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THY OBLIVION

In Eternal Remembrance

(6-Song-CD-R: € 7,-)

Ein kurzes und verspieltes, in weiterer Folge aber völlig untypisches Instrumental mit dem Titel ›Memoria Areturnus‹ eröffnet den musikalischen Reigen auf »In Eternal Remembrance«. Was durch diese Einleitung eher nach klassisch inspiriertem Rock aus der Feder eines (oder mehrerer) Gitarrengenies klingt, wie wir es gewohnt sind von LION MUSIC und ähnlich gelagerten Labels zu erhalten, erfährt ab dem nächsten Song eine stilistische Wendung. Das unmittelbar an das Intro anschließende ›Architure Of Hope‹ belehrt den Zuhörer nämlich bereits eines Besseren. Es ist viel mehr der traditionelle und melodiöse Heavy Metal, den uns THY OBLIVION anzubieten haben, was in Folge auf »In Eternal Remembrance« mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird. Mit diesem Album versucht die dem Augenschein nach noch recht junge und erst seit dem Jahre 2005 in konstanter Besetzung agierende Band THY OBLIVION aus Münster, sich nun einen guten Namen machen zu können, was mit vorliegendem Debut durchaus zu machen sein sollte. Hinsichtlich der musikalischen Ausführung der Songs besteht nicht wirklich Anlaß zur Kritik, die Jungs verstehen es bereits gekonnt, Härte mit Melodien zu verquicken, diese beiden Zutaten in ansprechender Form widerzugeben und wissen vor allem hinsichtlich des bereits sehr gut ausgearbeiteten Zusammenspiels der Instrumentalisten durchaus zu gefallen. Die Instrumental-Einleitung erhält dadurch zudem wesentlich mehr Sinn, denn es sind in erster Linie die Gitarristen Andi Keuter und Kristian Les, die THY OBLIVION nachhaltig prägen. Auch wenn es mitunter rifftechnisch recht harsch zur Sache geht, sind es diese beiden Jungs, die mit ihren schon sehr ausgereift klingenden "doppelläufigen" Passagen alle Songs auch mit entsprechenden Melodien versehen. Speziell ›Reveal‹ und ›Lifeblood‹ werden vor allem dadurch zu Songs mit hohem Wiedererkennungswert. Aber nicht nur auf dem Instrumentalsektor haben THY OBLIVION ihre Sache gut gemacht, auch Julian Müller-Terbille vermag mit seiner Stimme zu gefallen, jedoch noch nicht über die gesamte Spielzeit. Julian verbleibt im Laufe der Fortdauer einzelner Songs nämlich noch zu sehr in einer Stimmlage und kann somit nicht unbedingt durch Abwechslung glänzen. Nicht, daß er seine Parts nicht gelungen vortragen würde, aber im Vergleich zu seinen Kollegen an den Klampfen, die immer wieder durch stilistische Wechsel für Spannungsmomente sorgen, schafft Julian das noch nicht. Erst im abschließenden ›Phantom Of The Night‹ experimentiert er ein wenig mit seinem Stimmvolumen und geht so richtig aus sich heraus. Dadurch offerieren uns THY OBLIVION ein noch breiteres Spektrum an Klängen, wodurch diese Nummer meiner Meinung nach auch zum Highlight von »In Eternal Remebrance« gedeiht und dem Titel dieses Debuts auch durchaus gerecht wird.

Abgesehen von dieser gesangstechnischen Unreife muĂź man THY OBLIVION aber sehr wohl zu einem gelungenen Einstand in der Szene gratulieren!

http://www.thyoblivion.de/

info@thyoblivion.de

gelungener Einstand


Walter Scheurer

 
THY OBLIVION im Ăśberblick:
THY OBLIVION – In Eternal Remembrance (Do It Yourself)
© 1989-2020 Underground Empire



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