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RAVENHEART – Valley Of The Damned

TWILIGHT ZONE RECORDS/TWILIGHT

Ich habe keine Ahnung, ob es dieser Band bewußt ist, daß sie sowohl durch ihren Namen, als auch durch den Titel ihres Debutalbums den Zuhörer sofort in eine bestimmte Richtung lotst. Zumindest bei mir haben diese Schweizer Erinnerungen an DRAGONFORCE ausgelöst, schließlich war diese Multikultitruppe zu Beginn ihrer Karriere als DRAGONHEART aktiv und unter diesem Banner veröffentlichten diese Jungs vor Jahren ebenso ein Album mit dem Titel »Valley Of The Damned«, das ja in Folge dann auch das eigentliche Debut von DRAGONFORCE darstellte.

Allzu weit davon entfernt vom melodiösen Metal dieser, mittlerweile zur Institution gewordenen, Briten sind die Eidgenossen mit Dame an den Tasten auch gar nicht, allerdings sind es in erster Linie doch eher Bands wie FREEDOM CALL oder HAMMERFALL die fĂŒr ihre Tracks Pate gestanden haben dĂŒrften. Soll heißen, anstelle von ultra-speedigem Material haben wir es in erster Linie mit eher gemĂ€ĂŸigterem Metal in höchst melodischer, teilweise regelrecht "schunkeliger" Form zu tun. Ähnlich wie die letztgenannten Referenzformationen wissen auch RAVENHEART durch immerzu sehr fröhlich anmutende Songs zu gefallen und haben sich noch dazu von prominenten Namen wie Chris Bay (FREEDOM CALL) und Oliver Hartmann, sowie dem ehemaligen MORIFADE-SĂ€nger Stefan Peterson aushelfen lassen.

An sich machen die Schweizer ihre Sache bereits ganz gut, kein Wunder, wenn man sich vor Augen hĂ€lt, daß die Formation mittlerweile mehr als zehn Jahre aktiv ist. Ein herber Schicksalsschlag bremste diese Band jedoch in ihrer Karriere. Ihrem, viel zu frĂŒh aus dem Leben geschiedenen Bassisten Luca Lafranchi hat die Truppe zumindest ein musikalisches Denkmal gesetzt und ihm â€șIn Memoryâ€č gewidmet, der fĂŒr mich die Ausnahme, jener balladesken, emotional vorgetragenen Songs darstellt, da eben diese fĂŒr mich eher die Schwachstelle von RAVENHEART ausmachen. WĂ€hrend die hurtigeren Songs in Summe ganz gut beim Hörer ankommen und lediglich das Fehlen von Ecken und Kanten bemĂ€ngelt werden muß, wodurch mitunter ein wenig der Verdacht entsteht, die Tracks wĂ€ren (auch durch die sehr "geschliffen" klingende Produktion von Tommy Newton) ein wenig zu sehr glattgebĂŒgelt worden, um eventuell noch mehr an EingĂ€ngigkeit zu erlangen, ist in jenen Nummern, in denen man sich an balladeskem Material versucht, die Chose im Endeffekt sogar in die Hose gegangen. Soll heißen, beide Teile von â€șFly Awayâ€č, und auch das, von sehr gefĂŒhlvollen und imposanten Gitarrentönen eröffnete â€șTimeâ€č sind mit Pathos ĂŒberladen und machen den Eindruck, die Eidgenossen wĂ€ren geradezu in die Kitschkiste geplumpst. Dadurch offerieren RAVENHEART dabei in erster Linie verdĂ€chtig nach Schlager klingendes, musikgewordenes "Schmalz", das den durchaus positiven Gesamteindruck schmĂ€lert.

Deshalb bleiben RAVENHEART leider nicht ausschließlich positiv in Erinnerung, auch wenn vor allem die Arrangements, und der wahrlich beeindruckende Einsatz von ChorgesĂ€ngen als gelungen kommentiert werden mĂŒssen und sich dadurch einige Tracks getrost mit den genannten Referenzformationen messen lassen können. Um international durchzustarten gibt es also noch reichlich zu tun fĂŒr diese Band, die ziemlich klar definierte Zielgruppe sollte »Valley Of The Damned« aber dennoch ins Herz schließen.

http://www.ravenheart.ch/

roger@ravenheart.ch

ordentlich 8


Walter Scheurer

 
RAVENHEART im Überblick:
RAVENHEART – Valley Of The Damned (Rundling)
RAVENHEART – News vom 03.02.2009
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