UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 34 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → HEAD SHOT – Â»The Armageddon«-Review last update: 26.02.2021, 07:51:10  

last Index next

HEAD SHOT

The Armageddon

(7-Song-CD-R: Preis unbekannt)

ZunĂ€chst einmal muß ich gestehen, mich hier im Vorfeld definitiv geirrt zu haben: Ich dachte nĂ€mlich, es mit einem neuen Album der Braunschweiger Thrasher HEADSHOT zu tun zu haben, doch weit gefehlt - HEAD SHOT stammen aus der Region Bremen, genauer gesagt aus Osterholz-Scharmbeck, und haben mit Thrash Metal aber auch gar nichts am Hut. Besagtes Quartett ist erst seit 2005 aktiv ist und gibt mit »The Armageddon« seinen Einstand in der Szene. Die Formation, die im Oktober 2006 in ihrer Heimat einen Bandcontest fĂŒr sich entscheiden konnte, dessen Gewinn der Studioaufenthalt zu den Aufnahmen des vorliegenden Albums gewesen ist, hat sich offenbar auf locker-flockigen und nur phasenweise heftigen Rock mit reichlich Punk-Appeal verschrieben. Insgesamt sieben Exemplare ihres bisherigen Schaffens haben die noch recht jungen Musiker auf dieser Scheibe verewigt und lassen an EinflĂŒssen in ihren heftigeren Tracks angesagte Punkrock-Truppen, aber auch alte Helden wie die RAMONES zum Vorschein kommen, wĂ€hrend man in den gemĂ€ĂŸigteren Momenten, wie in â€șHurtfulness Timeâ€č eher nach Alternative Rock klingt. Leider kommt aber in jenen Momenten der Gesang von Gitarrist Kevin Maumene nicht wirklich zur Geltung. Der Knabe schafft es in den heftigeren Passagen zwar bereits ganz gut, authentisch zu klingen, macht bei emotional vorgetragenen Nummern - wie etwa in â€șTrick 99â€č - hinsichtlich der Intonation der Texte aber doch einen etwas zu schĂŒchternen Eindruck. Dieser lĂ€ĂŸt sich gewissermaßen auch auf die gesamte Band ĂŒbertragen, denn HEAD SHOT ist es in den heftigeren Nummern leider auch nicht ganz gelungen, so etwas wie "Dreck", der in derlei stilistisch gelagerten Tracks einfach rĂŒberkommen muß, um AuthentizitĂ€t zu vermitteln, zu integrieren. Dadurch lĂ€ĂŸt die Band auch noch ein wenig den entscheidenden Punch vermissen, vom spieltechnischen Aspekt her gibt es dagegen nichts zu meckern. Dadurch bleiben HEAD SHOT als brave und nette Band in Erinnerung, mehr jedoch nicht.

Allerdings wird es ohnehin bei diesem einzigen Album bleiben, denn die Band hat sich in der Zwischenzeit in REASON TO RAGE umbenannt, um zukĂŒnftig namenstechnische Verwechslungen zu vermeiden. Zudem ist das Line-up um einen zweiten Gitarristen aufgestockt worden - damit sollte Kevin von nun an seine volle Konzentration dem Gesang widmen können. Deshalb bleibt als kleiner Tip fĂŒr zukĂŒnftige AktivitĂ€ten nur noch folgendes zu sagen: Laßt beim nĂ€chsten Mal einfach die Sau raus, Jungs, dann klappt es bestimmt besser!

http://www.head-shot-online.de/

ohne Schweinereien


Walter Scheurer

 
HEAD SHOT im Überblick:
HEAD SHOT – The Armageddon (Do It Yourself)
© 1989-2021 Underground Empire



last Index next

Alexi Laiho verstirbt zum Jahreswechsel 2020/2021. Mehr dazu in den...
Button: News