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MATHYR

Kryos

(8-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Mit zu den sogenannten "ÜberzeugungstĂ€tern" des extremen Metal zĂ€hlen mit Sicherheit auch die Herrschaften von MATHYR, die schon seit fast zehn Jahren mit ihrer ureigenen Version von dunkelschwarzem Death Metal (oder auch umgekehrt) fĂŒr Aufruhr in den Tiefen der Underground-Szene zu sorgen wissen. Auch auf ihrem aktuellen Silberling mit dem Titel »Kryos« weiß die zwischenzeitlich (zumindest fĂŒr die Aufnahmen des Albums) zum Duo abgespeckte Formation, die jedoch in Zukunft erneut wieder in "vollstĂ€ndiger" Form existieren wird, mit einer sehr feinen und vor allem ungemein brutalen Melange aus Todesblei und Black Metal zu beeindrucken.

Sagrim, der auf »Kryos« fĂŒr den Gesang zustĂ€ndig war, sowie im Studio auch Gitarren und Synthesizer betĂ€tigte und Leadgitarrist Mountheist haben in die bereits erwĂ€hnte Mischung allerdings auch einige unerwartete Elemente einflechten lassen, mit denen zumindest ich nicht wirklich gerechnet hatte. WĂ€hrend uns der eröffnende Titeltrack als Instrumental entgegengeknallt wird und zumindest hinsichtlich der klirrenden Gitarren eine ungefĂ€hre Ahnung aufkommen lĂ€ĂŸt, was uns erwartet, folgen ĂŒberraschenderweise schon im unmittelbar anschließenden â€șThorns In The Fist Dimensionâ€č Passagen, die wohl jedem, dem Progressive Metal zugewandten Todesschwadron alle Ehre machen wĂŒrden. Zudem fĂ€llt in jener Nummer erstmals auf, daß das nicht ĂŒbliche Zusammenspiel von Black Metal-Gitarren und nahezu gutturalem Death Metal-Gesang bei dieser Truppe perfekt harmoniert. Weiters ist es MATHYR gelungen, in ihren Kompositionen auch Hooks einzubauen, was fĂŒr derlei extreme KlĂ€nge ebenso nicht unbedingt Usus ist. Sehr viel zur Einzigartigkeit tragen auch die mitunter sehr melodiös ausgefĂŒhrten und ohrwurmstichigen Refrains bei, wie in bereits erwĂ€hntem Track und noch stĂ€rker in Folge dann in â€șAgainst The Walls Of Fireâ€č, ein Track, der als absoluter Hit des extremen Metal in die Historie eingehen könnte. Eben jene Nummer stellt fĂŒr mich einen der absoluten Höhepunkte dieser Scheibe dar, in der uns die Jungs zunĂ€chst nordische KĂ€lte in Form einer klirrenden Gitarrenwand auftischen, ehe es regelrecht groovig und traditionell-todesbleiern weitergeht. Aufgelockert wird die Sache durch einige Breaks und zudem auch vom immer wieder von abgrundtief bis hin zu kratzbĂŒrstig-rauh reichenden Gesangspassagen. Hiermit liefern MATHYR wahrlich einen Hammer vor dem Herrn ab!

Die wohl deftigste aller Kompositionen wurde â€șBlack Waterâ€č getauft und wird uns in einer regelrecht hysterisch anmutenden Variante von pechschwarzem Metal im Death Metal-Gewand um die Ohren geknallt, wobei aber auch hier die nötige Dosis Groove nicht vergessen wird. Obwohl zumeist wieselflink vorgetragen wird, wissen MATHYR durch vereinzelte Midtempo-Passagen in bester Dampframmen-Manier, fĂŒr Akzente zu sorgen und hinterlassen wohl nicht nur mich als sehr positiv ĂŒberraschten Zuhörer. »Kryos« ist in Summe nicht nur sehr gelungen und fĂŒr extremen Metal ungemein abwechslungsreich sowie regelrecht genreĂŒbergreifend aufgefallenen, sondern zudem auch perfekt und transparent produziert worden, klingt aber dennoch keineswegs weniger brutal als vergleichsweise "große" Werke.

http://www.mathyr.de/

contact@mathyr.de

todesschwarze Hits


Stefan Glas

 
MATHYR im Überblick:
MATHYR – Kryos (Do It Yourself)
MATHYR – News vom 25.09.2009
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