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KRONOS (F) – The Hellenic Terror

XTREEM MUSIC/TWILIGHT

Seit fast 15 Jahren treiben die Franzosen KRONOS ihr Unwesen im metallischen Untergrund, doch so etwas wie "Durchbruch" wollte sich bislang noch nicht einstellen. Weshalb, fragt man sich zu recht, schließlich sollte Durchhaltevermögen ebenso einigermaßen honoriert werden wie QualitĂ€t, und ĂŒbel waren die bisherigen Veröffentlichungen des aus den Vogesen stammenden Quintetts ebenfalls nicht. WĂ€hrend in den Anfangszeiten brachialer Thrash Metal angesagt war, haben sich die fĂŒnf Herren seit ihrem Albumdebut »Titan's Awakening« im Jahre 2001 auf Death Metal der brutalen Art eingeschworen und ebensolcher war auch auf »Colossal Titan Strife« zu hören. Mit diesem Werk, das 2003 erschienen ist, konnten sich KRONOS zumindest im Death Metal-Underground einen guten Namen machen und auch ihr aktuelles Silberscheibchen »The Hellenic Terror« dĂŒrfte den Liebhabern von brachialer Todesmörtelkunst runtergehen wie Öl.

Zur Musik selbst muß erwĂ€hnt werden, daß KRONOS auf Melodien, nicht nur im Sinne der neueren schwedischen Death Metal-Schule, verzichten, sondern diese in Summe fast völlig vermissen lassen und stattdessen durchwegs auf BrutalitĂ€t setzen. Aber auch auf etwaige "angesagte" Hardcore-Sequenzen wird vollstĂ€ndig verzichtet, dafĂŒr haben KRONOS mitunter fast schon "Florida-QualitĂ€t" was derbstem Death Metal betrifft. Die Riffs sind zwar zum grĂ¶ĂŸten Teil weniger technisch anspruchsvoll als bei der Konkurrenz, dafĂŒr aber um so deftiger, und wissen dadurch auch zu beeindrucken. Der Gesang von Kristof klingt zum Teil fast schon krankhaft gekotzt und verfehlt seine Wirkung ebenso wenig wie die immerzu immens tight agierende Rhythmusfraktion.

Wenn schon europĂ€ische EinflĂŒsse auszumachen sind, dann höchstens in den mitunter an Kapazunder (Was Walter uns hier um die Ohren haut ist ein in Österreich durchaus gebrĂ€uchlicher Begriff, der fĂŒr "KapazitĂ€t" oder "besonders fĂ€higer Mensch" steht.. - sg) wie HYPOCRISY erinnernden groove-lastigen Passagen, die perfekt in die rabiate Vortragsweise eingegliedert werden konnten und fĂŒr Abwechslung sorgen. Auch wenn mit Ausnahme des zweiteiligen â€șPetrifying Beautyâ€č, einem wahren Schmankerl der internationalen Death Metal-KĂŒche mit sĂ€mtlichen Zutaten, die man sich dafĂŒr wĂŒnscht, nicht wirklich Höhepunkte auf »The Hellenic Terror« zu vermerken sind, muß man auf der Gegenseite sehr wohl festhalten, daß KRONOS ihr Niveau immerzu halten können und sich auch keinen Ausfall geleistet haben. Ob es nun damit zum Durchbruch reichen wird, bleibt abzuwarten, ihren Ruf innerhalb der Underground-Death Metal-Abteilung sollten die Jungs aber zumindest ausbauen können.

http://www.kronos-titan.net/

ordentlich 8


Walter Scheurer

 
KRONOS (F) im Überblick:
KRONOS (F) – The Hellenic Terror (Rundling)
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