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  UE-Home → History → Online Empire 35 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → DEAD EPISODE – Â»Dead Episode«-Review last update: 05.11.2020, 18:45:40  

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DEAD EPISODE

Dead Episode

(5-Song-CD-R: € 5,-)

Selten brachte ein Songtitel die stilistische AusfĂŒhrung dermaßen treffend auf den Punkt wie â€șCoexistanceâ€č, der Opener dieser EP. Das aus dem Großraum Dortmund stammende Quartett DEAD EPISODE offeriert uns auf ihrer ersten Scheiblette nĂ€mlich fĂŒnf Songs, die allesamt beweisen, daß melodischer Death Metal der modernen Art, Todesmetall mit Traditionsanspruch und Thrash Metal der alten Schule in dermaßen trauter Einheit nebeneinander existieren können, daß man sich schon sehr intensiv mit der Mucke der Truppe befassen muß und diese anschließend regelrecht zerpflĂŒcken muß, um einzelne Inspirationshilfen dingfest machen zu können. Von ihren Machern sind diese KlĂ€nge nĂ€mlich zu einer sehr homogenen und dadurch auch recht eigenstĂ€ndig klingenden Melange vermengt worden, daß daraus nicht nur eine sehr schmackhafte, sondern auch ungemein mannigfaltige Mixtur entstanden ist. Immer wieder wechseln die Jungs, die hier in Summe einen mehr als nur passablen Einstand abliefern, das Tempo und auch den Heftigkeitsgrad, wodurch ein sehr kurzweiliges HörvergnĂŒgen entstanden ist. Livetauglich scheinen die Tracks ebenso zu sein und zumindest in ihrer Umgebung konnten sich DEAD EPISODE bereits als Live-Act etablieren, wie einige Berichte aus der Regionalpresse auf der WebprĂ€senz der Truppe belegen.

WĂ€hrend der bereits erwĂ€hnte Opener noch recht ruppig und harsch, im eher Stockholm-getĂŒnchten Todesmetall-Style aus den Boxen ballert, folgt mit â€șFlames Run Closeâ€č ein recht massiver Querverweis gen Göteborg - ein Schelm wer angesichts des Titels Böses denkt. In â€șThe Dead Sideâ€č lassen die Burschen dann gitarrenharmonisch zunĂ€chst eher an alte Heroen der Szene denken, bevor SĂ€nger Johann Rogalski hier versucht, ebenso variantenreich wie seine klampfenden Kollegen zu klingen. An sich gelingt ihm das auch, allerdings kommt er mit seinem deftigen Kreischgesang um Welten besser zur Geltung als mit seiner nicht wirklich imposanten klaren AusfĂŒhrung. Mit dem satten Thrash Metal-infiltrierten â€șDying Dreamsâ€č lassen DEAD EPISODE dann erneut eher an traditionelle Brachial-Metal-KlĂ€nge denken, schaffen es aber sehr wohl, auch diesen Track durch zeitgemĂ€ĂŸe Riffs in die "skandinavische Moderne" zu bugsieren. Durch ein akustisches Gitarren-Intermezzo erhĂ€lt diese Nummer sogar einen dezent progressiven Anstrich. Das Finale leiten die Westfalen zunĂ€chst mit gefĂŒhlvoll dargebotenen KlĂ€ngen in â€șWinter Nightsâ€č ein. Durch allmĂ€hlich gesteigertes und in Folge immer wieder wechselndes Tempo und durch Aushilfe von einem MĂ€del namens Kathrin Deter am Mikro gedeiht dieser Abschlußtrack zu einer sehr gelungenen, ungemein melodiösen und eingĂ€ngigen Metal-Nummer, die aber dennoch mit schwer aggressiven Parts ausgestattet wurde und eine weitere Facette im umfangreichen Gesamtklangbild von DEAD EPISODE aufzeigt.

An Abwechslung mangelt es also definitiv nicht und wenn die wenigen gesangstechnischen Kleinigkeiten bis zum ersten Langeisen ausgemerzt sein sollten, wird es fĂŒr DEAD EPISODE auf der Erfolgsleiter steil nach oben gehen.

http://www.dead-episode.de/

Weihnachtsmarc@web.de

traute Eintracht


Walter Scheurer

 
DEAD EPISODE im Überblick:
DEAD EPISODE – Dead Episode (Do It Yourself)
DEAD EPISODE – Symposium Of Death (Do It Yourself)
DEAD EPISODE – News vom 18.10.2008
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