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  UE-Home → History → Online Empire 33 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → Y.O.C. – Â»Sanity Within«-Review last update: 11.04.2021, 19:51:58  

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Y.O.C.

Sanity Within

(5-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Die AbkĂŒrzung Y.O.C. steht fĂŒr den Namen Yalin Ongun Cosgun, der bereits seit einigen Jahren in seiner tĂŒrkischen Heimat fĂŒr schwermetallische KlĂ€nge sorgt. Bislang war er offenbar als "Alleinunterhalter" unterwegs, sprich sĂ€mtliche Demos die unter dem Banner Y.O.C. erschienen sind, hat er in Eigenregie aufgenommen, war darauf fĂŒr sĂ€mtliche Instrumente zustĂ€ndig und hat selbstredend auch fĂŒr den Gesang gesorgt. Daran scheint sich etwas geĂ€ndert zu haben, denn auf »Sanity Within« - oder um genauer zu sein, auf der mir vorliegenden Version davon, die zumindest vom Line-up her, aber auch hinsichtlich der Songtitel, von der bereits 2004 unter diesem Titel erschienenen differiert - ist Y.O.C. nur noch als SĂ€nger der nach ihm benannten Band angefĂŒhrt, da er in der Zwischenzeit zwei Gitarristen und eine Rhythmusabteilung zur VerstĂ€rkung angeheuert hat. Ob es sich nun nur um eine Neueinspielung des besagten Demos handelt, oder ob es den TĂŒrken lediglich an einem anderen Titel mangelt, konnte ich jedoch nicht in Erfahrung bringen.

Das Quintett steigt mit einem etwas dubiosen Intro mit dem Titel â€șDawnâ€č ins Geschehen ein. Dubios deshalb, weil Y.O.C. in diesen knapp 40 Sekunden mit schiefem Gesang starten und dann eine Art Kurzfassung einer Heavy Metal-Komposition abliefern, die eher nach einem Exzerpt eines Songs klingt, als nach einem Intro. Aber sei's drum, im ersten "wirklichen" Song â€șSeeds Of Hateâ€č stellen Y.O.C. dann ihr Können unter Beweis: Ein treibender, schwer von der NWoBHM-inspirirerter Metal-Track kommt aus den Boxen, der vom charmanten, wenn auch nicht immer ganz sicheren, Gesang des Masterminds geprĂ€gt wird. AuffĂ€llig ist auch die wohl durch Muttersprache und Herkunft geprĂ€gte Phrasierung, ein orientalischer Touch lĂ€ĂŸt sich beim Gesang definitiv nicht verleugnen. Im Titelsong drosseln Y.O.C. dann ganz gehörig das Tempo und lassen uns ein schleppendes, episch angelegtes und gen Doom orientiertes StĂŒck Schwermetall zu Ohren kommen, das zusĂ€tzlich auch noch sehr eingĂ€ngig ausgefallen ist. Im krassen Gegensatz dazu drĂŒcken die Jungs in â€șNo Tomorrowâ€č erneut das Gaspedal mĂ€chtig durch und wissen, auch damit zu gefallen, zumal hier auch ganz klar ihrem Ursprung zuordenbare EinflĂŒsse in den Melodien zu entnehmen sind und Y.O.C. dadurch ein hohes Maß an EigenstĂ€ndigkeit aufweisen. Weshalb uns als Abschluß erneut ein nur knapp 45 Sekunden langes StĂŒck namens â€șK.T.T.M.T.â€č offeriert wird, verstehe ich zwar nicht, aber im Gegensatz zum Intro kommt dieser zumindest in sich geschlossen aus den Boxen und dieser irgendwie charmant chaotische Thrasher hat durchaus seinen Reiz und lĂ€ĂŸt mich hoffen, daß Y.O.C. ihre (oder ist es doch "nur" seine?) KreativitĂ€t beibehalten und uns auch in Zukunft mit weiteren Veröffentlichungen die Ehre erweisen. Denn auch wenn noch nicht alles perfekt ist, gute AnsĂ€tze sind auf »Sanity Within« reichlich vorhanden.

http://www.yoc.kimdir.com/

charmant, aber irgendwie undurchsichtig


Walter Scheurer

 
Y.O.C. im Überblick:
Y.O.C. – Metal Warrior Part 1 (Do It Yourself)
Y.O.C. – Sanity Within (Do It Yourself)
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