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NEAERA – Armamentarium

METAL BLADE RECORDS/SPV

Der Begriff ┬╗Armamentarium┬ź stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Zeughaus oder R├╝stkammer. Im medizinischen Bereich bezeichnet man damit eine Instrumentensammlung. Das musikalische "Armamentarium" der Durchstarter von NEAERA im Sinne dieses Begriffes beschr├Ąnkt sich auch auf deren dritten Album mit eben jenem Titel auf Ba├č, Drums, zwei Gitarren und Gesang. Keine besondere Angelegenheit eigentlich, aber was die M├╝nsteraner einmal daraus gemacht haben, sollte diese Formation auch weiterhin in Richtung Premier League der aktuellen Szenerie verhelfen. Ver├Ąnderungen sind im Vergleich zum letztj├Ąhrigen Output ┬╗Let The Tempest Come┬ź zun├Ąchst einmal von der Herangehensweise der Jungs an das Album auszumachen. W├Ąhrend die Instrumentalpassagen in den Hansen-Studios aufgenommen wurden, begab sich S├Ąnger Benny Hilleke ins "Rape Of Harmonies"-Studio, wo er unter Anleitung von Alexander Dietz, der NEAERA auch schon des├Âfteren bei Gigs an der Gitarre ausgeholfen hat, und Ralf M├╝ller seinen Gesang f├╝r die Nachwelt festhalten lie├č.

An den Kompositionen ist erkennbar, da├č NEAERA im Laufe ihrer schier unglaublichen Pr├Ąsenz auf den B├╝hnen dieser Welt ungemein viel Erfahrung mitbekommen haben und dadurch den Sinn f├╝r die Essenz ihrer Tracks offenbar genau durchleuchtet haben. Auch wenn die Truppe noch nie daf├╝r bekannt war, etwas anderes als musikgewordene Brutalit├Ąt abgeliefert zu haben, sei zu den insgesamt elf Kompositionen von ┬╗Armamentarium┬ź angemerkt, da├č man nunmehr den Eindruck hat, NEAERA h├Ątten sich bem├╝ht, ihre Songs noch besser und direkter auf den Punkt zu bringen.

Egal, welchen der Tracks man als Beispiel anf├╝hren will, ich komme immer wieder zum selben Ergebnis. Der Groove, f├╝r den die Band anl├Ą├člich des Debuts ┬╗The Rising Tide Of Oblivion┬ź gelobt wurde, harmoniert mit der schwermetallischen Brachialit├Ąt, die NEAERA auf ┬╗Let The Tempest Come┬ź offenbart haben, und wird zu einer von diesen Jungs bislang in dieser Intensit├Ąt noch nicht zu vernehmenden Mischung, an der sich der Rest der Szenerie, welcher Provenienz auch immer, demn├Ąchst messen lassen wird m├╝ssen. Das ber├╝hmt-ber├╝chtigte dritte Album in der Karriere einer Band sollte im Falle von NEAERA den Durchbruch auf internationaler Ebene darstellen und wie man das Quintett in der Zwischenzeit kennengelernt hat, wird es damit wohl schon in B├Ąlde wieder auf umfassende Gastspielreisen mit Formationen unterschiedlichster Couleur gehen und eine ebenso breitgef├Ącherte Klientel damit erreichen k├Ânnen. Egal, ob Deather mit Vorliebe f├╝r dezente Metalcore-Einsch├╝be (die nunmehr wahrlich nur noch als Spurenelemente zu finden sind) oder Thrasher mit Hang zur Moderne, Obacht ist angesagt, denn diese Band wird es Euch so richtig besorgen! NEAERA, jene ihr Leben lang ge├Ąchtete und unterdr├╝ckte Frau der griechischen Mythologie, wird es uns allen auf musikalischem Weg zur├╝ckzahlen.

http://www.neaera.com/

gut 10


Walter Scheurer

 
NEAERA im ├ťberblick:
NEAERA – Armamentarium (Rundling)
NEAERA – Let The Tempest Come (Rundling)
┬ę 1989-2021 Underground Empire


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