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HERETIC SOUL

Life Becomes Our Grave

(6-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Die tĂŒrkische Metal-Szene konnte sich in den letzten Jahren nicht nur durch einige Festivals auch hierzulande einen guten Namen machen, sondern hat auch schon seit Jahren immer wieder EigengewĂ€chse zu prĂ€sentieren, die internationale Vergleiche keineswegs zu scheuen brauchen, egal welcher Stilistik sich die Formationen auch verschrieben haben. Bei HERETIC SOUL handelt es sich um ein noch sehr junges tĂŒrkisches Trio, das sich dem Death Metal in brachialer und dunkelschwarzer Form verschrieben hat. Der Grundstein fĂŒr diese Band wurde im Jahr 2004 in Istanbul gelegt und nach einigen Line-up-Wechseln zu Beginn, kristallisierte sich im letzten Jahr die Besetzung Sarp Keski (v, g), Orcun Kocakoc (b) und Erhan Karaca (d) als ideal heraus.

In eben jener Formation wurde im letzten Jahr auch ein erstes, allerdings nicht zum Verkauf vorgesehenes Demo mit dem Titel »Everything Is Meaningless And Grey« eingespielt. Doch zumindest die damit bemusterte Presse zeigte sich positiv von den KlĂ€ngen der Jungs beeindruckt und so waren auch erste Gigs in der Heimat die Folge. Davon offenbar mĂ€chtig motiviert, enterten HERETIC SOUL im Laufe des heurigen Jahres erneut das Studio, um ein weiteres Demo aufzunehmen. Mit â€șAs We Rotâ€č offerieren uns die Jungs zunĂ€chst ein sehr atmosphĂ€risches Intro, das jedoch bereits RĂŒckschlĂŒsse auf die folgenden fĂŒnf Tracks zulĂ€ĂŸt. Hier wird keineswegs auf technische Hilfsmittel zurĂŒckgegriffen, sondern ein erster dunkelschwarzer Metal-Track in instrumentaler Form offenbart, wenn auch das dabei vorherrschende getragene Tempo keineswegs reprĂ€sentativ fĂŒr »Life Becomes Our Grave« ist.

Doch schon mit dem eigentlichen Eröffnungshammer â€ș21 Gramsâ€č lassen die TĂŒrken keinen Zweifel daran aufkommen, daß harscher Death Metal in Kombination mit pechschwarzem Thrash Metal ihr Metier zu sein scheint. Wenn auch nicht ganz so brachial wie im Moment angesagte, vorwiegend polnische Zeitgenossen lassen es die Jungs hier amtlich krachen. Wenn auch das Tempo im anschließenden Titelsong nicht ganz so rasend aus den Boxen kommt, haben die Jungs damit ihr erstes Karrierehighlight abgeliefert, denn an angeschwĂ€rzter IntensitĂ€t in Todesbleiform braucht sich diese Nummer selbst vor MarktfĂŒhrern wie MORBID ANGEL nicht zu verstecken. Allerdings fĂ€llt hier und auch im folgenden â€șNo Apocalypseâ€č, das abermals in rasender Art vorgetragen wird, die fehlende zweite Gitarre auf. Vor allem hinsichtlich etwaiger Gigs wĂ€re es wohl ratsam, sich nach einem weiteren Bandmitglied an der zweiten Klampfe umzusehen. Ansonsten gibt es an den weiteren KnĂŒppelkompositionen â€șSick Maliceâ€č und â€șFacelessâ€č, das entfernt an BEHEMOTH erinnert, mit Ausnahme des zu undifferenziert klingenden und vor allem hinsichtlich des Schlagzeugs zu wenig transparenten und dadurch an Druck leider minderbemittelten Sounds, kaum etwas auszusetzen, weshalb der Freund von zumeist ultra-hurtig intoniertem Death Metal in pechschwarzer AusfĂŒhrung sich den Namen HERETIC SOUL fett auf seinen Einkaufszettel notieren sollte.

http://www.hereticsoul.net/

info@hereticsoul.net

pechschwarzer Tod


Walter Scheurer

 
HERETIC SOUL im Überblick:
HERETIC SOUL – Life Becomes Our Grave (Do It Yourself)
andere Projekte des beteiligten Musikers Erhan Karaca:
SARIOLA – News vom 11.11.2015
SARIOLA – News vom 14.04.2016
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