UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 37 → Review-├ťberblick → Do It Yourself-Review-├ťberblick → CYNICISM – ┬╗A Taste Of Hate┬ź-Review last update: 05.11.2020, 18:45:40  

last Index next

CYNICISM

A Taste Of Hate

(12-Song-CD-R: Gratis-Download)

Vor drei Jahren offerierte ein gewisser "Lindwurm" aus Erlangen zum ersten Mal seine musikalische Intention in Form von ┬╗The Path Of Self-Sacrificing Destruction┬ź, der ersten Ver├Âffentlichung unter seinem Soloprojektnamen CYNICISM. Die Reaktionen darauf waren allesamt recht vielversprechend, zumal der Kerl mit seinen d├╝steren, irgendwo im Grenzbereich zwischen Gothic, Doom und Death Metal anzusiedelnden Sounds in der Tat zu beeindrucken wu├čte. Aber nicht nur seitens der Presse war die Resonanz positiv, auch Fans konnte der junge Mann, der nunmehr unter dem Namen S. agiert, damit gewinnen, und das nicht nur deshalb, weil er besagtes Werk seit dem Erscheinungsdatum als kostenlosen Download auf seiner Webpr├Ąsenz zur Verf├╝gung gestellt hat. Seiner "Erfolgsformel" versucht S. nun auch mit seinem zweiten Album ┬╗A Taste Of Hate┬ź treuzubleiben und zumindest hinsichtlich seiner "Gesch├Ąftst├╝chtigkeit" kann dem guten Mann nur gratuliert werden, denn er hat es sich erneut nicht nehmen lassen, allen Interessenten sein musikalisches Werk und Wirken ohne Unkostenbeitrag zur Verf├╝gung zu stellen. Kurz: ┬╗A Taste Of Hate┬ź ist ebenso kostenlos ├╝ber die Webpage von CYNICISM zu beziehen und sollte nicht nur deshalb erneut daf├╝r sorgen, da├č S. zu Schlagzeilen kommt.

Im Vergleich zum Debut hat der Musiker, K├╝nstler, Multiinstrumentalist und Texter nunmehr offenbar eher heftigere Themenkreise vorgenommen und offeriert uns nun seine musikalisch umgesetzten Gedanken zu Themen wie Ha├č, Wut und Trauer. Dementsprechend variabel klingt ┬╗A Taste Of Hate┬ź im Endeffekt auch. Der Mix des Vorg├Ąngers kommt aber regelrecht runderneuert und zudem um Anleihen aus dem eher traditionellen harten Metal und dem Thrash Metal erweitert aus den Boxen und hat nicht zuletzt durch den durchdringenden Gesang des Meisters auch an Intensit├Ąt zugelegt. Tempo, Heftigkeit und H├Ąrtegrad wechseln ebenso wie die in den lyrischen Erg├╝ssen transportierten Emotionen, die S. im Sinne eines Seelenstriptease an den Zuh├Ârer zu bringen versucht ist. Zudem beweist S. auch noch Geschmack und offeriert eine unterhaltsame Coverversion von ÔÇ║Twist In My SobrietyÔÇ╣, das schon im Original von Tanita Tikaram einst (1988) so manchen Banger ├╝ber den Tellerrand lauschen hat lassen. Die CYNICSM-Version kann sich jedenfalls h├Âren lassen und pa├čt auch hinsichtlich der Stimmung gut in das Gesamtkonzept des Albums, auch wenn der Refrain dann doch ein klein wenig zu feuchtfr├Âhlich-punkig ausgefallen ist. Zwar fehlt diese Nummer auf der mir vorliegenden Promo-Version (und somit auch bei meiner Angabe der Songtitel), aber im Sinne des Erfinders war ich so frei und habe mich auf der Website des K├╝nstlers bedient.

Zumindest bei mir hat es S. geschafft, seine Emotionen anzubringen, denn ┬╗A Taste Of Hate┬ź ist meiner Meinung nach ein schlichtweg ergreifendes, spieltechnisch ├╝ber jeden Zweifel erhabenes (einzig die mitunter fast schauderhaft quiekenden Keyboards d├╝rfte S. beim n├Ąchsten Mal gerne weglassen) und zudem ungemein tiefsch├╝rfendes Werk geworden, das durch sehr variantenreichen Vortrag imponiert und ein Wechselbad der Gef├╝hle auszul├Âsen imstande ist.

http://www.cynicism.de/

lindwurm@cynicism.de

Emotionen ohne Unkostenbeitrag


Walter Scheurer

 
CYNICISM im ├ťberblick:
CYNICISM – A Taste Of Hate (Do It Yourself)
andere Projekte des beteiligten Musikers Sebastian "The Lindwurm" Moser:
SHAPESHIFT – ONLINE EMPIRE 45-"Known'n'new"-Artikel
┬ę 1989-2020 Underground Empire



last Index next

Bands! Interested in a review? Send your promopackage containing CD and info to the editorial office. Adress & infos
Button: hier