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VULVATHRONE

Bukkake

(12-Song-CD-R: € 8,- plus Porto & Verpackung)

Lust auf eine satte Dosis unappetitlich versauten Grindcore/Death Metal mit derb-deftigen Porno-Texten? Dann sollte das erste Full-Length-Album der Slowenen VULVATHRONE mit dem Titel »Bukkake« genau das richtige sein.

Das Quintett aus Murska Sobota kredenzt uns musikalisch zwar nicht wirklich Innovatives, weiß aber mit seinen Klängen durchaus, für Unterhaltung zu sorgen. Klar, die "PC"-Abteilung wird einen weiten Bogen um die Herrschaften machen; man muß jedoch erwähnen, daß VULVATHRONE offensichtlich zu jenen Formationen zu zählen sind, die sich selbst nicht ganz so todernst nehmen, weshalb man hier auch ein wenig differenziert an die Angelegenheit herangehen sollte, ehe man die Band verurteilt.

Hinsichtlich der Musik fallen mir in erster Linie PUNGENT STENCH als Verweis ein, deren Frühwerk in den "Longtracks" als Einfluß nicht zu überhören ist. Zudem darf man auch die Urväter des Grindcore nicht außer Acht lassen, und zudem muß erwähnt werden, daß die Slowenen durch ihre feine Produktion keinesfalls ein grindiges Werk abgeliefert haben. Vor allem die immerzu sehr zwingenden Gitarrenpassagen von Saso Herman und Davor Laposi verfehlen ihre Wirkung nicht und animieren zum Bangen, was das Zeug, oder besser gesagt der Nacken, hält. Aber auch der affenartig hurtig zu Werke gehende Drummer Matjaz Kammnicar sollte nicht unerwähnt bleiben, schließlich sind seine Blastbeast ein ebenso wichtiger Bestandteil des Ganzen. Saso ist es auch, der mit seinem bestialischen Geröchel die Songs zu "veredeln" weiß. Er schafft es aber auf jeden Fall, stets verständlich zu bleiben, was bei derlei Klängen nicht unbedingt Usus ist, den Unterhaltungswert dieser Scheibe aber noch ein wenig verstärken kann.

Egal, ob VULVATHRONE - zumindest musikalisch - eher ernstzunehmende Nummern wie ›Piss Bukkake‹ oder ›Toilet Slut‹ zu offerieren haben, man merkt diesen Jungs ihren Spaß einfach an, und das natürlich erst recht, wenn man in bester MENTORS-Tradition völlig abstruses und versautes Material vom Stapel läßt.

Das knapp halbminütige ›Porn, Porn, Porn‹ sollte ebenso für Lachgarantie sorgen, wie ›Marquise De Rous‹ oder der krönende Abschluß ›Bitch, Suck My Tich!!!‹, das auch schon auf dem ersten Demo der Jungs zu finden war, nunmehr aber in einer abartigen "Extendend Version" von knapp 50 Sekunden auf die Menschheit losgelassen wird.

Auch wenn man über Geschmack streiten kann und VULVATHRONE mit Sicherheit jede Menge an herber Kritik für dieses Album einstecken werden müssen, über den Unterhaltungswert dieser Scheibe braucht nicht zu diskutiert werden, es sei denn man geht im Normalfall in das zweite Kellergeschoß, um sich zu amüsieren.

http://www.vulvathrone.tk/

vulvathrone@gmail.com

Ferkeleien in Death Metal-Version


Walter Scheurer

 
VULVATHRONE im Überblick:
VULVATHRONE – Bukkake (Do It Yourself-Review von 2007)
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