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UNBREAKABLE-NTC

Dead Zone

(5-Song-CD-R: € 3,88)

Aus den Niederlanden stammt dieses Quintett und behauptet von sich, die erste Thrash-Core-Band aus Noordwijk zu sein. Diese Aussage muß ich einfach so im Raum stehen lassen, denn mit der dortigen Szene bin ich zu wenig vertraut, um dazu einen Kommentar abgeben zu können. Die Burschen liegen aber zumindest mit ihrer Stilbeschreibung vollkommen richtig, denn UNBREAKABLE-NTC kommen auf ihrem zweiten Demo durchweg mit einer mĂ€chtigen Melange aus heftigem Derb-Thrash und Hardcore der alten Schule um die Ecke. Die Jungs, die sich lediglich ĂŒber ihre Musik definieren und keinerlei Image pflegen, sind offenbar noch nicht allzu lange zusammen aktiv und lieferten erst im letzten Jahr ihren Szeneeinstand mit dem Titel »The Loner« ab. Trotz einiger respektabler Reviews mußte das Line-up danach aber umgekrempelt werden, bevor es abermals ans Komponieren weiterer StĂŒcke ging. Das Quintett erweist sich auf »Dead Zone« hinsichtlich des Riffings in erster Linie von der alten Schule des sogenannten Thrash-Core beeinflußt, scheint sich darĂŒber hinaus aber auch von zeitgemĂ€ĂŸen Hardcore/Metal-Konglomeraten der HATEBREED-Abteilung inspirieren zu lassen.

Dadurch bekommt der geneigte Zuhörer auch ĂŒber die gesamte Spielzeit ein derbes, heftiges Brett vor den Kopf geknallt, selbst wenn der Auftritt der Burschen gerade einmal knapp ĂŒber eine Viertelstunde dauert. WĂ€hrend die Gitarristen eher den Thrash intus haben, ist es vor allem der Gesang von Arne van der Meulen, der an die alte New Yorker-Schule erinnert und bei mir mehr als nur einmal Erinnerungen an die CRO-MAGS hervorruft. Durch das Integrieren "zeitgemĂ€ĂŸer" Brachialeruptionen ist UNBREAKABLE-NTC in Summe ein in jeder Weise effektives Werk gelungen, denn geradlinige Böller wie der Titeltrack, oder â€șVictim Of Painâ€č (das sich wie eine "metallisierte" Ausgabe ihrer Landsleute von BORN FROM PAIN ĂŒber den Zuhörer hermacht), animieren nicht nur Genick und Gebein, sondern gehen auch mit unverminderter Energie direkt ins Gehirn. Die Herrschaften haben obendrein aber auch noch eine dezente Groove-Schlagseite aufzuweisen, wie in einigen Passagen von â€șDeath Sweatâ€č oder â€șScarred For Lifeâ€č nachzuvollziehen ist, die verdammt gut ins Gesamtbild paßt. Dadurch ist die Truppe ebenso vor aufkommender EindimensionalitĂ€t gefeit, wie durch die Tatsache, daß in manchen AnsĂ€tzen zu erkennen ist, daß die Burschen ihr musikalisches Spektrum durchaus noch zu erweitern imstande wĂ€ren und zwar sowohl in Richtung Metalcore, als auch und das noch stĂ€rker, hin zum brutalen Groove-Thrash.

Nicht unbedingt ein innovatives Werk, das uns hier aus den Niederlanden offeriert wird, in jedem Fall aber ein sehr effektives, das zeigt, wie brachial "Thrash-Core" sein muß.

http://www.unbreakablentc.nl/

unbreakablentc@hetnet.nl

unkaputtbares Geballer


Walter Scheurer

 
UNBREAKABLE-NTC im Überblick:
UNBREAKABLE-NTC – Dead Zone (Do It Yourself)
© 1989-2020 Underground Empire



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