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BLOOD STAINED

III - Sic transit gloria mundi

(13-Song-CD-R: ‚ā¨ 10,-)

In der Vergangenheit ist diese Formation aus dem ober√∂sterreichischen Alberndorf bereits mehrfach mit den griechischen JAG PANZER-Fetischisten gleichen Namens - aber ohne das Leerzeichen zwischen beiden Namensbestandteilen - verwechselt worden. Auch der Autor dieser Zeilen ist einst Opfer eines solchen Trugschlusses geworden, allerdings mu√ü auch erw√§hnt werden, da√ü beide Bands neben dem Namen auch eine unverkennbare Vorliebe f√ľr Heavy Metal in traditioneller Form vorzuweisen haben. Auf ¬ĽIII - Sic transit gloria mundi¬ę l√§√üt uns das zwischenzeitlich ein klein wenig auf Eis gelegte, nunmehr aber erneut ambitioniert aufspielende Trio aus dem M√ľhlviertel wissen, da√ü sie es sich offenbar zum Ziel gemacht haben, den Heavy Metal in seiner urspr√ľnglichen Version in einem modernen Klanggewand zu pr√§sentieren. Dabei macht der Dreier, der im Moment aus Phil van der Kill (Gesang), Jack Power (Gitarre, Keyboards, und Programming), sowie Duke Diamond II. (Ba√ü) besteht, durchaus beachtliche Figur. Hinsichtlich der "Modernit√§t" braucht man sich keineswegs √ľber etwaige musikalische Trends den Kopf zu zerbrechen, hier ist lediglich gemeint, da√ü die Jungs in Eigenregie einen amtlichen und zeitgem√§√üen Sound auf Tondokument verewigt haben.

Hinsichtlich der Heftigkeit, aber auch der Melodik, die in ihren durch die Bank gelungenen Tracks enthalten sind, lassen uns BLOOD STAINED wissen, da√ü als ihre Vorbilder, neben den "√ľbliche Verd√§chtigen" wie IRON MAIDEN oder JUDAS PRIEST und Konsorten, in erster Linie MANOWAR zu nennen sind. Vor allem in den bombastischen, getragenen und mit Pathos infiltrierten Passagen lassen sich die "Kings Of Metal" definitiv nicht verleugnen, auch wenn noch deutliche Klassenunterschiede festzustellen sind. Ein weiterer Hinweis auf die Zugeh√∂rigkeit zur alten Schule des Metals ist der Umstand, da√ü BLOOD STAINED ihre Tracklist in "Side A" und "Side B" gegliedert haben, eine Vinyl-Version f√ľr Liebhaber w√§re zwar Kult, w√ľrde aber wohl h√∂chstens den Kreditabteilungen der √∂rtlichen Banken etwas bringen.

An Ideen mangelt es den Jungs ebensowenig wie an Variabilit√§t: Die Songs beinhalten Uptempo-Passagen ebenso wie gef√ľhlvoll intonierte, balladeske Momente, aber dennoch ist hier definitiv nicht alles in Butter. Das eigentliche Manko ist kurz gesagt der Gesang von Phil, der es sich nicht nehmen l√§√üt, so klingen zu wollen wie zahlreiche Barden in diesem Business. Jedes Mal, wenn Phil versucht, H√∂henbereiche zu erklimmen, f√ľhlt man sich regelrecht dazu gezwungen, den Knaben zu stoppen und herunterzuholen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Seine Singstimme klingt n√§mlich gar nicht einmal schlecht, derlei "Ausbr√ľche" gen Firmament w√§ren nicht wirklich n√∂tig gewesen und tr√ľben dadurch den an sich positiven Gesamteindruck.

Allerdings mu√ü sehr wohl erw√§hnt werden, da√ü sein Gesang live wesentlich "satter" r√ľberkommt und das auch, wenn Phil sich um "H√∂henlagen" bem√ľht, wie die beiden Bonustracks, bei denen es sich um Live-Aufnahmen aus dem "Posthof" zu Linz im Jahre 2006 handelt, beweisen.

http://myspace.com/bloodstained_band

bodenständig, aber Schwächen in den Höhenlagen


Walter Scheurer

 
BLOOD STAINED im √úberblick:
BLOOD STAINED – III - Sic transit gloria mundi (Do It Yourself)
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