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Sampler – Samurai Metal - Vol. 2

SAMURAI SOUND ASSOCIATION (Import)

Wer der Meinung ist, daß Japan seit den besten Tagen von LOUDNESS, EARTHSHAKER und Konsorten in Sachen Heavy Metal nichts Brauchbares an Neuigkeiten zu bieten hätte, sollte hier gut aufmerken. Das mittlerweile in der Heimat etablierte und nun auch nach Europa seine Fühler ausstreckende Label YGGRDRASILL versorgt uns ja schon seit einiger Zeit mit einigen Newcomern aus dem Land der aufgehenden Sonne und deren Promo-Abteilung hat uns zudem auch noch einen Sampler (dem Titel nach bereits der zweite einer Reihe) aus dem letzten Jahr zukommen lassen, auf dem der rockende Nachwuchs ein Stelldichein gibt. DEATHLAND eröffnen mit einem hochwertigen, melodiösen Metalsong namens ›Isolation‹. Mit dezent Yngwie Malmsteen-inspirierter Musik unter dem Titel ›Under The Fire‹ von INSPIRE geht der Reigen weiter, ehe BURNING EMOTION mit ›Living In Creation‹ beweisen, daß der Einfluß von Bands wie MSG oder RAINBOW in Japan auch 2007 noch immer ein sehr großer ist. Die ›Junjo Serenade‹ von einer ungemein versierten Truppe mit dem ganz und gar unpassenden Namen HOOLIGAN läßt Reminiszenzen an die neoklassizistische Schule aufkommen, bevor es mit REAL-TENSION und ›Dead Or Alive‹, einem amtlichen Uptempo-Melodic Rocker, aber leider auch einem etwas neben den Tönen agierenden Sänger, weitergeht. Die wohl bekannteste Truppe im japanischen Underground sind im Moment die Melodic-Rocker FAINT IN PAIN, die hier mit ›Samsara-Rin-Ne‹ vertreten sind. Einen stilistischen Wechsel gibt es dann mit BELLFAST, die uns ›Celtic Drum‹ offerieren, eine mit irischen Anleihen durchzogene Nummer, die zum Mitschunkeln animiert, bevor UNCHAIN mit ›Blazing Fire‹ einen satten Heavy Rocker vom Stapel lassen, der zwar durch gelungene Melodien auffällt, aber leider auch durch sehr schwachen Gesang. INTENTION riffen in ›Final Destination‹ dann ganz im Stil teutonischer Vorbilder, bevor FREAKSXX angeproggten Speed kredenzen, der jedoch einigermaßen gewöhnungsbedürftig ist. ELEANOR beweisen ihre Kompetenz gefühlvolle Musik zu komponieren mit der Halbballade ›In Gloom‹, ehe HYDRA mit dem zehnminütigen Monumentalepos ›Children Of Sun‹ den Reigen mit sehr epischem Bombast-Metal beenden.

Auch wenn es sehr schwierig ist, Bands anhand eines einzigen Songs zu beurteilen, kann man sich mit »SAMURAI METAL Vol. 2« zumindest einen guten Überblick über die aktuelle Situation der japanischen Szene machen und dieser hinterläßt bei mir einen durchaus positiven Eindruck.


Walter Scheurer

 
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