UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 37 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → NATAN – Â»Het zicht van de dood«-Review last update: 14.01.2021, 06:41:07  

last Index next

NATAN – Het zicht van de dood

IRON AGE RECORDS/CODE 7/PLASTIC HEAD MUSIC DISTRIBUTION Ltd.

Die Mischung aus Black Metal der alten Schule, folkloristischem Schwermetall und Pagan Metal der dunkelsten Version ist zumindest europaweit momentan schwer angesagt, und dementsprechend stammen auch die Bands, die sich jener Machart verschrieben haben, aus aller Herren LÀnder. Aus Genk in Belgien, oder genauer gesagt aus Flandern, stammen die Jungs von NATAN, die uns mit »Het zicht van de dood« ihr erstes Album in eben jenem Stil prÀsentieren.

Die Truppe existiert zwar erst seit 2002, kann jedoch bereits auf einige Demos, eine EP und eine Split-CD zusammen mit AUGURY aus Jordanien zurĂŒckblicken. Ein recht umtriebiger und aktiver Haufen also, mit dem wir es hier zu tun haben. Wie der Titel zu erkennen gibt, haben sich die Jungs dazu entscheiden, in FlĂ€misch vorzutragen, wodurch die Chose zwar in der Theorie einen exotischen Hauch erhĂ€lt, dieser kommt jedoch nicht wirklich zur Wirkung, da NATAN keineswegs exotisch, sondern vielmehr eindeutig nordisch unterkĂŒhlt loslegen.

Immer wieder wechseln die Musiker von einer extremen und harten Black Metal-Gangart auf atmosphĂ€rischen und getragene Passagen, lassen jedoch auch dabei immerzu eine dicke "Eisschicht" entstehen. Soll heißen, man "fröstelt" sich quasi durch die Tracks, egal in welcher Heftigkeit die Formation auch loslegt. Als Basis und Inspiration muß man hier wohl unbedingt sĂ€mtliche norwegische Großmeister des Black Metals nennen, aus deren Essenz NATAN ihren ureigenen Stil entwickelt haben. Durch das geschickte Integrieren von dezenten Progressive Metal-VersatzstĂŒcken, aber auch klassisch anmutenden Elementen wissen die Jungs ihre IntensitĂ€t noch eine Spur anzuheben, bringen ihre musikalische Eisdecke aber auch dadurch keineswegs zum Schmelzen, sondern belassen es dabei, die Wirkung ihrer harschen Tracks zu unterstĂŒtzen. Auch die teilweise regelrecht romantisch wirkenden folkloristischen Zutaten konnten gewieft in die brettharten Strukturen eingearbeitet werden. Dadurch wird fĂŒr zusĂ€tzlich GĂ€nsehaut-AtmosphĂ€re gesorgt, und die aggressiven Momente können noch besser zur Geltung kommen.

Der verwaschen klingende, ebenso fĂŒr klirrende KĂ€lte sorgende Sound tut sein ĂŒbrigens zum beeindruckenden Gesamterscheinungsbildes dieses Albums, das NATAN zu einem empfehlenswerten Act fĂŒr die "norwegische" Abteilung macht.

http://www.natanhorde.be/

jonatan@natanhorde.be

gut 10


Walter Scheurer

 
NATAN im Überblick:
NATAN – Het zicht van de dood (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Dennie Grondelaers:
GORATH (B) – News vom 27.10.2008
GORATH (B) – News vom 27.12.2009
GORATH (B) – News vom 27.12.2009
SAILLE – News vom 19.12.2011
SAILLE – News vom 07.09.2012
andere Projekte des beteiligten Musikers Jochen "JS" Schrijvers:
ABSYNTHIUM – News vom 25.04.2003
ABSYNTHIUM – News vom 28.05.2003
ABSYNTHIUM – News vom 28.05.2003
ABSYNTHIUM – News vom 03.11.2003
ABSYNTHIUM – News vom 19.11.2003
ABSYNTHIUM – News vom 30.05.2005
ABSYNTHIUM – News vom 30.05.2005
ABSYNTHIUM – News vom 02.08.2006
ABSYNTHIUM – News vom 02.08.2006
ABSYNTHIUM – News vom 04.08.2007
SIGNS OF DARKNESS – The Age Of Decay (Rundling)
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Eines der von Euch meistgelesenen Reviews im letzten Monat (Platz 10):
Button: hier