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DREAMLOST – Outer Reality

BRENNUS MUSIC (Import)

Obwohl DREAMLOST bereits seit ├╝ber zehn Jahren existieren, handelt es sich bei ┬╗Outer Reality┬ź um deren Deb├╝t. Das aus Frankreich stammende Quintett hat sich mit Haut und Haar dem progressiven Metal verschreiben, weshalb man auf vorliegender Scheibe auch Einfl├╝sse von verschiedenen Formationen dieses Genres vernehmen kann. Vor allem die alten SYMPHONY X und DREAM THEATER scheinen es den Franzosen sehr angetan zu haben, wie man beispielsweise in ÔÇ║The Way Things AreÔÇ╣ nachvollziehen kann. Die seit mittlerweile f├╝nf Jahren ins Line-up integrierte Tastenzauberin Alexandra Bruzzo vermag sich mit ihrem teilweise wahrlich bezaubernden Spiel immer wieder in den Vordergrund zu dr├Ąngen und das nicht nur in den Longtracks, die mit sehr gelungenen, opulenten Arrangements aus den Boxen kommen und dadurch mitunter eine fast schon fragile Version dieser Art von Musik offenbaren. Zudem ist ┬╗Outer Reality┬ź ├╝brigens auch ein Konzeptalbum geworden, wobei der Protagonist der Geschichte im Laufe der Spielzeit den Bezug zur Realit├Ąt verliert und sich eine eigene "Realit├Ąt" in seinem Kopf ersinnt. Nicht uninteressant, und vor allem sehr stimmig mit den Kl├Ąngen der Truppe.

Allerdings ist es nicht immer die Eigenst├Ąndigkeit, die das Geschehen regiert, in manchen Passagen klingen die ├ähnlichkeiten zu den genannten Referenzformationen fast schon verd├Ąchtig. Vor allem der verhei├čungsvolle Titel ÔÇ║Beauty Never DiesÔÇ╣ mu├č diesbez├╝glich genannt werden, mit dem sich DREAMLOST als die franz├Âsische Antwort auf das "Traumtheater" empfehlen. Wenn es heftiger und zugleich ein wenig atmosph├Ąrisch d├╝sterer losgeht wie in ÔÇ║BorderlineÔÇ╣ darf man durchaus auch den Namen EVERGREY in den Raum stellen, vor allem weil Arnaund Grandin ├╝ber ein ├Ąhnliches Timbre verf├╝gt wie Tom S. Englund, aber diese Anleihen sind eindeutig in der Unterzahl.

Auch wenn DREAMLOST noch nicht imstande sind, dem Genre neue Impulse zu verabreichen, mu├č man diesem Quintett fraglos bescheinigen, mit diesem Deb├╝t ein imposantes Lebenszeichen abgeliefert zu haben, denn nicht nur musikalische Kompetenz ist dieser Formation von der ersten Sekunde anzumerken, auch die etwas waghalsige Idee, ein Konzeptalbum als Einstand abzuliefern, ist keineswegs eine Bauchlandung geworden, und das mit den teilweise zu offensichtlichen Anleihen bei den gro├čen Vorbildern aus Amiland bekommen DREAMLOST mit Sicherheit auch noch in den Griff.

http://www.dreamlost.net/

nono@dreamlost.net

gut 11


Walter Scheurer

 
DREAMLOST im ├ťberblick:
DREAMLOST – Outer Reality (Rundling)
DREAMLOST – News vom 28.12.2007
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