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BROADMOOR

By The Water

(10-Song-CD: € 16,-)

Zwar haben sich die Herrschaften von BROADMOOR nahezu drei Jahre Zeit gelassen, um einen Nachfolger fĂŒr ihr bemerkenswertes Demo »Portraits« abzuliefern, im Nachhinein betrachtet scheint diese Zeitspanne aber durchaus zu erklĂ€ren sein. Das Sextett aus Aalborg hat nĂ€mlich fĂŒr ihre erstes Langeisen weder Kosten, noch MĂŒhen gescheut und hat ein Ergebnis vorzuweisen, daß locker sĂ€mtliche Standards erfĂŒllt, die man an sich von Bands erwartet, die bereits bei einem namhaften Label unter Vertrag stehen. Beginnen möchte ich beim sehr gelungenen Artwork und Cover, das von Mattias NorĂ©n gestaltet wurde und erst einmal das Auge zu erfreuen weiß. Das Sextett hat es aber locker geschafft, diesen Eindruck durch den Inhalt der Scheibe noch zu toppen. Soundtechnisch agiert die Formation ebenso auf sehr hohem Niveau, bemerkenswert vor allem deshalb, weil die Jungs in die Produktion selbst involviert waren und nur fĂŒr das Mastering einen großen Namen (Ziggy) zu Rate gezogen haben. Hinsichtlich der Kompositionen ist im direkten Vergleich zu »Portraits« auffĂ€llig, daß man versucht war, den ungemein melodisch intonierten und "frickelfreien" progressiven Metal - der mit einer nicht zu vernachlĂ€ssigenden Schlagseite gen Melodic Metal daherkommt, allerdings frei von jeglichen symphonischen Anleihen ist - den BROADMOOR spieltechnisch auf nicht minder beachtenswertem Niveau anzubieten haben, noch tiefschĂŒrfender und emotionaler zu gestalten.

Genau dieses Unterfangen ist der Band ganz fabulös gelungen, weshalb man sich »By The Water« nicht nur immer wieder gerne anhören wird, sondern dabei jedes Mal regelrecht (den Titel quasi umsetzend) in die Musik der DĂ€nen eintaucht. Packend, fesselnd, und zudem auch immer wieder schlichtweg schön, so lassen sich die zehn Kompositionen von »By The Water« am besten beschreiben. Die Jungs agieren in jeder Weise variantenreich und wissen hinsichtlich des HĂ€rtegrades ebenso fĂŒr Abwechslung zu sorgen, wie auch in Sachen Tempo und Rhythmik. Das Sextett tritt immer als Kollektiv auf, keiner der Musiker hat es notwendig, sich in den Vordergrund zu drĂ€ngen, und die lange "Reifezeit", die BROADMOOR ihren Kompositionen offenbar gegönnt haben, hat sich definitiv ausgezahlt, wie das ungemein kompakte Erscheinungsbild dieses Albums unter Beweis stellt.

»By The Water« ist ein rundum gelungenes Album geworden, mit dem sich BROADMOOR nicht nur fĂŒr einen Plattenvertrag empfehlen, sondern sich dafĂŒr regelrecht aufdrĂ€ngen.

http://www.broadmoor.dk/

broadmoor@broadmoor.dk

abtauchen


Walter Scheurer

 
BROADMOOR im Überblick:
BROADMOOR – By The Water (Do It Yourself)
BROADMOOR – By The Water (Do It Yourself)
BROADMOOR – Portraits (Do It Yourself)
BROADMOOR – ONLINE EMPIRE 27-"Rising United"-Artikel
BROADMOOR – News vom 29.03.2008
BROADMOOR – News vom 17.05.2009
andere Projekte des beteiligten Musikers Thomas Wesley Antonsen:
ALTAR OF OBLIVION – Grand Gesture Of Defiance (Rundling)
ALTAR OF OBLIVION – News vom 14.05.2010
LORDS OF TRIUMPH – News vom 12.01.2015
THE VEIN – News vom 09.06.2011
THE VEIN – News vom 22.01.2014
andere Projekte des beteiligten Musikers Signar Petersen:
BEHIND THE CURTAIN – Til Birth Do Us Part (Rundling)
MERCENARY (DK) – Everblack (Rundling)
MERCENARY (DK) – News vom 30.07.2003
TRANSPARENT – Mutual Assured Destruction (Do It Yourself)
TRANSPARENT – News vom 13.12.2007
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