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  UE-Home → History → Underground Empire 4 → Review-Überblick → Demo-Review-Überblick → R.I.P (CH) – »Feeding Frenzy«-Review last update: 21.02.2024, 21:16:40  

”UNDERGROUND EMPIRE 4”-Datasheet

Contents:  R.I.P (CH)-Demo-Review: »Feeding Frenzy«

Date:  27.02.1991 (created), 04.04.2010 (revisited), 22.01.2022 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 4

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue still available, order here!

Comment:

Im Review wird eine Menge über den Status, äh, Damals der Band erzählt, so daß an dieser Stelle ein Blick in die Anfangstage der Band stattfinden soll: Chris Dorner hatte R.I.P Anfang 1986 zusammen mit einem Freund gegründet, der sich dem Baß widmete. In Romy Dähler konnte man im April einen geeigneten Drummer finden, dem sich bald der zweite Gitarrist Dani Hauser anschloß. Ende 1987 trennte man sich dann vom ersten Basser und fand im Februar 1988 endlich in Sandy Balzer die passende Nachfolgerin. Sänger Mike Bernhard komplettierte die Truppe schließlich im Frühjahr 1989.

Um dann einen Schritt nach vorne zu hüpfen, sei gesagt, daß der neue Sänger Zisti binnen kürzester Zeit schon wieder weg war, wie ich in einer News im METAL HAMMER nahezu zeitgleich mit der Veröffentlichung von UNDERGROUND EMPIRE 4 verkünden konnte. Die geplante Mini-LP von R.I.P wurde daraufhin übrigens ad acta gelegt.

P.S.: Der nette Logo-Grabstein entstammt übrigens dem Bandinfo, das R.I.P damals mit »Feeding Frenzy« verschickt hatten.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

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R.I.P (CH)-Logo

Feeding Frenzy

Dieses Demo ist nicht hinten wie vorne. Das, was uns diese fünf Eidgenossen auf ihrem »Feeding Frenzy« ist schon sehr beachtlich. Gehen wir doch mal der Reihe nach vor. Das erste Stück ›Against The System‹ wirkt noch etwas unausgereift und kann daher relativ schnell abgehakt werden. Das sollte man beim nun folgenden ›Lost Soul‹ auf keinen Fall tun, denn dann hätte man einen schweren Fehler begangen. Der Anfang dieses Songs macht dies aber schon unmöglich, da man schon an den eingestreuten Keyboardeffekten unschwer erkennt, daß dieses Stück etwas hat. Es ist aus den verschiedensten Parts zusammengesetzt, die geschickt miteinander verknüpft werden, so daß ein erforschenswertes Stück entsteht. Gleiches kann man auch von den nun folgenden Songs behaupten. Eine weitere Steigerung erfährt das Demo dann in ›Alien‹, das aufgrund seiner Abwechslung über acht Minuten hinweg gebannt lauschen läßt. Als schließlich noch das bekannte "ba-ba-ba-baaa" aus Beethovens Fünfter ertönt, ist der Cocktail vollends abgerundet. Gespannt wendet man das Demo und erhält vom Titelsong und dem elfminütigen Abschlußinstrumental, was man erwartet - eine Synthese aus komplexen Rhythmen, unverhofften Breaks, abgefahrenen Parts, etc. R.I.P sind also eine Band, die für die Progressivfans unter Euch beachtenswert sein muß. Ein Kritikpunkt muß man bei R.I.P aber dennoch anbringen: Mike Bernhard hat zwar zweifelsohne eine außergewöhnliche Stimme, deren Umfang aber sehr begrenzt ist und besonders bei höheren Passagen hart an der Grenze zum trockenen Krächzen liegt. Dies ist allerdings weniger interessant, da man sich nach den Demoaufnahmen von ihm und dem Rhythmusgitarristen getrennt hat - in beiderseitigen Einverständnis, wie man so schön sagt. Die Band arbeitet derzeit als Trio weiter und sucht zwecks Vervollständigung des Line-ups einen neuen Sänger.

Eigentlich wollte ich dieses Demo damals auch im METAL HAMMER vorstellen, aber die Band hatte das Pech, daß zu diesem Zeitpunkt gerade eine unglaubliche Flut an Demos einging, so daß R.I.P leider in die Röhre gucken mußten. Je öfter ich jedoch »Feeding Frenzy« anhöre, um so mehr muß ich feststellen, daß es wohl ein Fehler war, anderen Demos den Vorzug gegeben zu haben. Macht Ihr nicht einen ähnlichen, sondern schreibt an die Band!

Und siehe da, ich hatte gerade diese Worte verfaßt, da trudelte ein neues Promo-Tape von R.I.P bei mir ein. Selbiges ist in limitierter Auflage erschienen und wird für 5,- DM verkauft. R.I.P haben nun einen neuen Sänger, der den alten um Längen schlägt und sich somit positiv auf den Gesamteindruck der Band auswirkt. Musikalisch ist man allerdings seinem Konzept treugeblieben und baut weiterhin auf kompliziertere Songs, wie das der neue Track ›Try It Again‹ verdeutlicht. Da dieses Tape lediglich im Proberaum auf einer Vier-Spur-Maschine aufgenommen wurde, ist der Sound nicht besonders umwerfend, aber wenn ich den beiliegenden Brief richtig interpretiert habe, so wird demnächst eine Mini-LP von R.I.P erscheinen, die, so bin ich mir sicher, R.I.P als qualifizierte Band bestätigen wird!


Stefan Glas

 
R.I.P (CH) (neue Besetzung) im Überblick:
R.I.P (CH) – Feeding Frenzy (Demo-Review von 1991 aus Underground Empire 4)
R.I.P (CH) – News vom 11.04.1991
unter dem späteren Bandnamen REST IN PEACE (CH):
REST IN PEACE (CH) – News vom 11.04.1991
REST IN PEACE (CH) – Inner Scream (Demo-Review von 1992 aus Underground Empire 6)
REST IN PEACE (CH) – News vom 21.12.1991
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