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HAMMER (I)

No Way Out

(10-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Viel scheint sich nicht verändert zu haben im Lager dieses italienischen Trios. Die Jungs lassen noch immer im wahrsten Sinne des Wortes den "Hammer" kreisen, wobei dieser als musikalischer Bastard aus heftigem NWoBHM der Frühzeit, einer satten Dosis MOTÖRHEAD, einer nicht minder mächtigen Portion AC/DC-lastiger Klänge und einer Prise Punk der "Gründerzeit" jenes Genres besteht. Im direkten Vergleich zu ihrem letzten Demo »Ready Motherfucker« hat sich das Trio offenbar die kritischen Stimmen zu ihrem damaligen "Sound" zu Herzen genommen, denn diesbezüglich zeigt sich das Material der Italiener nunmehr wesentlich essentieller. Besagtes Vorgängeralbum hat man scheinbar noch nicht ganz zu den Akten gelegt und so kommen ›Priests In Hell‹ und ›Don't Make Me Angry‹ am Ende dieser Scheibe erneut zu Ehren. Diese Neueinspielungen haben sich bezahlt gemacht, denn beide Tracks kommen nun erheblich druckvoller und transparenter, aber dennoch mit der nötigen Räudigkeit aus den Boxen und fügen sich perfekt in die aktuellen Kompositionen der Band.

Musikalische Verspieltheiten und Eskapaden an den Instrumenten wären für derlei Klänge ohnehin fehl am Platz, ebenso wohl auch epische Monumentaltracks, weshalb die in Summe ungemein heftige und immerzu in Richtung Popo des Zuhörers ballernde Melange des Trios auch durch die Bank innerhalb von nur kurzer Spielzeit auch wieder beendet ist und das ohne einen Part vermissen zu lassen. So weit, so gut, nur an der Stimme von Frontmann Ricchard werden sich wohl die Geister scheiden. Der Kerl kommt mit seiner sehr eigenwillig klingenden, mitunter fast schon quietschenden Stimme bestimmt nicht überall gut an, vermag aber vor allem gerade deshalb beispielsweise im schwer AC/DC-infiltrierten Track ›Rock And Roll‹ oder auch im nicht minder zündenden, leicht punkig inspiriert tönenden ›Drinking With The Devil‹ bestens zur Geltung zu kommen. In den schwer von Lemmys Handschrift gezeichneten Songs hätte es aber durchaus auch eine herbere und tiefere Stimme sein dürfen, was nicht nur authentischer gewesen wäre, sondern meiner Meinung nach auch wesentlich besser gepaßt hätte. Als Fazit kann man den Jungs also mitgeben, daß sie sich definitiv auf dem richtigen Weg befinden, denn die Songs an sich wissen zu zünden und auch studiotechnisch klingt »No Way Out« stark verbessert. An der Tatsache, daß ein wenig mehr Abwechslung hinsichtlich des Gesangsvortrages nicht geschadet hätte, ändert das aber nichts, aber wer weiß, was uns da beim nächsten Mal ins Haus steht.

http://myspace.com/hammerband

hellriderband@libero.it

Quietsch and Roll


Walter Scheurer

 
HAMMER (I) im Ăśberblick:
HAMMER (I) – No Way Out (Do It Yourself)
HAMMER (I) – Ready Motherfucker (Do It Yourself)
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