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  UE-Home → History → Online Empire 38 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → DAWN (I) – Â»Dark Mind«-Review last update: 11.05.2021, 19:43:44  

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DAWN (I)

Dark Mind

(3-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Sehr harschen Metal prĂ€sentiert uns das aus Mailand stammende Trio DAWN auf seinem zweiten Demo. »Dark Mind« enthĂ€lt zwar nur drei Nummern, doch diese stellen die Kompetenz und die musikalische VielfĂ€ltigkeit der drei Musiker durchaus unter Beweis. Von der Heftigkeit geht zumindest der Opener durchaus als Thrash Metal durch, die Musik von DAWN deshalb aber als solchen zu bezeichnen, wĂ€re aber nicht ganz korrekt. Vor allem was das Tempo betrifft, gehen es die Burschen aus Italien nĂ€mlich deutlich gemĂ€chlicher an, auch wenn â€șDark vs. Lightâ€č, wie der Einstieg betitelt ist, verdammt herb aus den Boxen geballert wird. Von Gitarrist Marco Storti ungemein fies gesungen und zudem mit dezenten PANTERA-GedĂ€chtnisriffs versehen, kommt hier ein Monstrum an Metal aus den Boxen, das den Zuhörer aufgrund des wahrlich bösartigen Gesangs sogar an schwĂ€rzesten Todesstahl denken lĂ€ĂŸt.

Doch davon gibt es definitiv nichts auf »Dark Mind« zu vernehmen. Viel eher lĂ€ĂŸt es sich das Trio offen, wohin die musikalische Reise gehen soll, wie das phasenweise verspielte, progressiv-metallisch anmutende und gesangstechnisch viel sanftmĂŒtiger intonierte â€șRageâ€č erkennen lĂ€ĂŸt. Variantenreichtum und Mannigfaltigkeit scheinen die Essenz des musikalischen Wirkens von DAWN auszumachen, vortrefflich nachzuvollziehen in besagter Nummer, in der gitarrensolotechnisch Meister Mustaine Tribut gezollt wird. Auch das Finale â€șHidden Inside My Mindâ€č weiß mit sehr unterschiedlichen Details aufzuwarten, so offenbaren sich dem Hörer nach fast schon romantisch-melodiösem Beginn, schwere und stampfende Rhythmen, die vom dafĂŒr zustĂ€ndigen Dezernat Luigi Corinto (Baß) und Giulio Locatelli (Schlagzeug) jedoch wechselweise mit der ursprĂŒnglichen Vorgangsweise vorgegeben werden. Zahlreiche Breaks kennzeichnen diesen Schlußakkord von »Dark Mind« und deuten einmal mehr auf die stilistische Vielfalt und den Ideenreichtum von DAWN hin, keineswegs aber auf eventuelle Orientierungslosigkeit, vielmehr schreit dieser Triple-Pack förmlich danach, in der Discographie sehr bald "VerstĂ€rkung" durch ein Langeisen zu erhalten.

http://www.dawn-metal.eu/

dawn@dawn-metal.eu

Variantenreichtum auf die harsche Tour


Walter Scheurer

 
DAWN (I) im Überblick:
DAWN (I) – Dark Mind (Do It Yourself)
andere Projekte des beteiligten Musikers Luigi "Gigi" Corinto:
IRREVERENCE (I) – News vom 15.12.2012
VIOLENTOR – News vom 28.12.2019
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