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ROAD TO RUIN – Road To Ruin

METAL HEAVEN/SOULFOOD

Da braucht der gute Lars Chriss endlos lange, um uns erneut mit einem weiteren Output seines Hauptbetätigungsfeldes LION'S SHARE erfreuen zu können und dann, wie aus heiterem Himmel, erscheint nur wenige Monate später das Debut eines weiteren Acts mit seiner Beteiligung namens ROAD TO RUIN. Aber ganz so unmittelbar ist es nun doch nicht passiert, daß uns der Kerl erneut die Ehre erweist. Als sich Lars nämlich im Jahre 2005 mit Sampo Axelsson, der bei Glenn Hughes seine Brötchen verdiente, zusammengetan hat, entstanden auch reichlich Songideen, die für LION'S SHARE schlicht unbrauchbar waren, allerdings auch viel zu schade, um verworfen zu werden. Kann ich gut nachvollziehen, dann dafür rocken die neun Tracks dieses Werks in der Tat zu sehr.

Nachdem mit Thomas Broman (u.a. ELECTRIC BOYS, AUDIOVISION) ein geeigneter Drummer gefunden wurde, kontaktierten die Jungs den ehemaligen SKINTRADE-Sänger Matti Alfonzetti, um mit ihm an der Fertigstellung von »Road To Ruin« zu arbeiten. Matti war dann auch nicht nur für den Gesang, sondern auch für den Mix zuständig und das vorliegende Ergebnis läßt für den Freund des klassischen Hard Rocks in der Tat keine Wünsche offen. Auch wenn der Opener ›The Only One‹ nicht der ideale ist, weil die Nummer im Endeffekt nicht wirklich zu den Highlights dieses Albums zu zählen ist, läßt sich schon hier erahnen, daß dieses Quartett im Verlauf der Spielzeit ihren Vorbildern ein Denkmal zu setzen gedenkt und dementsprechend ganz im Stile großer, alter Meister aufspielt: In ›Pale Rider‹ kommen großartige Grooves aus den Boxen, die in Summe einen fetten Hard Rock-Song ausmachen, für den durchaus auch LED ZEPPELIN Pate gestanden haben könnten, wenn auch die Orgel im Hintergrund eher DEEP PURPLE als Inspiration vermuten läßt. Ebenfalls nach längst vergangen Tagen klingt das getragene, von sattem Orgelspiel eröffnete ›Face Of An Angel‹, in dem Lars zudem ein dezent an Meister Schenker anmutendes Solo integrieren konnte. Der Ohrwurm ›Pleasure And Pain‹ könnte dann ebenso gut aus dem Fundus von David Coverdale stammen, bevor ROAD TO RUIN die Feuerzeuge der Zuhörer fordern, denn die gefühlvoll intonierte Halbballade ›For Your Soul‹ hält, was ihr Name verspricht. Ihr modernstes Stück lassen uns die Herrschaften dann in Form von ›Walk The Line‹ hören, denn hier fühle mich eher an die PRETTY MAIDS erinnert als an die ganz alten Helden. Danach haben ROAD TO RUIN dann den Blues und das in mächtiger Form: ›Thorn In My Side‹, so der Titel, kommt mit mächtiger BAD COMPANY-Schlagseite aus den Boxen, wird aber von einer Bluesgitarre dominiert, wie sie selbst Gary Moore nicht besser hinbekommen hätte. Erneut dem Titel entsprechend, folgt mit ›Crawling‹ ein Groove-Monster auf dem Fuß, furztrocken und drückend überfällt uns dieser Track, daß man fast befürchtet, die Boxen würden bersten. Mit einem gediegenen, getragen intonierten Rocksong der alten Schule beschließen ROAD TO RUIN in Form von ›Until I See The Sun‹ ihr Debut und lassen mich innig darauf hoffen, daß es sich bei dieser Formation nicht nur um eine kurzzeitige Kollaboration handelt.

http://www.roadtoruin.org/

info@roadtoruin.org

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
ROAD TO RUIN im Überblick:
ROAD TO RUIN – Road To Ruin (Rundling-Review von 2007)
ROAD TO RUIN – News vom 11.11.2006
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