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NECROBLASPHEME – Destination: Nulle Part

AGONIA RECORDS (Import)

Bei diesem Bandnamen hĂ€tte man sich von diesen Herrschaften aus Frankreich auch ein eindeutig zuordenbares und unleserliches Logo erwarten dĂŒrfen, doch NECROBLASPHEME scheinen sich diesbezĂŒglich keineswegs festlegen zu wollen, wie auch das Cover selbst nicht wirklich eindeutig zuordenbar erscheint. Was auch immer der KĂŒnstler mit diesem Motiv vermitteln wollte, es mag sich meinem KunstverstĂ€ndnis nicht erschließen, wodurch mein BedĂŒrfnis nach Klischee hier definitiv nicht bedient werden konnte. Aber egal, lassen wir die HĂŒlle einfach beiseite und widmen uns dem Inhalt von »Destination: Nulle Part«. Dieser kommt wesentlich eindeutiger daher und lĂ€ĂŸt von Beginn an keinerlei Zweifel oder Fragen offen. Das mittlerweile seit gut acht Jahren existierende Quintett aus Paris hat sich mit Haut und Haar dem Death Metal verschreiben und blĂ€st uns auf seinem zweiten Langeisen eine sehr ĂŒppige Melange aus technischem Todesblei, groovigem Skandinavien-Tod und jeder Menge an BrutalitĂ€t in Florida-Death-Tradition um die Ohren. Die dezenten Elektro-Spielereien hĂ€tten sich die Jungs, meiner bescheidenen Meinung nach, zwar durchaus schenken können, doch zum GlĂŒck stören diese auch nicht wirklich, da es sich in der Tat bloß um "Additive" handelt, die den mĂ€chtigen Todesmörtel von NECROBLASPHEME nicht wirklich entzaubern können. AnteilsmĂ€ĂŸig lĂ€ĂŸt sich kein "Sieger" der genannten Spielweisen des Death Metal dingfest machen, es scheint viel eher, als ob Abwechslungsreichtum bei den Franzosen immens wichtig gewesen ist, als sie sich im Studio einfanden, um »Destination: Nulle Part« einzuhĂ€mmern.

Was den Burschen aber leider nicht wirklich gelingen konnte, ist ihre Tracks - trotz mitunter imposantem Groove - auch mit ausreichend Hooks auszustatten. Das Problem an »Destination: Nulle Part« ist demnach in erster Linie der Umstand, daß die Franzosen weder "Fisch" (Technik), noch "Fleisch" (Groove) im Angebot haben und es dadurch einer lĂ€ngeren Gewöhnungsphase bedarf, ehe man sich an den deftigen Sound von NECROBLASPHEME gewöhnen kann. Bei allem Respekt vor der Kompetenz der Musiker an ihren Instrumenten, entsteht beim Hörer von »Destination: Nulle Part« mitunter sogar der Eindruck, die Band wĂ€re sich nicht ganz sicher, in welche Richtung es gehen sollte, da weder die technischen Nuancen wirklich mit entsprechender Filigrantechnik umgesetzt werden konnten, noch verleiten die groovigen Passagen zum permanenten Abgehen. Allerdings kommt die Mischung nach eingehender Hingabe des Hörers um so besser zur Wirkung und bringt die Nackenmuskulatur des Zuhörers im Endeffekt desöfteren in akute Verletzungsgefahr.

Nicht schlecht, doch bei geradlinigerer Vorgangsweise wĂ€re aber mit Sicherheit noch mehr daraus zu machen gewesen, da die Basis fĂŒr sĂ€mtliche Macharten von Todesmörtel bei NECROBLASPHEME vorhanden ist und die Musiker mit Sicherheit sehr fit an ihren Instrumenten sind.

http://www.myspace.com/necroblasphemeband

necroblaspheme@hotmail.com

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
NECROBLASPHEME im Überblick:
NECROBLASPHEME – Destination: Nulle Part (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Olivier "ZVN":
ANTAEUS – News vom 28.03.2004
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