UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 35 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → INZANE – Â»Blood Red Death Machinery«-Review last update: 31.07.2021, 21:37:13  

last Index next
INZANE-CD-Cover

INZANE

Blood Red Death Machinery

(5-Song-CD-R: € 10,-)

Der Anblick des Covers von »Blood Red Death Machinery« lĂ€ĂŸt zunĂ€chst auf eher kĂŒnstlerisch anspruchsvolles Songmaterial hoffen, denn der aus Rheinland-Pfalz stammende FĂŒnfer INZANE schmĂŒckt sein aus dem letzten Jahr stammendes Demo mit "The Triumph Of Death" von Pieter Brueghel. Zwar ist diese Idee nicht mehr ganz neu, aber immer wieder schön und meiner Meinung nach auch perfekt zu brutalen KlĂ€ngen jedweder Art passend. Von "kunstvollen" KlĂ€ngen im Sinne von progressiven Soundkaskaden oder dergleichen sind die Herrschaften nebst Dame an der Klampfe zwar verdammt weit entfernt, doch wenn wir von brutaler, anspruchsvoller und intensiver Musik sprechen, sind wir mitten im Geschehen. Das Quintett hat nĂ€mlich einen wahrlich fiesen Bastard aus Black Metal der extremen Art, Grindcore der klassischen Bauweise und reichlich technisch anspruchsvollem Death Metal anzubieten. Abgefahrene Gitarrenparts und unzĂ€hlige nackenstrapazierende Breaks sind trotz mitunter arg ruppig angelegten Grind-Passagen in der Überzahl und lassen die Melange perfekt in ihrer IntensitĂ€t wirken. Zudem wissen INZANE immer wieder sehr gekonnt, fĂŒr Auflockerung und Abwechslung zu sorgen und haben ihre Songs mit sehr mannigfaltigen Strukturen ausgestattet. Im Titeltrack beispielsweise folgt nach einem brachialen Midtempo-Part ein kurzes akustisches Intermezzo, das auch von den alten METALLICA stammen könnte, ehe es in deftiger Grind-Manier weitergeht und im finalen â€șUnleashing Vengeanceâ€č geben sich Old School-Death Metal und modernes Riffing die Klinke in die Hand und lassen diese Nummer zu einer, fĂŒr derlei brachial intonierte Musik zwar ĂŒberlang wirkende, aber dennoch keineswegs langweiligen gedeihen.

Über sieben Minuten Laufzeit fĂŒr einen einzigen Song ist in diesem Genre wahrlich nicht alltĂ€glich, vor allem dann nicht, wenn die Nummer trotz unterschiedlicher Anteile dermaßen homogen aus den Boxen donnert. Dem Bonustrack â€ș13â€č ist zum Abschluß dann noch anzumerken, daß diese Art von Musik in der Weise, wie sie uns von INZANE dargeboten wird, sehr wohl bĂŒhnentauglich ist und zwar ohne, daß die Band auf etwaige Maskeraden zurĂŒckgreifen mĂŒĂŸte.

http://www.inzane-metal.de/

info@inzane-metal.de

derb und brachial, aber doch livetauglich


Walter Scheurer

 
INZANE im Überblick:
INZANE – Blood Red Death Machinery (Do It Yourself)
© 1989-2021 Underground Empire



last Index next

Einen Schuß ins Blaue wagen? Zu einer zufĂ€lligen Story geht's...
Button: hier