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ONE HOUR HELL – Product Of Massmurder

TWILIGHT

So, so, diese Band spielt also "SwedishMachinegunMetal". Was auch immer das sein mag, die Burschen von ONE HOUR HELL sind definitiv die ersten, die sich jener Art von Musik verschrieben haben. Ganz so innovativ, wie man jetzt vermuten könnte, agieren die Herrschaften aus Stockholm zwar nicht, aber neben ihrer Herkunft, die man wĂ€hrend des Genusses ihres Debutalbums sehr schnell erkennen kann, scheinen ONE HOUR HELL sinngemĂ€ĂŸ ebenso darauf bedacht zu sein, den Hörer förmlich mit ihren KlĂ€ngen zu exekutieren, um dieser Bezeichnung auch gerecht zu werden.

»Product Of Massmurder« klingt zunĂ€chst einmal ĂŒberhaupt nicht danach, von offenbar noch gĂ€nzlich unbekannten und unerfahrenen Musikern eingespielt worden zu sein. Viel eher hĂ€tte ich auf ein Opus von routinierten Metallern getippt, die uns diese satte Death/Thrash Metal-Melange offerieren wĂŒrden. Die Saitenflitzer Spud und Jompa scheinen seit Kindheitstagen an nichts anderes zu tun zu haben, als brachiale Riffs zu kreieren, denn auf »Product Of Massmurder« lassen sich neben brettharten Passagen, die zudem von der mĂ€chtig Gas gebenden Rhythmusabteilung perfekt untermauert werden, auch immer wieder wieselflinke, und vor allem spieltechnisch wohl recht knifflige Soli feststellen, die eher auf langjĂ€hrige Erfahrung hindeuten wĂŒrden. Da wir es aber mit noch recht jungen Musikern zu tun haben, steht es fĂŒr mich außer Frage, daß hier reichlich Talent mit im Spiel ist.

An sich kommen die Jungs zwar mit ungemein aggressiven Songs aus dem Quark, doch nicht zuletzt durch die Fingerfertigkeit ihrer Gitarristen sind ONE HOUR HELL von dumpfem Geholze weit entfernt und haben uns stattdessen Schmankerl aufgetischt, die dem Gourmet zweifelsohne munden werden, auch wenn dieser nicht ausschließlich in metallischen Extrem-Bereichen zu goutieren pflegt. Um sich von ONE HOUR HELL ein ungefĂ€hres Bild machen zu können, versuche man, sich eine Art Mixtur aus THE HAUNTED, CONSTRUCTDEAD und einer brutalen Version von MACHINERY vorzustellen, denn Parallelen zu diesen Formationen sind mir im Verlauf der nicht gerade ĂŒppigen Spielzeit desöfteren in den Sinn gekommen.

Womit wir schlußendlich auch beim einzigen Kritikpunkt angelangt wĂ€ren. Entgegen meiner Hoffnung, gibt es hier leider keineswegs »One Hour Hell« zu vernehmen, sondern nur knappe 35 Minuten. Aber egal, denn diese sind ungemein intensiv ausgefallen, und zudem bin ich davon ĂŒberzeugt, daß mit dieser Truppe in Zukunft zu rechnen sein wird, auch wenn schon allein in der Heimat der Band geschĂ€tzte 45674 weitere Formationen am Start sind.

http://www.onehourhell.com/

jompa@onehourhell.com

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
ONE HOUR HELL im Überblick:
ONE HOUR HELL – Product Of Massmurder (Rundling)
ONE HOUR HELL – News vom 05.01.2010
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