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CREDIC

Credic

(4-Song-CD-R: € 5,- plus Porto & Verpackung)

Der Großraum Stuttgart ist schon seit langen Jahren für seine florierende Metalszene bekannt. Immer wieder kredenzen uns Bands aus dieser Gegend ihre Werke, so auch das erst seit wenigen Jahren existierende Quintett CREDIC. Der Grundstein für die Band in ihrer aktuellen Besetzung wurde zwar bereits 2002 gelegt, komplettiert wurde das Line-up aber erst im Jahre 2005 als Sänger Stefan eingestiegen ist, um die Intention der anderen Jungs zu teilen, nämlich schwedisch inspirierten Melodic Death Metal zum besten zu geben. Eben solchen haben CREDIC nun auch auf ihrem ersten Demo anzubieten, wobei man mit dem verhältnismäßig langen Opener ›Inner Dimension‹ keineswegs ausschließlich Erinnerungen an die erwarteten Größen aus Göteborg hervorruft. Durch das recht ruppige und auch sehr harsch aufgenommene Riffing läßt mich besagter Opener eher an Traditions-Todesmörtel aus Florida denken, wobei man den Jungs aber sehr eine mächtige IN FLAMES-Schlagseite, sehr wohl aber auch ausreichend Eigenständigkeit anhören kann. Ähnlich eigenständig, wenn auch stilistisch unterschiedlich kommt dann ›Unequalled‹ aus den Boxen. Während man rifftechnisch auch hier die hohe Schule des technisch anspruchsvollen, aber sehr melodiösen Death Metal zu Gehör bekommt, variiert Stefan seinen Gesang hier von derbstem Gegurgel hin zum fast schon heiseren Krächzen in Black Metal-Manier. In ›Curator‹ verquicken CREDIC dann modernen Thrash Metal mit Melodic Death und wissen auch damit zu gefallen. Nur der dünne Sound der Gitarren und des Schlagzeugs, der logischerweise auch in den anderen Songs vorherrscht, fällt hier negativ auf. Mitunter wird nämlich fast der Eindruck erweckt, der Sound wäre zu sehr auf den Gesang zugeschnitten gewesen und die Instrumente wären bloß "Beiwerk". Musikalisch dagegen gibt es an diesem Debut nicht viel zu meckern, auch nicht im, zwar offenkundig, aber dennoch heimlich, still und leise unserer Redaktion gewidmeten, Rausschmeißer ›Brilliance And Genius‹, in dem CREDIC abermals unter Beweis stellen, daß der Underground in Stuttgart um eine talentierte Metal-Band reicher ist.

http://www.credic.de/

info@credic.de

harsch, aber modern


Walter Scheurer

 
CREDIC im Überblick:
CREDIC – Credic (Do It Yourself-Review von 2007 aus Online Empire 31)
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