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DEADWEIGHT – Origins Of Darkness

FETO RECORDS/CARGO

Extrem heftige Kost offeriert uns dieses, aus Birmingham stammende Quintett auf seinem Debutalbum ¬ĽOrigins Of Darkness¬ę. Allerdings war das auch nicht anders zu erwarten, denn bei ihrem Label FETO RECORDS haben mit Shane Embury (NAPALM DEATH) und Mick Kennedy (ANAAL NATHRAKH) zwei Herren das Sagen, die nicht nur aus der extremen Metal-Szene stammen, sondern diesen regelrecht verk√∂rpern. Die elf Tracks des Albums kommen in Summe als ungemein abgefahrene, teilweise anstrengend frickelige Melange aus Death Metal, Hardcore der wuseligen Variante und vereinzelten Grindcore-Passagen aus den Boxen. Auff√§llig ist dabei nicht nur das sehr breite Spektrum an musikalischen Zutaten, sondern auch jenes von S√§nger Rich Hadley, der nicht nur grunz-gurgelt, sondern dar√ľber hinaus mit heiserem Gekeife, aber auch mit rauhkehligen Hardcore-Gesangsparts aufwarten kann. Zudem scheinen die Gitarristen Tom Haddow und Jay Walford Anh√§nger von diversen Gitarrenhelden der progressiven Metal-Szene zu sein und lassen ihre Vorliebe auch ganz offensichtlich in die Songs einflie√üen.

Dadurch ergibt sich eine extreme, aber auch leider nur sehr schwerverdauliche Mischung, die vom technischen Aspekt her fraglos sehr anspruchsvoll klingt, es zeitgleich aber f√ľr diese Formation unglaublich schwermachen wird, eine Zielgruppe zu finden. Trotz all der unterschiedlichen Anleihen in ihrem Sound kommt die Chose n√§mlich in erster Linie brachial und brutal aus den Boxen, so da√ü die Proggies wohl mit ¬ĽOrigins Of Darkness¬ę nicht wirklich warmwerden k√∂nnen. Auf der anderen Seite werden die Death Metaller den hier noch nicht einmal in Spurenelementen vorhandenen Groove vermissen, und f√ľr Krachmaten haben DEADWEIGHT wohl ein √ľbertrieben vielf√§ltiges musikalisches Spektrum (inklusive Saitenakrobatik) am Start. Doch dieses Album w√§chst mit jedem H√∂rdurchgang, und so lassen sich dann Perlen wie ‚ÄļDarkest Day‚ÄĻ, das als Paradebeispiel f√ľr die immens vielf√§ltige Vorgangsweise der Briten stehen soll, regelrecht genie√üen, vorausgesetzt der Metaller l√§√üt sich auf einen Versuch mit DEADWEIGHT ein. Wenn dem so ist, wird man sich mit Sicherheit an die opulente Mischung gew√∂hnen k√∂nnen, denn das spannende an diesem Album ist die Tatsache, da√ü auf ¬ĽOrigins Of Darkness¬ę bei intensiver Hingabe, die jedoch eine geraume Zeit in Anspruch nimmt, immer wieder unentdeckte Details zu entdecken sind und dieses Werk dadurch auch beim x-ten Versuch zu einer sehr interessanten Exkursion in die Welt des extremen Metal wird.

http://www.deadweightband.com/

ordentlich 8


Walter Scheurer

 
DEADWEIGHT im √úberblick:
DEADWEIGHT – Origins Of Darkness (Rundling)
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