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DEVILLE – Come Heavy Sleep

BUZZVILLE RECORDS/SOULFOOD

Zum ersten Mal traten dieses Schweden im Jahre 2005 in Erscheinung, als ihr Songmaterial zusammen mit Tracks von SERGEJ THE FREAK auf einer Split-CD ĂŒber DAREDEVIL RECORDS in Umlauf gebracht wurde. Davon beeindruckt war man auch in Belgien, denn bald darauf erhielten DEVILLE einen Vertrag beim dort ansĂ€ssigen Label BUZZVILLE, das sich ja schon seit langer Zeit auf harten Rock spezialisiert hat und mit DEVILLE nun ein weiteres Exemplar dementsprechender KlĂ€nge im Köcher hat. Das Quartett offeriert uns auf »Come Heavy Sleep«, dem Debutalbum, das ursprĂŒnglich als EP gedacht war, aufgrund der Dichte an gelungenen Tracks aber "gewachsen" ist, insgesamt elf Songs (zuzĂŒglich â€șIntroâ€č und â€șOutroâ€č, die aber nicht wirklich als "Songs" gewertet werden sollten), welche die heimischen Boxen zum Qualmen bringen werden. Basierend auf Stoner Rock der heftigeren Machart lassen uns die Schweden immer wieder an der mitunter recht dĂŒsteren AusfĂŒhrung ihrer Kompositionen teilhaben, daß man meint, die Jungs hĂ€tten tatsĂ€chlich vor, die musikalische BrĂŒcke zwischen Stoner Rock und Doom einer "Generalsanierung" zu unterziehen. Soll heißen, DEVILLE schaffen es problemlos, Anleihen beider Subgenres in ihren Songs zu integrieren und liefern ein verdammt gelungenes Ergebnis ab. Gitarrentechnisch lassen Martin Hambitzer und sein Kollege Andreas Bengtsson, der auch fĂŒr den Gesang sorgt, die Klampfen mĂ€chtig rauchen, fabrizieren herrliches Geknarze, haben aber auch feinstes Riffing im Stile der Heroen der alten Generation auf diesem Gebiet zu bieten und machen kein Hehl aus ihre Vorliebe fĂŒr Bands wie KYUSS, TROUBLE, aber auch THE OBSSESSED. Vor allem die immer wieder eingestreuten melancholischen Passagen werden dem Doomster, der ansonsten Stoner-Bands nicht unbedingt zu seinen Faves zĂ€hlt, hellhörig werden lassen, denn DEVILLE wissen diesbezĂŒglich zu gefallen. Auch gesangstechnisch kann Andreas mit seiner recht rĂ€udig wirkenden Stimme imponieren, vor allem aber paßt er sich der mitunter "dunkelgrauen" Stimmung der Songs perfekt an, wie beispielsweise im Titelsongs nachzuhören ist. Die Herrschaften wissen aber auch gesangsfrei zu beeindrucken und lassen mit â€șBlack Dawnâ€č ein "wĂŒstentaugliches" Instrumental vom Stapel, das gut in die immer sehr groovig tönende Melange paßt. â€șStillbornâ€č enthĂ€lt zudem auch AnklĂ€nge an 70er-Hard Rock, wĂ€hrend man in â€șEarthburnâ€č feinsten, raunzenden Blues geboten bekommt, wie er uns ebenfalls schon anno dunnemals um die Ohren gepfiffen wurde. Die vor dem magischen Auge des Zuhörers entstandenen Rauchschwaden verdichten sich mit Fortdauer der Spielzeit zunehmend und werden von der Truppe in â€șInto The Smokeâ€č sprichwörtlich zelebriert. In Summe ist »Come Heavy Sleep« ein wirklich gelungenes, mitunter recht heftiges und in erster Linie sehr intensives Album geworden, das in â€șRise Aboveâ€č seinen Höhepunkt findet. Ein Schelm, wer diesen Titel als Wink in Richtung des gleichnamigen Labels empfindet, wo Ă€hnlich aufspielende Bands wie DEVILLE seit Jahren ein gesegnetes Zuhause finden.

DEVILLE sollten als Band jedenfalls eine große Zukunft vor sich haben und haben mit »Come Heavy Sleep« mit Sicherheit ein fĂŒr einschlĂ€gig vorbelastete Fanatiker unverzichtbares Werk abgeliefert!

http://www.deville.nu/

info@deville.nu

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
DEVILLE im Überblick:
DEVILLE – Come Heavy Sleep (Rundling)
DEVILLE – Hail The Black Sky (Rundling)
DEVILLE – Make It Belong To Us (Rundling)
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