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THIRTEENTH SIGN – Oracles Of Armageddon

BATTLEGOD PRODUCTIONS/TWILIGHT

"Wo Licht ist, ist auch Schatten" lĂ€ĂŸt sich immer wieder auch im Musikbusiness anwenden, so zum Beispiel bei den Briten THIRTEENTH SIGN. Auch wenn es zunĂ€chst den Anschein erweckt, es hier mit bislang völlig unbedarften Musikern zu tun zu haben, sei angemerkt, daß die Band bereits gute zehn Jahre aktiv ist. Von 1998 bis 2005 firmierte das Unternehmen allerdings unter dem frĂŒheren Namen SKELETAL EMBRACE und spielte in jener Phase drei allerdings - zumindest außerhalb der britischen Insel - kaum beachtete Demos ein. Damals stand in erster Linie melodischer Death Metal auf dem MenĂŒplan dieser aus dem Raum Nottingham stammenden Truppe, davon ist heutzutage allerdings nur noch teilweise etwas mitzubekommen. Einhergehend mit der Umbenennung schien es auch eine stilistische Umorientierung gegeben zu haben, denn schon auf ihrer, ebenfalls »Oracles Of Armageddon« getauften, ersten EP offerierten die Burschen recht harschen Thrash Metal, der nun auch den Löwenanteil ihres ersten Full-Length-Albums ausmacht. Das eingangs erwĂ€hnte "Licht" stellen darauf die mitunter wahrlich imposanten, den Zuhörer an den Randes des Wahnsinns treibenden Riffs dar, mit denen die Burschen von der Insel aufwarten. Diese lassen aber nicht nur ihre Thrash-Vorliebe, sondern ebenso ihre Vergangenheit als Todesmörtel-Fraktion heraushören und entlarven die Saitenfraktion generell als "Lichtbringer" fĂŒr THIRTEENTH SIGN.

Dem gegenĂŒber steht eine nur bedingt imposant agierende Rhythmusabteilung, die zwar ungemein heftig und schnell, aber leider nicht wirklich abwechslungsreich, oder groovig aufspielt und dadurch so manches geniale Riff in purem GeknĂŒppel enden und die guten Ideen versiegen lĂ€ĂŸt. Dem schließt sich leider teilweise auch SĂ€nger Dean Neal ĂŒber weite Strecken an. Sein an sich prĂ€gnanter, wenn auch gewöhnungsbedĂŒrftiger Gesangstil klingt teilweise ĂŒbertrieben aggressiv und kann dadurch weder Akzente setzen, noch vermag er die mitunter ĂŒberaus gewieften Melodien auch standesgemĂ€ĂŸ umsetzen zu können, sondern mimt stattdessen lieber den grimmigen Zeitgenossen. Dabei belegt der Bursche in den eher melodischeren Tracks, daß sein Gesang sogar zum Markenzeichen seiner Band gedeihen könnte, doch leider belĂ€ĂŸt es Dean bei einigen guten AnsĂ€tzen und bevorzugt die gesangstechnische Brechstange, wodurch er im Endeffekt auch zu einem "Schattenspender" wird. Ebenfalls in den "Schatten" haben sich THIRTEENTH SIGN mit der leider durchweg drucklosen Produktion gestellt. Zwar können Perlen wie der brillante, mit einem Mörderriff ausgestattete Opener â€șTalons In Deismâ€č, das mĂ€chtige â€șOracles Of The Endâ€č, oder der Ohrwurm â€șNightingale On Fireâ€č dadurch nicht "entzaubert" werden, eine amtliche und fette Produktion hĂ€tte dieses Album aber mit Sicherheit wesentlich essentieller dargestellt, als es in der aktuellen Form zu vernehmen ist.

Schade fĂŒr diese Band, die sich in einigen AnsĂ€tzen und Momenten als bĂ€renstark prĂ€sentieren konnte, es im Endeffekt aber leider nicht geschafft, ĂŒber die gesamte LĂ€nge dieses Albums zu ĂŒberzeugen.

http://www.thirteenthsign.co.uk/

theband@thirteenthsign.co.uk

ordentlich 8


Walter Scheurer

 
THIRTEENTH SIGN im Überblick:
THIRTEENTH SIGN – Oracles Of Armageddon (Rundling)
© 1989-2020 Underground Empire


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