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SCARECROW (SF)-CD-Cover

SCARECROW (SF)

Hangman

(6-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Als "Fucking Raw Horror Punk Rock Shit" bezeichnen die Finnen SCARECROW ihre Musik. Wer sich dadurch an Bands wie THE MISFITS erinnert fĂŒhlt, liegt definitiv richtig, denn auf »Hangman«, dem Appetithappen zum in BĂ€lde erscheinenden zweiten Langeisen der Truppe, geht in Ă€hnlicher Manier die Post ab, wie bei den Amis zu deren BlĂŒtezeit. Eröffnet wird dieses "Zwischendurchscheibchen" zwar von einem beĂ€ngstigenden, an alte Horror-Filme erinnernden Intro mit dem Titel â€șThe Darkest Dayâ€č, aber danach geht es dann so richtig los. RĂ€udig und rotzig ackern sich die Herrschaften durch ihre Nummern, wissen aber dennoch Hooks zu integrieren und nicht nur schnurstracks am Hörer vorbeizuballern. Der schmissige Bridge/Refrain-Teil von â€șZombiesâ€č erinnert mich sogar ein wenig an eine deftigere Variante von VOLBEAT, auch wenn ansonsten der dreckige Punk britischer Provenienz dominant ist. Weit weniger melodisch kommt das anschließende â€șLondon After Midnightâ€č aus den Boxen, weiß dafĂŒr durch immense BrachialitĂ€t und Durchschlagskraft zu gefallen. In â€șGasmask Girlâ€č ist sogar der dezente Einfluß des britischen Oi-Punks der allerersten Generation zu vernehmen, dieser wurde jedoch in ein ĂŒppiges, nicht minder old schooliges Hardcore-Korsett gezwĂ€ngt, das den Song auszeichnet. Das atmosphĂ€risch eingeleitete â€șI'm Not Ready To Dieâ€č gedeiht zu einem wahren "Monstrum" und lĂ€ĂŸt mich an Vergleiche wie "THE MISFITS spielen im Hardcore-Rausch MOTÖRHEAD-Songs" denken. Dabei erweisen sich SCARECROW als verdammt gut eingespielt, denn trotz immensem Gerumpel-Anteils kommt diese Nummer sehr harmonisch aus den Boxen. Da auch die Stimme von SĂ€nger Jack 13 klingt, als ob er ganz gerne mit hochprozentigem Zeug sein FrĂŒhstĂŒck runterspĂŒlen wĂŒrde, wirken SCARECROW nicht nur sehr dreckig, sondern hinsichtlich der Lemmy-Reminiszenz auch ungemein authentisch.

Zum Abschluß lassen die Finnen nochmals GĂ€nsehaut entstehen, und zwar in Form eines sehr atmosphĂ€rischen, soundtrack-mĂ€ĂŸigen "Abgangs". â€șTomorrow Will Never Comeâ€č beendet »Hangman« in Ă€hnlicher Art, wie es von der Band eröffnet wurde, nĂ€mlich stilvoll und sehr ansprechend. Der nur knapp mehr als eine Viertelstunde andauernde Appetizer der Band lĂ€ĂŸt fĂŒr »II« erwarten, daß SCARECROW ihre Fanbase deutlich vergrĂ¶ĂŸern können. Harren wir also der Dinge, ehe uns dieser Brocken zum Fraß vorgesetzt wird! Mahlzeit!

http://koti.mbnet.fi/misfit/

scarecrow666@luukku.com

scarefit


Walter Scheurer

 
SCARECROW (SF) im Überblick:
SCARECROW (SF) – Hangman (Do It Yourself)
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