UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 35 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → LOWER HELL – Â»Asphxia«-Review last update: 14.01.2021, 06:41:07  

last Index next

LOWER HELL

Asphxia

(7-Song-CD-R: € 9,- plus Porto & Verpackung)

Auch wenn man zunĂ€chst aufgrund des Bandnamens, durch den Schriftzug und auch wegen des Covers eher etwas Stoner Rock/Doom-mĂ€ĂŸiges erwarten könnte, lĂ€ĂŸt die Manifestierung des von der Band vorgegeben Stils "Melodic Death Metal" nicht lange auf sich warten. Nach einem stilistisch neutralen Intro geht es mit â€șAlchemy Academyâ€č dermaßen los, daß man der Meinung sein könnte, ein irgendwo in Göteborg vergessengeglaubtes Demo zu hören, das aus unerklĂ€rlichen GrĂŒnden plötzlich an die Öffentlichkeit getreten ist. Aber nicht irgendeines, sondern ein solches, das den "Verursachern" sofort einen Deal an Land einbringen mĂŒĂŸte, schließlich hat besagte Nummer alles, was man von hochwertigem, melodischem Death Metal erwartet. Verantwortlich fĂŒr dieses herrliche StĂŒck Metal sind die sĂŒddeutschen LOWER HELL, die einst im Jahre 2004 unter dem Namen LIES BEHIND THE SMILE das Unternehmen starteten. Nach ersten Gehversuchen in der Szene durch SamplerbeitrĂ€ge folgte auch noch in diesem Stadium die Feuertaufe auf der BĂŒhne, und so konnten die Musiker schon damals erste Live-Erfahrung sammeln. Ebenso mußte die Band in jener Zeit aber auch die fĂŒr junge Formationen obligatorischen Umbesetzungen in Kauf nehmen. ZunĂ€chst war die Truppe noch als Quartett unterwegs, doch im Laufe der Zeit wurde mit "Bloodlust Joe" ein Bassist ins GefĂŒge integriert, damit sich Sven Busam fortan nur noch um die GesangsbeitrĂ€ge zu kĂŒmmern brauchte. Eine im Endeffekt gute Entscheidung, wie anhand des vorliegenden Silberlings nachzuvollziehen ist. Da der ursprĂŒngliche Bandname aber nicht mehr wirklich zum Stil der Band paßte, nennt sich der FĂŒnfer, der sich mit Haut und Haar dem schwedischen Melodic Death Metal verschrieben hat, nun also LOWER HELL. Der Titeltrack bestĂ€rkt mich in dieser Meinung, daß es die Band nicht abstreiten kann, auch vom Thrash Metal in traditioneller Form beeinflußt worden zu sein. Das zunĂ€chst von sphĂ€rischen Akustikgitarren getragene â€șLip Glossâ€č lĂ€ĂŸt dann hinsichtlich des Hitpotentials an die momentan angesagten GrĂ¶ĂŸen des Melodic Death Metal denken, und noch ehe man sich hĂ€nderingend nach der Repeat-Taste umsehen kann, folgt mit dem Brecher â€șDon't Let Me Downâ€č ein weiterer Hammer vor dem Herrn. Tun wird auch mit Sicherheit nicht Jungs, viel eher knien wir ehrfĂŒrchtig vor den Boxen, das muß uns sehr wohl erlaubt sein, denn auch das getragen eingeleitete â€șBeloved Murderâ€č, das in Folge zu einem monströsen Groover gedeiht, animiert dazu. Zur Beruhigung der GemĂŒter gibt es zum Abschluß dann dezent balladesken Stoff in Form des Beginns von â€șTo Your Ashâ€č. Diese Nummer kommt zunĂ€chst gefĂŒhlvoll und tiefschĂŒrfend daher, ehe die Jungs aber erneut Fahrt aufnehmen und noch einmal beweisen, daß sie auch mit derlei, in Summe dennoch eher dezenten KlĂ€ngen, die zwar nicht unbedingt ins Gesamtkonzept zu passen scheinen, aber dennoch als gelungen zu bezeichnen sind, ĂŒberzeugen können.

Melodischer Death Metal, der schwedisch klingt und verdammt gelungen ist, muß nicht zwingend aus dem Drei-Kronen-Land kommen, wie LOWER HELL eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben.

http://www.lowerhell.de/

contact@lowerhell.de

schwÀbische Schweden


Walter Scheurer

 
LOWER HELL im Überblick:
LOWER HELL – Asphxia (Do It Yourself)
© 1989-2021 Underground Empire



last Index next

Alexi Laiho verstirbt zum Jahreswechsel 2020/2021. Mehr dazu in den...
Button: News