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Jake E. Lee – A Fine Pink Mist

MASCOT RECORDS/ZOMBA

Jakey Lou Williams - uns allen besser unter seinem Künstlernamen Jake E. Lee bekannt - hat es mit ehemaligen BLACK SABBATH-Sängern: Onkel Ozzy hat ihn ausgegraben als er einen Nachfolger für den unvergeßlichen Randy Rhoads suchte, der kurz zuvor tödlich verunglückt war. Doch Jake hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einige Stationen durchlaufen: Er hatte an der Highschool mit seiner Combo TEASER begonnen, bevor er sich RATT anschloß und mit ihnen nach L.A. zog. Von den Ratten führte ihn sein Weg zu ROUGH CUTT, mit denen er jedoch nur einige Liveshows absolvierte. ROUGH CUTT wurden von Ronnie James Dios Frau Wendy gemanagt wurden, was Jake die Möglichkeit eröffnete, mit Dio zu arbeiten, der gerade seine Liaison mit BLACK SABBATH beendet hatte. Doch bevor Dio mit »Holy Diver« sein erstes Soloalbum in Angriff nahm war Jake bereits zu Ozzy gestoßen. Gemeinsam nahm man die Alben »Bark At The Moon« (1983) und »The Ultimate Sin« (1986) auf, bevor sich die Wege wieder trennten und Jake zusammen mit Ray Gillen, der gerade ein kurzes Intermezzo mit BLACK SABBATH erlebt hatte, BADLANDS gründete, die 1989 ihr Debüt veröffentlichten und zwei Jahre später »Voodoo Highway« folgen ließen.

Verwunderlich, daß er es nun ganz ohne Gesang angegangen ist: »A Fine Pink Mist« ist ein Instrumental-Soloalbum von Jake E. Lee, das bereits 1996 in Japan veröffentlicht wurde und nun auch seine Eurolizensierung erfährt. Doch er hat nicht nur auf eine Stimme verzichtet, sondern auch sämtliche Instrumentalparts selbst zurechtgetüftelt. Daher werden bei den einzelnen Songs nicht eine ganze Latte Gastmusiker aufgezählt, sondern jeweils eine ganze Lastwagenladung Equipment, das seine Prozessoren, Datenspeicher und Tongeneratoren zur Verfügung stellen mußte. Ergo klingt »A Fine Pink Mist« sehr experimentell und künstlich. Lediglich ›Exithouse‹ hat deutliches Bluesflair abbekommen und erinnert zudem in Teilen an eine Neuauflage der unbeschreiblichen Sixties-Saitenmagier THE SHADOWS. Ansonsten ist »A Fine Pink Mist« ein sehr spezielles Album, das primär die Zielgruppe der Saitenlehrlinge, -gesellen und -meister ansprechen wird.

http://www.jakeelee.com/

ordentlich 9


Stefan Glas

 
Jake E. Lee im Überblick:
Jake E. Lee – A Fine Pink Mist (Rundling-Review von 2000)
© 1989-2022 Underground Empire


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