UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 37 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → CRYSTALMOORS – Â»Antiqvam exqvirite matrem«-Review last update: 05.11.2020, 18:45:40  

last Index next

CRYSTALMOORS – Antiqvam exqvirite matrem

BLOOD FIRE DEATH PRODUCTIONS/TWILIGHT

Als "Cantabrian Pagan Metal" bezeichnen diese Herrschaften ihre Musik und lassen dabei natĂŒrlich hoffen, daß sie ihre Herkunft Kantabrien (Spanien) auch in ihrer Musik zur Schau stellen wĂŒrden. Das wĂ€re nĂ€mlich in der Tat etwas Interessantes gewesen, denn sĂŒdlĂ€ndische EinflĂŒsse und Elemente sind im Metal viel zu selten zu finden. Doch leider klingt die Chose im Endeffekt nur nach durchschnittlich originellem und ebenso ausgefĂŒhrtem Pagan/Death Metal. Das Sextett ist zwar bereits seit fast 15 Jahren aktiv und zumindest in der Heimat auch bereits ĂŒber den Underground hinaus bekannt, mir waren die Jungs bis vor kurzer Zeit aber noch gĂ€nzlich unbekannt. Auch wenn Pagan Metal, um es einmal salopp zu formulieren, hierzulande regelrecht im Trend liegt, zumindest aber schwer angesagt ist und Formationen aller Herren LĂ€nder ihre Kunstwerke ganz gut unters Volk bringen können, werden sich CRYSTAL MOORS schwer tun, das auch zu schaffen.

Ihr Todesmörtel, fĂŒr den wohl in erster Linie Bands vom Schlage AMON AMARTH Pate stehen dĂŒrften, kommt nĂ€mlich im hurtigem Vortrag nicht ausreichend mĂ€chtig aus den Boxen um auch fĂŒr Druck zu erzeugen und auch die verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig zahlreichen Midtempo-Passagen reizen das Ohr nur unwesentlich stĂ€rker, da hierbei von "Dampframmen-Feeling" ebenso nicht viel zu vernehmen ist.

Durch sphĂ€rische Keyboard-KlĂ€nge wird den Tracks zumindest teilweise ein gewisser epischer Anstrich verliehen, was schlußendlich auch zu gefallen weiß und obendrein auch fĂŒr Abwechslung sorgt. Aber die eigentlich erhoffte OriginalitĂ€t durch Verwendung traditioneller, einheimischer Instrumente oder gar Melodien ist hier ĂŒberhaupt nicht vorhanden. Lediglich in kurzen Zwischenspielen kommen Flöten und Ă€hnliche Blasinstrumente zum Einsatz, was ja lĂ€ngst nicht mehr innovativ oder originell ist. Auch die Gesangstimme von Uruksoth ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei und klingt ĂŒber die gesamte Spielzeit recht monoton.

»Antiqvam exqvirite matrem« wird wohl nicht unbedingt reißenden Absatz finden, sondern viel eher als eines von vielen Pagan Metal-Werken in Erinnerung bleiben, von denen die Szene mittlerweile ĂŒberflutet zu werden droht.

http://www.crystalmoors-clan.com/

crystalmoors@ono.com

annehmbar 6


Walter Scheurer

 
CRYSTALMOORS im Überblick:
CRYSTALMOORS – Antiqvam exqvirite matrem (Rundling)
© 1989-2020 Underground Empire


last Index next

Ein geniales, superwitziges Buch, das jeder Metaller kennen muß!
Button: hier