UNIVERSITY OF LIFE) und Gitarrist Phil Denton stehen die beiden wichtigsten ELIXIR-Musiker auch bei MIDNIGHT MESSIAH im Line-up, und so wundert es auch nicht, daß gleich der Opener ›Thirty Pieces Of Silver‹ extrem kompetent klingt. Mister Taylor tut mir bei der extremen Hitze in seinem Ganzkörperlederanzug zwar leid, aber stimmlich ist der Mann voll auf der Höhe, was er auch bei folgenden ›Damned For All Time‹ beweist. Natürlich können MIDNIGHT MESSIAH nicht beim HOA spielen, ohne ihrer ELIXIR-Vergangenheit zu huldigen, und so finden sich mit ›The Star Of Beshaan‹, ›Treachery (Ride Like The Wind)‹ und dem Titelstück gleich drei Klassiker des 1986er Debuts »The Son Of Odin« in der Setlist. Die übrigen Tracks ›The Wise Man Of Roklar‹, ›You're No Friend Of Mine‹, ›The Rock‹ und ›King Of The Night‹ stammen dann wieder vom MIDNIGHT MESSIAH-Debut »The Root Of All Evil« und fallen erstaunlicherweise gar nicht groß ab. Mit der Bandhymne ›Midnight Messiah‹ beschließen die Briten einen hervorragenden Auftritt.

MEGAHERA-Liveshot

Nachdem die Italiener von MEGAHERA beim letztjährigen HOA kurzfristig absagen mußten, da es an der Grenze Probleme bei der Einreise gab, holten sie ihren Auftritt einfach 2013 nach. Inzwischen war mit »Condemned To Insanity« auch schon das zweite Album der Band erschienen. Allerdings sind die Jungs in Deutschland noch nicht wirklich bekannt, was die geringe Zuschauerdichte vor der Bühne erklärte. Die leicht angethrashten Stücke ›Apocalyptic Ride‹, ›Before The Night‹, ›Nostalgia‹ und ›Condemned To Insanity‹ wurden souverän vorgetragen, lediglich beim Gesang von Gitarrist Mario Marras mußte man ein paar Abstriche machen. Warum die Band nach ›Pharaoh's Curse‹ zum Abschluß unbedingt den SAVAGE-Klassiker ›Let It Loose‹ covern mußte, obwohl SAVAGE ja noch beim HOA spielen würden, bleibt wohl ihr Geheimnis. Es war jedenfalls nicht die beste Version und auch nicht das letzte Mal, daß dieser Song in Brande-Hörnerkirchen ertönen sollte.

SACRED STEEL [D]-Liveshot

Man mag zu SACRED STEEL stehen wie man will, aber die schwäbische Stahlschmiede weiß genau, worauf es beim HOA ankommt: Gekleidet in Old School-Bandshirts unter anderem von MANILLA ROAD sowie Nieten und Leder begann die Band ihren Set mit einem DARK ANGEL-Intro, um dann gepflegt einen alten Klassiker nach dem anderen rauszuholzen. Mit ›Wargods Of Metal‹, ›Tonight The Witches Ride‹, ›Metal Reigns Supreme‹ und ›Battle Angel‹ wurden erst mal die ersten beiden Alben (die ja auch schon 15 Jahre und mehr auf dem Buckel haben) bedient. Auch wenn man musikalisch richtig ernst machte, konnte sich Sänger Gerrit Mutz bei seinen Ansagen das eine oder Späßchen nicht verkneifen. ›No God/No Religion‹ vom großartigen neuen Album »The Bloodshed Summoning« war der einzige brandneue Song in der Setlist (vom Vorgänger »Carnage Victory« gab's gar nix). Stattdessen wurde der Streifzug durch die eigene Vergangenheit mit ›Maniacs Of Speed‹, ›Blood On My Steel‹, ›Open Wide The Gate‹ und der OMEN-Coverversion ›Battle Cry‹ fortgeführt. Nach ›Sacred Bloody Steel‹ und ›Heavy Metal To The End‹ sollte eigentlich Schluß sein, aber da noch ein wenig Zeit auf der Uhr war, nutze die Band dies für eine furiose Version von ›Metal Is War‹. Wer SACRED STEEL an diesem Nachmittag erlebt hat (viel zu früh im übrigen), wurde für die Deutsch-Metal-Versager von KING LEORIC und IRON SAVIOR sehr gut entschädigt.

HERETIC [US, CA, Los Angeles]-Liveshot

Mein HERETIC-Highlight war schon immer die coole »Breaking Point«-Scheibe von 1988. Weder mit der gutklassigen »Torture Knows No Boundary«-EP (1986) noch mit der lauwarmen Comebackscheibe »A Time Of Crisis« konnten mich die Kalifornier so begeistern wie mit ihrem Full Length-Debut. Deswegen war ich auch eher skeptisch, was mich wohl live erwarten würde, aber ich will das Fazit gleich mal vorwegnehmen: Zusammen mit MURO waren HERETIC die positive Überraschung des Festivals - und das lag vor allem an Sänger Julian Mendez, der auf allen HERETIC-Veröffentlichungen - außer eben »Breaking Point« - zu hören ist. Mit den beiden »Breaking Point«-Klassikern ›Heretic‹ und ›And Kingdoms Fall‹ fand die Band einen optimalen Einstieg. Ihnen folgte der EP-Track ›Blood Will Tell‹ und dann der neue Song ›Betrayed‹, aber selbst die »A Time Of Crisis«-Tracks gewannen sehr in ihren Liveversionen. Die Band um Mainman Brian Korban (g, ex-REVEREND) wechselte zwischen altem Songmaterial wie ›Whitechapel‹, ›Portrait Of Faith‹ oder ›The Circle‹ und neuen Songs wie ›Police State‹ und ›Child Of War‹. Zum Abschluß wurde dann noch das Russ Ballard-Cover ›Riding With The Angels‹ intoniert, das bereits auf der 1986er Debut-EP von HERETIC zu finden war und das den meisten Metal Fans durch die SAMSON-Version bekannt sein dürfte. Ich hoffe, daß HERETIC mit dem nächsten Album an ihre tolle Liveperformance anknüpfen können.

PERSIAN RISK-Liveshot

Das Comebackalbum »Once A King« der Briten PERSIAN RISK war überraschend stark ausgefallen, und deshalb war ich sehr gespannt, wie sich Sänger Carl Sentence und seine komplett neue Mannschaft live schlagen würden. Leider hatte die Band Pech, denn kurz nach dem Beginn des Gigs mit ›Hang On‹, ›Dark Towers‹, ›Ridin' High‹, ›Soul Deceiver‹ und ›Asylum‹ fing es an, wie aus Kübeln zu regnen. Während sich die überwiegende Mehrzahl des Publikums irgendwo trocken unterstellte, verharrten nur sehr wenige im Regen vor der Bühne, um sich Tracks wie ›Spirit In My Dreams‹, ›Don't Turn Around‹, ›Fist Of Fury‹, ›Battle Cry‹ und ›Women And Rock‹ anzuhören. Mit dem DIO-Cover ›Stand Up And Shout‹ endete ein netter Auftritt, der übermäßige Begeisterung trotz tadelloser Sangesleistung nicht zu entfachen vermochte, aber eben auch durch extreme Wetterbedingungen sabotiert wurde.

BLASPHEME-Liveshot

Von dem Line-up, das 1983 beziehungsweise 1985 die Klassiker des Franzosen Metals »Blaspheme« und »Desir de Vampyr« veröffentlichte, sind heuer leider nur noch Pierre Holzhaeuser (g) und Philippe Guadagnino (b) an Bord, während letzterer seinen Sohn Aldrick Guadagnino hinter das Schlagzeug setzte, wurde besonders Originalsänger Marc Fery schmerzlich vermißt, der ja sogar noch auf der Comeback-Scheibe »Briser le silence« (2010) gesungen hatte. Als Ersatz boten BLASPHEME beim HOA 2013 gleich zwei Vokalisten auf: Olivier Del Valle (SHANNON) und Alexis Roy-Petit (HÜRLEMENT, ex-EVIL ONE), die sich bei den Tracks abwechselten. Den Opener machte der Titelsong des zweiten Albums »Desir de Vampyr« ehe mit dem Debutsong ›Enfer Paradis‹ nachgelegt wurde. Zwar war es schön mal Songs wie ›Erreur de Moeurs‹, ›Territoire des Hommes‹ oder ›Excalibur‹ live zu hören, aber so wirklich überspringen wollte der Funke nicht. Als sich die durchaus engagierten Franzosen mit ›Vivre Libre‹, ›Seul‹, ›Jehova‹ und ›Vengeance Barbare‹ verabschiedet hatten, klang lediglich ein Höflichkeitsapplaus durch den Garten. Vielleicht ist französischer Metal doch zu obskur für deutsche Hörgewohnheiten und eine Energieleistung - wie sie später MURO ablieferten - hatten BLASPHEME nicht abgebrannt.

SAVAGE [GB]-Liveshot

Natürlich ist das SAVAGE-Album »Loose'n Lethal« ein Klassiker der NWoBHM, und der Song ›Let It Loose‹ ist eine absolute Hymne, aber kann die Band 30 Jahre später live ihrem Legendenstatus noch gerecht werden? Nein, das kann sie leider nicht. Mit zwei Stücken vom letzten Studioalbum »Sons Of Malice«: ›The Rage Within‹ und ›Black N Blue‹ war der Einstieg in den Set auch denkbar suboptimal gewählt, denn jeder wartet nur auf die Komplettaufführung des Debut-Klassikers, den die Band dann auch in umgekehrter Reihenfolge herunterzockte (so daß ›Let It Loose‹ als Höhepunkt zum Schluß dran kam). Die beiden Originalmitglieder Andy Dawson (g) und Chris Bradley (v, b, er hatte als zweiten Gitarristen gleich seinen Sohn mitgebracht) mühten sich redlich, aber irgendwie wurde das eigentlich schneidige Songmaterial von ›White Hot‹, ›The China Run‹, ›On The Rocks‹ bis ›Ain

MURO-Liveshot

Nachdem MURO-Frontmann Silverio "Silver" Solórzano 2007 bereits mit seiner anderen Band SILVER FIST beim HOA aufgespielt hatte, kehrte er nun mit seiner frischreformierten Stammformation und einem neuen Album (»El Quarto Jinete«) im Gepack zurück nach Brande-Hörnerkirchen. Vom selbiger CD stammte neben dem Opener und Titelstück auch noch ›Otra Batalla‹, ›Honorable‹ und ›La Voz‹. Für das übrige Programm griffen die Spanier ganz tief in die Songkiste und zogen fünf Stücke ihres live eingespielten Debuts »Acero y Sangre« (1987; ›Traidor‹, ›Mata‹, ›Ciclon‹, ›Acero y Sangre‹ und ›Mirada Asesina‹) heraus. Abgerundet wurde der ausgezeichnete Gig durch drei Stücke des ersten Studioalbums »Telon de Acero« (1988; ›Juicio Final‹, ›Telon de Acero‹ und ›Solo en la Oscuridad‹). Trotz der Tatsache, daß die Iberer in ihrer Heimatsprache sangen, ließen sich die Fans schnell von der Power und der Energie der Band anstecken, bei welcher neben Sänger Silver vor allem Bassist Julio "Julito" Rico durch seine kraftvolle Performance ins Auge stach. Einige Bekannte hatten mir bereits im Vorfeld berichtet, daß MURO eine richtige Livemacht sind, aber trotzdem waren die Spanier eine tolle Überraschung und die einzige Band beim HOA, bei welcher ich nach dem überzeugenden Gig sofort zum Merchstand marschiert bin, um mir deren neue CD zu kaufen.

PRAYING MANTIS-Liveshot

Die Pechvögel des diesjährigen HOA waren die britischen Melodic Metal Ikonen von PRAYING MANTIS, denn kurz vor dem Auftritt mußte die Herren Troy sowohl Sänger als auch Drummer ersetzen und so kamen John "Jaycee" Cuijpers (v, AYREON, COOPER INC.) und Hans In 't Zandt (d, CHINAWHITE, VENGEANCE) in Brande-Hörnerkirchen zu ihrem ersten Livegig mit der Gottesanbeterin, was sich vor allem darin manifestierte, daß Jaycee einige Texte noch ablesen mußte. Vor Beginn des Auftritts gab es dann einige Probleme mit der Technik, so daß sich der Beginn ziemlich nach hinten verschob, und selbst das war noch lange nicht alles. Nach den ersten vier Stücken ›Children Of The Earth‹, ›Panic In The Streets‹, ›Praying Mantis‹ und ›Highway‹ fiel das als Keyboard-Ersatz dienende MacBook aus, so daß die eigentlich eingeplanten keyboardlastigen ›Borderline‹, ›Dream On‹, ›Eyes Of A Child‹ und ›Don't Be Afraid Of The Dark‹ kurzerhand gestrichen werden mußten (was allerdings dazu führte, daß die Band trotz verspäteten Beginns sehr pünktlich fertig war). Die abschließenden Tracks ›Turn The Tables‹ und ›Captured City‹ mochten die Fans wieder versöhnlich stimmen, aber leider blieb 2013 der erwartete Triumphzug von PRAYING MANTIS aus. Ich bin mir aber sicher, daß dieses Line-up (in eingespielter Form und ohne technische Probleme) den etablierten Bandnamen sehr gut vertreten wird.

METAL CHURCH-Liveshot

Nörgelfritzen werden sicher an diesem Auftritt auch wieder etwas zu meckern haben und die Tatsache, daß mit Kurdt Vanderhoof nur ein Originalmitglied dabei ist, dazu nutzen, von einer Coverband zu sprechen, aber das ist mir völlig egal. Ich weiß nur, daß ich nach drei Tagen HOA mehr oder weniger erledigt war und mir die Füße schmerzten wie die Hölle und daß es METAL CHURCH mit einem grandiosen Headliner-Auftritt schafften, daß ich das alles vergessen konnte und mich nur noch an diesen tollen Songs erfreute. Es war angekündigt, daß METAL CHURCH ihren Debutklassiker in voller Länge vortragen würden, aber zuerst erklangen die »The Dark«-Hämmer ›Ton Of Bricks‹ und ›Start The Fire‹. Damit der sehr gutaufgelegte Ronny Munroe nicht nur Stücke seiner Vorgänger David Wayne und Mike Howe intonieren mußte, wurde der Titeltrack des 2006er Albums »A Light In The Dark« eingestreut, ehe es mit ›Fake Healer‹ und ›Badlands‹ (vom Howe-Debut »Blessing In Disguise«, 1989) weiterging. ›Watch The Children Pray‹ wurde danach vom gesamten HOA-Publikum mitgesungen, und dann ging es tatsächlich an das vollständige Debutalbum: ›Beyond The Black‹, ›Metal Church‹, das Instrumental ›Merciless Onslaught‹, ›Gods Of Wrath‹, ›Hitman‹, ›In The Blood‹, ›(My Favorite) Nightmare‹ und der Oberhammer ›Battalions‹ erklangen nicht nur in der richtigen Reihenfolge, sondern auch in fulminanten Versionen. Auch wenn Steve Unger (b), Jeff Plate (d, ex-SAVATAGE), Ronny Munroe (v) und die neueste Addition zum Line-up Rick Van Zandt (ex-ROTTWEILER) nicht auf der Platte gespielt hatten, so brachten sie die Songs doch zur Zufriedenheit aller sehr authentisch rüber. Der Kenner wird aber wissen, daß die Platte damit noch nicht abgearbeitet war, und so folgten auch noch das DEEP PURPLE-Cover ›Highway Star‹ und sogar der Bonustrack ›Big Guns‹ - mehr geht wirklich nicht. Aber mehr ging doch, als letzte Zugabe hauten METAL CHURCH noch einen Track heraus, der nie zu den ganz großen Klassikern gezählt wird, mir persönlich aber immer sehr gut gefallen hat: ›The Human Factor‹. Eine große Performance einer großartigen Band und ein toller Abschluß für ein tolles Festival. METAL CHURCH setzten dem HOA 2013 die Krone auf.

Es wäre wirklich schön, wenn das HOA es zukünftig schaffen würde, die Headliner früher auf die Bühne zu bekommen. Es sind schließlich Acts wie OVERKILL, DEMON und METAL CHURCH, die ein Gros der Besucher wirklich sehen möchte. Warum müssen diese Klassebands so spät spielen, während sich Langweilercombos wie SKILTRON zur besten Spielzeit auf der Bühne tummeln? Und vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, einen richtigen "Metal Market" zu etablieren - in diesem Bereich sind Festivals wie das "Keep It True" oder gar das kleinere "Swordbrothers" mehr als eine Nase voraus.
Insgesamt bin ich mit dem HOA 2013 aber wieder sehr zufrieden. Es ist trotz einigem Zulauf von frühanreisendem Wacken-Publikum immer noch mein Lieblings-Underground-Open-Air und auf jeden Fall zu empfehlen!


Martin Brandt

Photos: Walter Scheurer [IRON SAVIOR, HERETIC], Martin Brandt [Rest]


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Warrel Dane ist tot. Mehr dazu in den News.
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