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”UNDERGROUND EMPIRE 5”-Datasheet

Contents:  Underground Empire 5-''Demoklassiker''-Artikel

Date:  29.08.1991 (created), 16.08.2010 (revisited), 19.02.2017 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 5

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue still available, order here!

Comment:

Auf die verschiedenen Varianten des NASTY SAVAGE-Covers hatten wir ja schon im Text hingewiesen, da ich auf diese Tatsache aufmerksam gemacht wurde, weil mein Demo und die Version von Götz, die beide eindeutig direkt von der Band stammen, unterschiedliche Cover besaßen. Bei der Aufarbeitung dieses Beitrags für unsere Online-Abteilung sollte mir indes auch bewußt werden, daß dies wohl auch bei OVERKILL zutrifft. Ich hatte zuvor schon hin und wieder das »Power In Black«-Cover mit dem Bandphoto gesehen, doch bei intensiverem Suchen mußte ich gar feststellen, daß jenes Cover von Götz' Tape nirgendwo im Internet zu finden ist. Ob es sich dabei vielleicht um eine Promoversion handelt, die die Band an die Presse verschickt hatte, entzieht sich meiner Kenntnis, doch ich werde Götz bei Gelegenheit mal danach fragen. Auf alle Fälle ist dieses Cover auch hier abgebildet, wie es seinerzeit auch in der gedruckten Version des UNDERGROUND EMPIRE zu sehen gewesen war.

 

P.S.: Hier stoßen wir auf einen weiteren Punkt im Heft, wo der Titelstorywechsel in letzter Sekunde nicht mehr berücksichtigt werden konnte, denn beim MAJESTY-Demo kann man lesen, daß DREAM THEATER besagten Titeljob übernommen hätten, was ja auch unsere ursprüngliche Planung gewesen war, die dann auf den letzten Drücker geändert werden mußte, wie Ihr an anderer Stelle nachlesen könnt.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

Titel: Demoklassiker
Dekolinie
Episode 4

Mittlerweile eingebürgert, bedarf es eigentlich keiner großen Erläuterungen bezüglich der Demoklassiker-Sparte. Ein großes Danke sei lediglich noch Götz vom ROCK HARD gesagt, der ziemlich begeistert von der Idee der Demoklassiker war und sich bereiterklärte, ein paar Tapes aus seiner Sammlung zur Verfügung zu stellen. So beispielsweise auch die Nummer 1 der nun folgenden Zwölf.


kapitaler Anfang...äbe es eine Top Ten der Demoklassiker, so müßte dieses Tape mit Sicherheit drin stehen: »Power In Black« von OVERKILL. Und aus genau diesem Grund wird der neue Schwung Demoklassiker mit diesem Tape eröffnet. "Blood Metal" nannte man das Ganze damals noch, und ich hatte wirklich Blut geleckt, nachdem ich das Demo zum ersten Mal gehört hatte.

OVERKILL [US, NY]-Democover

Von den fünf Songs wanderten dreie auf »Feel The Fire«, welches eigentlich das Debut von OVERKILL darstellte, da die EP bei AZRA ziemlich unterging und auch nur in minimaler Auflage gepreßt wurde. Besagte drei waren ›Raise The Dead‹, ›There's No Tomorrow‹ und ›Overkill‹, während sich ›Death Rider‹ mit einer Veröffentlichung auf »Metal Massacre V« begnügen mußte, und ›The Beast Within‹ nie auf Vinyl wandern durfte. Eigentlich schade drum, ebenso wie um noch einige andere, die aber nicht auf »Power In Black« zu finden waren, sondern nur auf anderen Demos bzw. Livetapes.


kapitaler Anfang...ommen wir nun zu einer Band, die als eine der ganz wenigen die Ehre hatte, schon zweimal in UNDERGROUND EMPIRE zu erscheinen. Mit »Annihilation Complete« hatte man damals den Plattendeal erlangt, und daher standen auch einige Songs davon auf dem Debut »Suffering Hour«. Das heutige Line-up ist mit Ausnahme eines neuen Drummer, der zur neuen »Manic Impressions«-LP kam, noch identisch mit dem aus Demozeiten.

ANACRUSIS [US]-Democover

Jedoch musikalisch war man noch vielmehr dem, angesichts der heutigen Leistungen, recht bieder und steif wirkenden Thrash zugetan, jedoch waren schon deutlich Durchsetzungsvermögen und Power zu spüren. In der unglaublichen Entwicklung von ANACRUSIS war »Annihilation Complete« der erste Schritt, der, nebenbei, 1987 erfolgte.


kapitaler Anfang...eute kennt zwar jeder NUCLEAR ASSAULT, aber so richtig zu laufen begann die Sache erst nach Dan Lilkers Beteiligung an S.O.D.. Danach war es dann das Projekt von "diesem "Ex-ANTHRAX- und S.O.D.-Bassisten.

NUCLEAR ASSAULT-Democover

Aus dieser Rolle konnte man sich spätestens mit den beiden ersten Vinylveröffentlichungen »Brain Death« und »Game Over« herausschälen, nur leider kam in kreativer Hinsicht bis heute nicht mehr allzuviel nach. Auf besagten beiden Vinyls waren auch alle Songs des »Live, Suffer, Die«-Demos zu finden, inklusive des Schmankerls ›Hang The Pope‹.


kapitaler Anfang...ommen wir nun zu einem Klassiker für die extreme Musik, welche sicher viele Bands, die sich heute dem Death Metal widmen, als Einfluß hatten. Musikalisch für die damalige Zeit derbe bis zum Anschlag. Objektiv betrachtet war's obermies abgemischter Thrash mit brutalen Vocals.

HELLHAMMER-Democover

Natürlich bietet das HELLHAMMER-Debutdemo »Death Fiend« all die schnuckligen Sachen, die heute als Klischees verschrien sind, welche HELLHAMMER allerdings mitgeprägt haben. So spielte man beispielsweise keine normalen Instrumente, sondern "Sledgehammers On Anvils", einen "Infernal Battlebass" und sorgte für einen "Guitar Holocaust". Von heutigem Standpunkt aus einfach zum Totlachen, aber damals war das eine sehr ernste Angelegenheit, bei der Lachen bei Strafe verboten war.


kapitaler Anfang...leiben wir beim Death Metal, doch kehren wir in die Moderne zurück. Vergessen ist die Nostalgie altertümlichen Kraches, welcome to the new noise. Eine der bekanntesten Death Metal-Bands sind ohne Zweifel NOCTURNUS, die sich eines sehr ähnlichen Images bedienen. Bei ihnen ist jedoch maximal ein müdes Grinsen angesagt.

NOCTURNUS-Democover

Musikalisch zum Glück weitaus origineller und besser, wie man dann auch mit »The Key« beweisen konnte. Drei der »The Science Of Horror«-Songs sind auch auf dem Debut zu finden. Lediglich ›Undead Journey‹ ist noch ohne, aber noch ist nicht aller Tage Abend.


kapitaler Anfang...amentlich könnte man diese Formation in die gleiche Ecke stecken, haben sich GRIM REAPER doch auch einen der vielen Namen, die die englische Sprache für unseren lieben gehörnten Onkel bereithält, als Bandnamen erwählt.

GRIM REAPER [GB]-Democover

Die Musik jedoch macht uns einen lockeren Strich durch die Rechnung. Für diese Zeit (1982) recht typischer britischer Metal, riffig stellenweise mit Keyboarduntermalung. Imagemäßig jedoch orientierte man sich ganz am Bandnamen, mit dem leicht geschwärzten Flair. Deshalb kam wohl ›Loser In Love‹ als einziger Song nicht aufs Debut - nicht imagekompatibel!


kapitaler Anfang...un zu einer meiner Lieblingsbands der NWoBHM, die leider nicht so besonders mit Erfolg überschüttet wurde. ANGEL WITCH veröffentlichten 1980 ihr selbstbetiteltes Debut, während ich über die Zeiten vorher relativ wenig weiß.

ANGEL WITCH-Democover

Jedoch gibt es da ein Live-Demo von 1981 mit dem Titel »Give It Some Tickle«, welches fast alle Songs des Debutalbums enthält, sowie noch einige mehr. Allerdings gibt es von 1979 ein 2-Song-Demo gleichen Titels, welches ich aber nur als Kopie und nicht als Original habe. Folglich müssen wir uns mit dem Cover des Live-Demos begnügen, welches aber auch zeigt, daß sich auch ANGEL WITCH etwas von diesen schwärzlichen Themen anziehen ließ.


kapitaler Anfang...in Klassiker des US-Metals aus dem Jahre 1984 - JUGGERNAUT. Schlichtes Cover aber gnadenloser Power Metal. Bekanntestes Mitglied von JUGGERNAUT ist wohl Bob Jarzombek, Bruder von WATCHTOWER-Gitarrero Ron, der mittlerweile bei RIOT die Stöcke spazierenführt. Nach diesem Demo lieferte man mit ›In The Blood Of Virgins‹ einen Höhepunkt auf »Metal Massacre VII«, welcher allerdings nicht auf diesem Demo stand.

JUGGERNAUT [US, TX]-Democover

Positiverweise waren alle Songs des '84er Demos mit Ausnahme von ›Vengeance‹ auch auf »Babtism Under Fire«, dem JUGGERNAUT-Debut, zu finden. ›Vengeance‹ konnte man dann nochmal auf dem Album Nummer 2, »Trouble Within«, hören, auf welchem übrigens auch Ex-SAN ANTONIO SLAYER-Vocalist Steve Cooper sang. Negativerweise löste man sich nach dieser Scheibe auf.


kapitaler Anfang...infach nur fuckin' fantastic war ARCANEs erstes Demo »Mirror Of Deception«, ebenso wie das zweite Demo und die Debut-LP »Destination Unknown«. Allerdings auf keinem der nachfolgenden Werke war so ein mitreißender Sound zu hören, wie auf »Mirror Of Deception«.

ARCANE [US]-Democover

Da »Destination Unknown« nur eine Kollektion von acht der Demosongs darstellte, sind diese alle darauf vertreten. Lediglich ›The Visionary‹ und ›Ambiguity‹ spart man sich für die nächste Scheibe auf. Auf jeden Fall war »Mirror Of Deception« ein Auftakt nach Maß - eines der besten Demos des Jahres 1988.


kapitaler Anfang...ie waren eine der charismatischsten Bands Amerikas, aber die üblichen Probleme brachten auch NASTY SAVAGE zur Stecke - nach drei LPs, einer EP und diesem Kultdemo: »Wage Of Mayhem«. Wie ich beim Vergleichen mit der Version von Götz feststellte, verschickte die Band das Tape mit verschiedenen Covern. Leider sind alle gleich unprofessionell und enthalten nur ein kopiertes Bandphoto.

NASTY SAVAGE-Democover

Sei's drum - die Musik suchte damals in Sachen Kompromißlosigkeit seinesgleichen, und bis heute dürften nur wenige Bands in dieser Beziehung »Wage Of Mayhem« das Wasser reichen können. Hier findet man auch die beste Version des besten NASTY SAVAGE Songs ›XXX‹ beziehungsweise ›Triple X‹, wie er sich auf dem Demo noch nannte. Er wurde zwar für »Metal Massacre IV« remixt und für ›Indulgence‹ neu aufgenommen, aber keine Version ist nur halb so geil wie diese. Abgesehen von ›XXX‹ und ›Unchained Angel‹, welches für »Abstract Reality« neu aufgelegt wurde, blieben die restlichen Songs unveröffentlicht auf Vinyl - schade um ›Savage Desire‹ und ›Unchained Angel‹.


kapitaler Anfang...in weiterer ehemaliger Geheimtip - AMULANCE. Als sie 1987 mit »The Rage Within« ihr Demo veröffentlichten, war der Name sogleich hoch im Kurs, bot das Demo doch Speed Metal in bisher noch selten gehörter Schärfe und Brisanz. AMULANCE gehörte also zu jenen Bands, denen man nach ihrem Demo eine große Zukunft voraussagte.

AMULANCE-Democover

Leider schienen die Plattenfirmen dennoch nicht so sonderlich interessiert zu sein. Die Zeit verstrich und erst 1989 veröffentlichten NEW RENAISSANCE das Debut von AMULANCE - »Feel The Pain«. Leider war das auch das letzte, was man von AMULANCE zu spüren bekam.


kapitaler Anfang...ls Abschluß wie immer ein Hammer. Dieses übermenschliche Demo stammt von MAJESTY, die, wie Ihr sicher alle wißt, heute DREAM THEATER heißen, eine der begnadetsten Bands der Welt sind und das Cover von UNDERGROUND EMPIRE 5 zieren. Mit diesem etwa 35-minütigen Demo legte man den Grundstein zu einer Karriere, die hoffentlich niemals ein Ende finden wird.

MAJESTY [US, NY, Long Island]-Democover

Zu Demozeiten war die Musik noch etwas abstrakter und ging nicht so gut ins Ohr wie die Stücke des Erstlings »When Dream And Day Unite«, was gewiß auch an dem sehr hohen, vielleicht etwas schrillen Gesang von Chris Collins liegen mag. Mittlerweile ist das Weltklassedemo mit seinem aufwendigen Cover eine ziemliche Rarität, da nicht besonders viele hergestellt wurden. Ich hatte jedoch das Glück, eines der letzten Exemplare zu ergattern. Bleibt eigentlich nur noch, der Band mindestens doppelt so viel Glück zu wünschen!

Eine Demoklassikersektion, die durch des Götzens Beiträge (OVERKILL, GRIM REAPER, JUGGERNAUT, HELLHAMMER sowie NASTY SAVAGE) sehr bereichert wurde. Da ich mal davon ausgehe, daß er auch fürs nächste Mal einige Asse im Ärmel hat, dürfen wir uns schon jetzt drauf freuen und eine Seite weiterblättern.


Stefan Glas


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