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THARAPHITA – Iidsetel sünkjatel radadel

NAILBOARD RECORDS (Import)

Bei dieser Band herrscht wohl zunächst Exotenalarm, denn dieses estnische Quintett hat sämtliche Texte ihres aktuellen Albums »Iidsetel sünkjatel radadel« in der Muttersprache anzubieten. Weniger exotisch, weil mittlerweile fast schon an der Tagesordnung, mutet dagegen die Musik der Esten an. Roher Metal mit feiner dunkelschwarzer Legierung, dazu heidnisch orientierte Texte und im nebeligen Wald posende, böse dreinblickende Gestalten. Was auf den Hörer zukommt, kann sich dieser wohl innerhalb kurzer Zeit selbst ausmalen, denn man bekommt das was man dementsprechend auch erwarten darf.

Das Quintett macht musikalisch aber auch kein Hehl aus Vorlieben für harsch aufspielende Metal-Formationen jedweder Art und kommt mit recht aggressiven Tracks in dynamischer Variante aus dem Kreuz. Sänger Ank verfügt über ein bissiges Rauhkehlchen, das hervorragend zum Gesamterscheinungsbild der Band paßt. Der Pagan Metal von THARAPHITA weißt aber obendrein auch noch herrlich abgefahrene Passagen auf, während auf folkloristische Anleihen dagegen verzichtet wurde. Von daher bleibt es auch einzig bei der Vortragssprache, der diese Band als "Exoten" dastehen läßt. Die estnische Sprache scheint recht unmelodisch zu sein, dürfte aber bei THARAPHITA die ideale Auswahl gewesen sein, um sich von den zahlreichen Mitbewerbern abzuheben.

Da auch nicht auf etwaige Schunkel-Melodien zurückgegriffen wird, sondern Metal in purer Form dieses Album regiert, sollte der Metaller an dieser estnischen Abordnung sehr wohl Gefallen finden können.

http://www.metal.ee/tharaphita

kaido.haavandi@mail.ee

gut 11


Walter Scheurer

 
THARAPHITA im Überblick:
THARAPHITA – Iidsetel sünkjatel radadel (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Kaido "Draconic" Haavandi:
KANTOR VOY – Headswitch (Do It Yourself)
LOITS – Must Album (Rundling)
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