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RAZOR BALL – Razor Ball

MASCOT RECORDS/ROUGH TRADE

Auch wenn der Name RAZOR BALL bislang noch nicht in der Szene zu vernehmen war und vorliegendes Album das Debut dieser Formation darstellt, handelt es sich keineswegs um Newcomer, sondern um die Kollaboration von gestandenen Profimusikern. Neben Greg Hampton, der bei allen zwölf Tracks seine Finger im Spiel hatte, als die Songs geschrieben wurden und der hier an der Gitarre zu hören ist, gehören Stefan Svensson (d), Rod Jackson (v) und Reeves Gabrels zu RAZOR BALL. Reeves und Greg haben das Album auch produziert, an Erfahrung sollte es diesen beiden Cracks dafür auch keineswegs mangeln, schließlich liest sich deren Referenzliste wie ein Rockmusik-Lexikon. Vor allem die Zusammenarbeit mit Glenn Hughes hat auf Greg offenbar bleibenden Eindruck hinterlassen, läßt sich dessen Einfluß ob der stilistischen Bandbreite doch auch in einem großen Teil der Kompositionen von »Razor Ball« heraushören. Reeves hat jahrelange musikalische Partnerschaft mit David Bowie vorzuweisen, die sich jedoch kaum auf dieses Album ausgewirkt zu haben scheint. Wem auch noch der Name Rod Jackson bekannt vorkommen mag, dem sei gesagt, daß es sich in der Tat um jenen Typen handelt, der bei Slash's SNAKEPIT mit von der Partie war. Spätestens im dezent nach Slashs ursprünglicher Band tönendem ›What's The Big Secret‹ wird auch Rods Zutun zum Gelingen dieses Albums deutlich. Die insgesamt zwölf Songs grooven wie Sau, allen voran ›Dirt Ta Dust‹ und ›Temptation‹, die mit zu den absoluten Highlights des Albums zu zählen sind. Zudem wissen RAZOR BALL perfekt funkige Rhythmen mit rockigren Melodien zu vermengen, weshalb mich das Songmaterial auch teilweise an MOTHER'S FINEST erinnert. Zudem scheuen die Herrschaften auch vor Country-Anleihen nicht zurück, verstehen es perfekt, Southern Rock oder den guten alten Blues in ihre Songs zu integrieren und lassen auch desöfteren die Finger sehr flink und hart rockend über die Saiten flitzen.

»Razor Ball« ist ein rundum gelungenes Album geworden, das eher das Tanzbein anspricht als das Genick, aber auch ein stählerner Nacken braucht ab und zu seine Ruhephase und genau dafür empfiehlt sich dieses Werk geradezu.

http://myspace.com/razorball

gut 11


Walter Scheurer

 
RAZOR BALL im Überblick:
RAZOR BALL – Razor Ball (Rundling-Review von 2007 aus Online Empire 32)
Soundcheck: RAZOR BALL-Album »Razor Ball« im "Soundcheck Heavy 102" auf Platz 40
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