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PHARAOH (US, PA) – Be Gone

CRUZ DEL SUR MUSIC/AL!VE

Ihrem Bandnamen entsprechend regelrecht majestätischen Power Metal offerierte uns dieses US-amerikanische Quartett bereits zweimal. Das Debutalbum »After The Fire« aus dem Jahre 2003 konnte zwar nur wenige Fans auf die Formation rund um den ehemaligen PSYCHO SCREAM- und CONTROL DENIED-Frontmann Tim Aymar aufmerksam machen, doch darauf aufbauend schafften es PHARAOH mit ihrem vor gut zwei Jahren veröffentlichten Werk »The Longest Night« sehr wohl zu reichlich Lob und Ruhm innerhalb des Undergrounds. Für »Be Gone« wird das definitiv nicht anders ausfallen, den der US-Metal-Fanatiker wird ob der gebotenen Leistung der neben Tim aus Gitarrist Matt Johnsen, Bassist Chris Kerns und Schlagzeuger Chris Black bestehenden Band wohl in heftigste Jubelstürme ausbrechen. Neun Tracks hat das Quartett auf diesem aktuellen Silberling verewigt, wobei der Brückenschlag zwischen kraftvollem und eher gefühlvoll intoniertem Metal immer wieder perfekt gelingt. Matt scheint vor allem von den Herren Smith und Murray beeinflußt worden zu sein, läßt aber auch immer wieder mit aus dem progressiven Power Metal stammenden Passagen aufhorchen und kann darüber hinaus auch mit dezent von den alten Meistern des Faches inspirierten Soli aufwarten. Das Tempo der Songs wird immer wieder geschickt variiert und auch der Härtegrad ist recht unterschiedlich, wodurch sich »Be Gone« auch als sehr abwechslungsreiches Album präsentiert. Dennoch lassen sich sämtliche Tracks sehr einfach auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Egal, welche Nummer man auch herauspickt, über Eingängigkeit verfügt jede davon und das in imposanter Manier. Abgesehen von diesen, durch die Bank gelungenen Kompositionen verfügen PHARAOH ja auch noch über einen Mann am Mikro, dessen Stimme nicht nur einzigartig und originell klingt, sondern die auch an Ausdrucksstärke kaum zu übertreffen ist. Was für eine brillante Konstellation, die uns hier aufgetischt wird!

Während der Einsteig mit ›Speak To Me‹ eher im mittleren Bereich der Temposkala anzusiedeln ist, gehen es die Jungs in ›Dark New Life‹ ein wenig schneller an, gelungene MAIDEN-Harmonien inklusive. In ›No Remains‹ lassen es PHARAOH dann so richtig krachen, ein kraftvoller und mächtiger Song bricht über den Zuhörer herein, der keine Chance hat und, auch wenn er noch so um Gnade betteln würde, von der Band damit regelrecht vereinnahmt wird. Abgefahrene Gitarrenläufe und leicht verschachtelte Strukturen lassen dann ›Red Honor‹ zum anspruchvollsten Track des Albums gedeihen, bevor das von getragener und majestätischer Epik gekennzeichnete ›Buried At Sea‹ hinsichtlich der Atmosphäre dezente Erinnerungen an die »Powerslave«-Phase aufkommen läßt. Hierbei beweisen PHARAOH auch ihr Geschick, wenn es um gediegene Arrangements geht. Der Reigen wird mit einem fetten Stampfer namens ›Rats And Rope‹ fortgesetzt, mit Sicherheit einer der wohl mächtigsten Abräumer der Truppe, wenn die Jungs auf einer Bühne zu sehen sein sollten. All jene, die es nicht geschafft haben, PHARAOH beim letzten "Keep It True" zu bestaunen, dürfen sich hier zum kollektiven "In den Arsch beißen" anmelden - meine Wenigkeit stellt aus gegebenem Anlaß die mittlerweile deswegen schon kampferprobten Dritten zur Verfügung...

Sehr gefühlvoll starten die Amis dann in ›Cover Your Eyes And Pray‹, wobei es erneut vor allem die harmonischen Gitarrenmelodien sein werden, die den Freund von Heavy Metal in traditioneller Machart himmelhoch jauchzen lassen, was sich dann auch gleich auch im zukünftigen Underground-Hit ›Telepath‹ fortsetzen wird. Zur Beruhigung der Gemüter darf zum Finale Grande in Form des Titelsongs dann nochmals zu den Feuerzeugen gegriffen werden, und zudem sollte auch das als Knieschutz benötigte Pölsterchen aus der Kommode gekramt werden, denn vor dem, aufgrund dieses Albums installierten PHARAOH-Altar im heimischen Zimmerchen wird ab sofort eine tägliche, hingebungs- und würdevoll zelebrierte "Knierutschrunde" angesagt sein.

http://www.solarflight.net/

pharaoh@solarflight.net

super 15


Walter Scheurer

 
PHARAOH (US, PA) im Überblick:
PHARAOH (US, PA) – Be Gone (Rundling-Review von 2008 aus Online Empire 34)
PHARAOH (US, PA) – The Longest Night (Rundling-Review von 2006 aus Online Empire 28)
PHARAOH (US, PA) – Online Empire 35-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 2008)
Soundcheck: PHARAOH (US, PA)-Album »After The Fire« im "Soundcheck Heavy, oder was!? 69" auf Platz 26
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