UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 34 → Review-Ăśberblick → Do It Yourself-Review-Ăśberblick → DIEVOTION – Â»I Exist In You«-Review last update: 14.01.2021, 06:41:07  

last Index next

DIEVOTION

I Exist In You

(4-Song-CD-R: € 8,-)

Hinter DIEVOTION, einer im Jänner 2006 ins Leben gerufenen Band, verbergen sich die Herren Tino (Gitarre, Gesang und Keyboards), der bereits als Sessionmusiker für THE VISION BLEAK aktiv war, der ehemalige EISREGEN-Mann Kendy der Klampfe, sowie FARSOT-Basser Tobias und Drummer Oliver.

Im Laufe des letzten Jahres begannen, die Jungs ihre ersten Kompositionen aufzunehmen und diese liegen nun in Form von »I Exist In You« vor. Vier Tracks umfaßt dieses Werk, die stilistisch nicht ganz so einfach zuzuordnen sind. Zwar ist es in erster Linie melodiöser, sehr melancholischer und dunkler Rock mit zahlreichen Verbeugungen gen Suomi, den uns das Quartett zu offerieren hat, doch vor allem gesangstechnisch lassen sich immer wieder schwer aggressive Elemente ausmachen, keift sich Tino doch mitunter in bester Schwarzwurzel-Manier durch die Texte. Dieser latenten Aggressivität stehen wahrlich ohrenschmeichelnde Melodien gegenüber, die »I Exist In You« zu einem sehr kurzweiligen Hörerlebnis gedeihen lassen. Auch wenn mich das Intro zum Opener ›Virus‹ mit eigenartigen technoiden Klängen eher abschreckt als dazu animiert, mich mit der Truppe zu beschäftigen, belehren mich die Jungs schon mit dem eigentlichen Song eines Besseren: Diese Nummer geht nämlich nicht nur gut ins Ohr, sondern vermag generell zu begeistern und läßt sich aus dem Langzeitgedächtnis nur schwer wieder entfernen.

Der Eröffnungstrack erweist sich in Folge auch als die heftigste aller Nummern, das elektronisch-experimentell angehauchte, auf einem gewöhnungsbedürftigen Beat basierende ›Adrenalin‹ will mir trotz Mega-Refrain weniger reinlaufen, doch mit dem extrem "finnischen" ›Both In You‹, das mich an eine ganz besondere Konstellation erinnert, sind DIEVOTION wieder dick da und durch die erneut genial eingestreuten Kreischgesänge auch in schwermetallischer Ausführung. Um sich ein Bild machen zu können, stelle man sich vor, HIM würden auf SENTENCED treffen und zusammen gothische Rocknummern spielen, ohne die Trademarks beider Bands zu vernachlässigen. Mit ›The Life‹, das mich an THE MISSION auf einem Exkurs in den harten Rock erinnert, beenden die vier Jungs ihre erste Vorstellung, die auf weitere Taten hoffen läßt, auch wenn meinereiner auf das elektronische Gedöns zur Gänze verzichten könnte.

http://www.dievotion.com/

melancholische Melodien


Walter Scheurer

 
DIEVOTION im Ăśberblick:
DIEVOTION – I Exist In You (Do It Yourself)
© 1989-2021 Underground Empire



last Index next

Alexi Laiho verstirbt zum Jahreswechsel 2020/2021. Mehr dazu in den...
Button: News