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LAYMENT – Declaration

YONAH RECORDS/AL!VE

"My darling decide at the crossroads of life, which way we should go and then let me know" lautet der Refrain des Openers â€șCrossroadsâ€č. Keine Frage, die Entscheidung, in welche musikalische Richtung es mit LAYMENT gehen sollte, wurde vom "Darling", wer auch immer das gewesen sein mag, definitiv richtig getroffen. DiesbezĂŒglich muß man bereits eingangs festhalten, daß LAYMENT eine sehr abwechslungsreich gestaltete Version von kraftvollem und immerzu ein wenig dĂŒster ausgefĂŒhrtem Metal zu bieten haben und damit durch die Bank ĂŒberzeugen können.

Das Sextett, dessen Grundstein bereits 1996 unter dem Banner VALORÉNÉN gelegt wurde, entschied sich nach der vorĂŒbergehenden Auflösung der Formation im Jahre 2001 bereits wenige Monate spĂ€ter es abermals gemeinsam zu versuchen. Die GebrĂŒder Schmidt (Tobe (g), Julian (b) und Marosh (v)) wollten der Welt ihre eigene Auffassung von variantenreichem Metal mit allerlei Zutaten nicht vorenthalten und zusammen mit ihren Mitstreitern Kris (k), Moritz (d) und Oliver (g) haben sich die Jungs im letzten Jahr im Studio eingefunden und »Declaration« einzuspielen. AuffĂ€llig an LAYMENT ist vor allem ist die FĂ€higkeit der Jungs, zwingende Melodien zu kreieren und diese noch dazu in stilistisch unterschiedlich angelegte Songs einzubetten, ohne dabei irgendwelche SchwĂ€chen zu offerieren. Der Opener â€șCrossroadsâ€č kommt mit ĂŒppiger Power Metal-Schlagseite aus den Boxen, vor allem der Wechsel von akustischen zu vehement brachial riffenden Gitarren lĂ€ĂŸt den Gourmet mit der Zunge schnalzen und â€șCrossroadsâ€č zu einem prachtvollen Metal-Song mit dezent dĂŒsterer AtmosphĂ€re gedeihen. Zudem frißt sich der eingangs zitierte Refrain wie ein Bohrer ins Gehirn und lĂ€ĂŸt sich aufgrund seiner EinprĂ€gsamkeit kaum wieder entfernen. Im anschließenden â€șArmiesâ€č zollen LAYMENT dann ohrenscheinlich der Hamburger Schule Tribut. Man stelle sich eine, hinsichtlich der BrutalitĂ€t der Riffs modernisierte, Version von GAMMAWEEN vor und kann sich in etwa ein Bild von dieser Nummer machen. â€șFinalâ€č ist ein an sich ebenfalls gelungener und kraftvoller Metal-Song mit reichlich Melodien und HĂ€rte geworden, kann aber im Vergleich zu den anderen Kompositionen nicht ganz mithalten. In â€șDeathâ€č werden dann Anleihen an CHILDREN OF BODOM aber auch an die Göteborg-Abteilung auffĂ€llig, bevor uns LAYMENT mit â€șWake Upâ€č (das zum Schluß nochmals, jedoch in einer akustischen Version, auf »Declaration« verewigt wurde) eine Ballade prĂ€sentieren und damit unter Beweis stellen, daß ihre kompositorischen FĂ€higkeiten schon sehr beachtlich sind. In â€șPastâ€č drĂŒckt die Band dann nochmals ordentlich aufs Gas, vergißt aber auch hier nicht, durch Tempowechsel fĂŒr Spannungsmomente zu sorgen. Mit â€șGun Doguyerâ€č zeigen sich LAYMENT dann auch noch experimentell: Dieser Song wird von einem orientalisch anmutenden Gitarrenthema getragen, kulminiert jedoch in einem weiteren gelungenen Brachialbanger und verfĂŒgt zudem ĂŒber einen zweisprachigen Text (TĂŒrkisch und Deutsch). Keine alltĂ€gliche Angelegenheit, aber ein weiterer Beweis, daß wir uns den Namen LAYMENT merken mĂŒssen und wir es hier mit einer wahren Perle des Metal zu tun haben, die »Declaration« genannt wurde.

http://www.layment.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
LAYMENT im Überblick:
LAYMENT – Declaration (Rundling)
LAYMENT – News vom 24.04.2007
andere Projekte des beteiligten Musikers Oliver "Buddy Polly" Pospiech:
DESERT RAIN (D, Heidelberg) – Affinity (Do It Yourself)
DESERT RAIN (D, Heidelberg) – News vom 28.07.2008
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