UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 38 → Review-√úberblick → Rundling-Review-√úberblick → ANGBAND (IR) – ¬ĽRising From Apadana¬ę-Review last update: 27.04.2018, 08:42:15  

last Index next

ANGBAND (IR) – Rising From Apadana

PURE STEEL RECORDS/TWILIGHT

Selbst im hierzulande oft f√§lschlicherweise als schwermetallisches "Niemandsland" bezeichneten Iran scheint eine √ľberaus bemerkenswerte Szene im Underground existent zu sein. Nach AHOORA stellen ANGBAND, zumindest f√ľr meine Wenigkeit, nun die bereits zweite Formation aus jener Region dar, die sehr wohl auch international Beachtung finden sollte. Diese Formation darf sich sogar dar√ľber freuen, ihr Debutalbum √ľber ein Label ver√∂ffentlichen zu k√∂nnen, wodurch sich ein gewisses Ma√ü an Bekanntheit zumindest hinsichtlich der Presse-Resonanz nahezu von selbst einstellen wird. In PURE STEEL RECORDS scheinen die drei Burschen zudem auch den idealen Partner f√ľr ihre etwas eigenwillige, aber dennoch von der Basis her traditionelle Metal-Ausgabe gefunden zu haben. Bandoberhaupt und Gr√ľnder Mahyar Dean, der ANGBAND im Jahr 20004 aus der Taufe gehoben hat und an sich ein klassisch ausgebildeter Gitarrist ist, konnte auch bereits als Schriftsteller in Erscheinung treten und hat Biographien √ľber TESTAMENT und DEATH mitverfa√üt. Keine Ahnung, wie die ersten Jahre im iranischen Underground f√ľr diese Band abgelaufen sind und wie die Jungs mit ihrem Label √ľberhaupt in Kontakt kommen konnten, Fakt ist jedenfalls, da√ü ANGBAND mit ihrem sehr kraftvollen Metal sehr wohl auch hierzulande Freunde finden werden k√∂nnen, denn der Exotenbonus ist keineswegs das einzig bemerkenswerte an dieser Band.

Benannt hat sich das Trio √ľbrigens nach jener Festung in Mittlererde, die zun√§chst Morgoth als Residenz dienlich war und in sp√§terer Zeit von Sauron in Besitz genommen wurde, w√§hrend der Albumtitel auf die Herkunft der Burschen schlie√üen l√§√üt. "Apadana" stammt aus dem Altpersischen und ist im Prinzip die Bezeichnung f√ľr einen Palast oder eine Festung. Kaum etwas aus dem persischen Raum ist den Kl√§ngen diese Scheibe zu entnehmen, denn ANGBAND haben sich einer eher harschen und kraftvollen Metal-Gangart verschrieben, die kaum Platz f√ľr derlei Anleihen l√§√üt und mitunter hinsichtlich des Riffings Inspirationen von Jon Schaffer offenbart, allerdings ebenso auch Einfl√ľsse aus dem hart gespielten Thrash Metal erkennen l√§√üt. Brachiale, aber dennoch melodische Riffs pr√§gen das Bild, Mahyar versteht es aber auch sehr gut, f√ľr etwas abgefahrenere Einsprengsel an der Klampfe zu sorgen und bringt die Band dadurch immer wieder in Richtung progressiver Metal-Kl√§nge. Auch S√§nger Ashkan Yazdani wei√ü, mit seiner markanten, irgendwie dezent an den jungen Warrel Dane erinnernden Stimme die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, selbst wenn sein Stimmumfang noch ausbauf√§hig erscheint und er auch noch an Volumen zulegen mu√ü, um ein "Hero" am Mikro zu werden.

Auch wenn ¬ĽRising From Apadana¬ę die ganz gro√üen Momente noch fehlen, haben wir es hierbei mit einem weltweit zu respektierendem Werk zu tun, das unter Beweis stellt, wie nahe uns zumindest musikalisch vermeintlich "fremde" Regionen stehen sollten.

http://www.angbandmetal.com/

mortex@gmail.com

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
ANGBAND (IR) im √úberblick:
ANGBAND (IR) – Rising From Apadana (Rundling)
ANGBAND (IR) – Saved From The Truth (Rundling)
ANGBAND (IR) – Visions Of The Seeker (Rundling)
© 1989-2018 Underground Empire


last Index next

‚Ć Wir gedenken Dag Stokke, heute vor 7 Jahren verstorben. Unsere Berichterstattung √ľber das Lebenswerk findet Ihr
Button: hier