UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 31 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → EERINESS – »Paths«-Review last update: 20.11.2022, 22:24:48  

last Index next

EERINESS – Paths

NON STOP MUSIC RECORDS/TWILIGHT

Der Opener ›Grief And Despair‹ beginnt sehr angenehm: Melodischer Düstermetal mit recht deftigem Männergesang prägt den Song, ehe Sirkka Skald ans Mikro darf und mit ihrer Opernstimme den Song in Richtung unzähliger anderer Vertreter des Gothic Metal driften läßt. Das Septett aus der Schweiz weiß zum Glück in erster Linie mit seiner imposanten Mischung aus Dark Metal, Gothic und Klassik zu begeistern, wodurch die nicht unbedingt originelle Sangesdarbietung aber gar nicht großartig negativ auffällt. Zudem muß auch angemerkt werden, daß die Dame doch einen wesentlich geringeren Sangesanteil auf diesem Album beiträgt als ihr männlicher Gegenpart Philipp Gnos. Viel mehr noch sollte aber die Tatsache, daß bei EERINESS auch ein Violincello mit zur Stammbesetzung gehört, gesondert erwähnt und vor allem ob der dadurch entstandenen Stimmung auch gebührend honoriert werden. Hier wird nicht mit Samples der Sound aufgebessert, sondern dem natürlichen Klangbild jenes Instruments eine gebührende Rolle eingeräumt. Zudem gibt es desöfteren auch ein Klavier zu hören, dessen Klangfarbe famos zu den melancholisch anmutenden Kompositionen des Septetts paßt. An Intensität kommen EERINESS mit Sicherheit bereits an die Größen des Gothic-Genres heran, was den Schweizern noch ein wenig Sorgen machen sollte, ist der Umstand, daß keiner der zehn Songs mit wahrer Hitqualität ausgestattet ist. Soll heißen, bei aller morbider Schönheit und sich verdunkelnder Atmosphäre, die im Laufe der Spielzeit entsteht, schaffen es EERINESS noch nicht, mit ihren Tracks eigene Duftmarken zu setzen. Auch wenn man sich nicht zu offenkundig an bekannten Größen orientiert, ist diese Band noch nicht an der Spitze angelangt. Um in ewiger Erinnerung zu bleiben, bedürfte es noch dem gewissen "Etwas", das Songs auszeichnet, aber das wird schon noch, und von schlecht gemacht ist »Paths« ist ebenfalls sehr weit entfernt. Natürlich klingende und organische Songs sind im Gothic-Bereich leider generell nicht an der Tagesordnung und wenn man sich diesen Aspekt vor Augen hält, darf man wohl sehr zuversichtlich in die Zukunft dieser Band blicken.

http://www.eeriness.ch/

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
EERINESS im Überblick:
EERINESS – Paths (Rundling-Review von 2007)
EERINESS – News vom 11.06.2007
EERINESS – News vom 30.08.2009
© 1989-2022 Underground Empire


last Index next

Stop This War! Support The Victims.
Button: here