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DYVE – Inside

UKDIVISION RECORDS (Import)

DYVE aus der Lombardei wurden im Jahr 2001 gegrĂŒndet und konnten bis zu ihrem ersten Karriere-Highlight, einem Auftritt beim renommierten "Gods Of Metal"-Festival 2003, drei Demos in Umlauf bringen. Ganz schön fleißig, die Jungs. In dieser Tonart ging es auch weiter, denn noch im selben Jahr enterten sie abermals das Studio und waren im Jahre 2005 mit ihrem ersten Longplayer »Dust Of An Age« beim heutzutage leider nur noch ganz selten mit Veröffentlichungen aufwartenden Label LUCRETIA RECORDS am Start. Zwar hat sich seit jenem, ungemein melodiösen, aber dennoch recht kraftvollen Werk hinsichtlich der Musik nicht allzu viel geĂ€ndert, aber DYVE klingen anno 2008 dennoch merklich anders. Grund dafĂŒr ist, daß der damalige SĂ€nger Andrea Capuzzi kurz nach der Veröffentlichung des Debuts der Band den RĂŒcken zukehrte und durch einen jungen Mann namens Simone Rossini ersetzt wurde.

Kraftvoll intonierter und dennoch immerzu schwer melodischer Heavy Metal in traditioneller Machart dominiert jedoch auch »Inside«, Simone jedoch verfĂŒgt bei weitem nicht ĂŒber dieselbe AusdrucksstĂ€rke wie sein VorgĂ€nger. Dadurch ist er es auch, der den Tracks im Endeffekt einiges an Power nimmt. Vor allem seine sehr hĂ€ufig zu vernehmenden Versuche, gesangstechnische Höhenbereich zu erklimmen, lassen DYVE im Endeffekt nicht unbedingt als Paradebeispiel fĂŒr perfekt intonierten Metal dieser Bauweise in die Annalen der Historie eingehen. Im Gegenteil, mitunter hofft man als Zuhörer sogar, die Jungs wĂŒrden sich vermehrt an der gemĂ€ĂŸigteren Gangart zu schaffen machen, zu der der an sich gar nicht ĂŒble, aber eben doch recht dĂŒnne und in den "Höhenlagen" der hurtig lospreschenden Songs verkrampft wirkende Gesang wesentlich besser paßt und auch besser zur Geltung kommt. An den Instrumenten machen die Jungs dagegen durch die Bank keine schlechte Figur, aber auch hinsichtlich der EinprĂ€gsamkeit ihrer Tracks besteht einigermaßen Handlungsbedarf. Auch nach mehreren DurchlĂ€ufen bleiben nĂ€mlich nur das fetzig-rockende â€șAddictionâ€č, das mit IRON MAIDEN-Harmonien durchzogene â€șStrange Feelingsâ€č und der locker-lĂ€ssige Heavy Rocker â€șBlood Desireâ€č in den Gehirnwindungen haften, wĂ€hrend man den Rest, trotz guter AnsĂ€tze, ebenso rasch wieder vergessen hat, wie die Nummern vorgetragen werden. Deshalb haben DYVE, wie schon angedeutet, ihre weiteren starken Momente in der Ballade â€șWaitingâ€č und dem atmosphĂ€risch-epischen â€șEmotions (To The Wind)â€č.

In Summe haben die Jungs zwar bestimmt kein schlechtes Album abgeliefert, doch fĂŒr den Durchbruch wird »Inside« nicht reichen. Zum einen ist der Wettbewerb in diesem Segment (und zwar nicht nur international, sondern auch in der Heimat der Burschen) verdammt groß und zum anderen mĂŒĂŸte vor allem bei den Themen "Hooks" und "Gesang" dringend nachgebessert werden.

http://www.dyveonweb.com/

info@dyveweb.com

annehmbar 7


Walter Scheurer

 
DYVE im Überblick:
DYVE – Inside (Rundling)
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