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  UE-Home → History → Online Empire 35 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → DEAD EPISODE – »Dead Episode«-Review last update: 03.02.2023, 18:16:54  

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DEAD EPISODE

Dead Episode

(5-Song-CD-R: € 5,-)

Selten brachte ein Songtitel die stilistische Ausführung dermaßen treffend auf den Punkt wie ›Coexistance‹, der Opener dieser EP. Das aus dem Großraum Dortmund stammende Quartett DEAD EPISODE offeriert uns auf ihrer ersten Scheiblette nämlich fünf Songs, die allesamt beweisen, daß melodischer Death Metal der modernen Art, Todesmetall mit Traditionsanspruch und Thrash Metal der alten Schule in dermaßen trauter Einheit nebeneinander existieren können, daß man sich schon sehr intensiv mit der Mucke der Truppe befassen muß und diese anschließend regelrecht zerpflücken muß, um einzelne Inspirationshilfen dingfest machen zu können. Von ihren Machern sind diese Klänge nämlich zu einer sehr homogenen und dadurch auch recht eigenständig klingenden Melange vermengt worden, daß daraus nicht nur eine sehr schmackhafte, sondern auch ungemein mannigfaltige Mixtur entstanden ist. Immer wieder wechseln die Jungs, die hier in Summe einen mehr als nur passablen Einstand abliefern, das Tempo und auch den Heftigkeitsgrad, wodurch ein sehr kurzweiliges Hörvergnügen entstanden ist. Livetauglich scheinen die Tracks ebenso zu sein und zumindest in ihrer Umgebung konnten sich DEAD EPISODE bereits als Live-Act etablieren, wie einige Berichte aus der Regionalpresse auf der Webpräsenz der Truppe belegen.

Während der bereits erwähnte Opener noch recht ruppig und harsch, im eher Stockholm-getünchten Todesmetall-Style aus den Boxen ballert, folgt mit ›Flames Run Close‹ ein recht massiver Querverweis gen Göteborg - ein Schelm wer angesichts des Titels Böses denkt. In ›The Dead Side‹ lassen die Burschen dann gitarrenharmonisch zunächst eher an alte Heroen der Szene denken, bevor Sänger Johann Rogalski hier versucht, ebenso variantenreich wie seine klampfenden Kollegen zu klingen. An sich gelingt ihm das auch, allerdings kommt er mit seinem deftigen Kreischgesang um Welten besser zur Geltung als mit seiner nicht wirklich imposanten klaren Ausführung. Mit dem satten Thrash Metal-infiltrierten ›Dying Dreams‹ lassen DEAD EPISODE dann erneut eher an traditionelle Brachial-Metal-Klänge denken, schaffen es aber sehr wohl, auch diesen Track durch zeitgemäße Riffs in die "skandinavische Moderne" zu bugsieren. Durch ein akustisches Gitarren-Intermezzo erhält diese Nummer sogar einen dezent progressiven Anstrich. Das Finale leiten die Westfalen zunächst mit gefühlvoll dargebotenen Klängen in ›Winter Nights‹ ein. Durch allmählich gesteigertes und in Folge immer wieder wechselndes Tempo und durch Aushilfe von einem Mädel namens Kathrin Deter am Mikro gedeiht dieser Abschlußtrack zu einer sehr gelungenen, ungemein melodiösen und eingängigen Metal-Nummer, die aber dennoch mit schwer aggressiven Parts ausgestattet wurde und eine weitere Facette im umfangreichen Gesamtklangbild von DEAD EPISODE aufzeigt.

An Abwechslung mangelt es also definitiv nicht und wenn die wenigen gesangstechnischen Kleinigkeiten bis zum ersten Langeisen ausgemerzt sein sollten, wird es für DEAD EPISODE auf der Erfolgsleiter steil nach oben gehen.

http://www.dead-episode.de/

Weihnachtsmarc@web.de

traute Eintracht


Walter Scheurer

 
DEAD EPISODE im Überblick:
DEAD EPISODE – Dead Episode (Do It Yourself-Review von 2008 aus Online Empire 35)
DEAD EPISODE – Symposium Of Death (Do It Yourself-Review von 2010 aus Online Empire 44)
DEAD EPISODE – News vom 18.10.2008
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