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Zwar wirkt es ein klein wenig nach Angeberei, wenn sich eine Band nicht bloß damit begnügt, Lobeshymnen von bekannten Namen aus der Szene im Infoblättchen zu verewigen, sondern das Booklet der Scheibe damit schmückt, doch man muß den zitierten Herren Jeff Loomis und Jasun Tipton auf jeden Fall beipflichten, denn sie liegen mit ihren Einschätzungen richtig! Und haargenau noch dazu!

ATHORN aus Hannover klingen nämlich in der Tat mehr als nur mächtig und sollten Metaller jedweder Gangart von sich überzeugen können. Wobei, ganz so überraschend kommt die Leistung der bislang unbekannten Formationen auch wieder nicht, hält man sich vor Augen, daß ausschließlich erfahrene Musiker bei dieser neuen Formation mit dabei sind. Thomas Maiwald und Drummer Sören Becker haben zusammen zuvor bei CRIPPER gespielt, Thomas darüber hinaus zusammen mit dem zweiten Saitendehner Tobias Liedke auch noch bei ZEYLION, während Sänger Carsten Frank die Namen HUMAN FORTRESS und GALLOGLASS im Lebenslauf stehen hat.

»Livable Hatred« kommt als überaus druckvoll produzierte, homogene Melange aus den Boxen, die Songs selbst klingen teilweise sehr vertrackt, aber dennoch zugänglich. Sänger Carsten Frank erweist sich einmal mehr als echtes Talent und kommt in den höheren Passagen seinem (Fast-) Namensvettern von BRAINSTROM recht nahe, während er in den langsameren, getragenen Momenten mit recht düsterer Performance gar an Matthew Barlow denken läßt.

Stilistisch gibt es neben Progressive-Anleihen, auch jede Menge an purer Power zu vernehmen, ebenso aber auch zeitgemäßen Melodic Death Metal, wobei uns die Burschen wissen lassen, daß sie nicht bloß begnadete Musiker, sondern auch überaus kompetente Songschreiber sind, denn »Livable Hatred« überzeugt über die gesamte Distanz. Trotz der teils verqueren Anleihen und des ständig wechselnden Tempos wissen ATHORN ihre variantenreiche Bandbreite immerzu so darzubieten, daß keine Lücken zu vernehmen sind. Kurzum: In der Tat gelungen, das Teil!

Ich bin schon gespannt, ob die Burschen diese Form auch über Albumdistanz halten können, diese Erstvorstellung läßt jedenfalls mächtig viel erwarten.

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info@athorn.de


Walter Scheurer

ATHORN im Überblick:
ATHORN – Phobia (Rundling-Review von 2010)
ATHORN – ONLINE EMPIRE 42-"Known'n'new"-Artikel
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