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HEREGE

Bang Your Heads

(5-Song-CD-R: Gratis-Download)

Unmißverständlich nach der alten Schule, wie bereits der Titel dieser Scheibe vermuten läßt, klingt die Musik des brasilianischen Quartetts HEREGE. Was im Jahre 2001 mit der Intention, Songs bekannter Truppen wie MANOWAR, JUDAS PRIEST oder IRON MAIDEN nachzuspielen, begann, wurde im Laufe der Zeit zu einem Unterfangen, das zwar in erster Linie darauf bedacht ist, Musik im Sinne jener Referenzbands zu kreieren, aber dabei dennoch eigenständig zu klingen.

Die Südamerikaner steigen mit ›Fall Of The Church/Die By My Hands‹ mit einer sehr kraftvollen und melodiösen Metal-Nummer, die aber auch schwer NWoBHM-infiltriert klingt, ins Geschehen ein. Vor allem das Riffing kann jene Epoche nicht verleugnen und zudem weiß sich Sänger Dennis De Lima mit seiner recht hohen, markanten, aber dennoch nicht unpassenden melodischen Stimme perfekt einzufügen. Lediglich seine Ausflüge in extreme Höhenbereiche klingen noch nicht ganz ausgereift, aber ich bin sicher, das wird der Kerl im Laufe der nächsten Zeit mit Sicherheit noch hinkriegen. Ansonsten wissen HEREGE nicht nur im Opener, sondern auch im folgenden Titelsong mit stampfenden Rhythmen im Midtempo und gut intonierten Gitarrensoli ebenso zu überzeugen, wie auch mit Hooks und Refrains, die sich regelrecht in die Gehirnwindungen einfräsen. Auch ›Empty Minds‹ ist vom Aufbau her nicht unähnlich gestaltet, allerdings schafft es Dennis in dieser Nummer, seine Stimme mit mehr Nachdruck einzusetzen und läßt nicht zuletzt deshalb Reminiszenzen an alte Gesangshelden des Heavy Metal aufkommen. In ›Call Me Herege‹ ändert sich dann das Tempo: Zunächst meint man, einen eher gemächlichen Track zu vernehmen, doch die Band steigert allmählich das Tempo und läßt uns ihren in Summe hurtigsten Song hören. Der Abschluß in Form der Hymne ›Flag Of The Metal‹ hätte dann nicht nur vom lyrischen Aspekt her durchaus auch aus der Feder von SACRED STEEL stammen können und macht HEREGE zu einem Tip für Fans von besagter Truppe, auch wenn die Ausdruckskraft eines Gerrit Mutz hier noch lange nicht erreicht werden kann. Aber diese Jungs sind noch recht jung und unerfahren, weshalb man für die Zukunft durchaus viel von HEREGE erwarten darf. Bis dahin möge sich der Interessent über die Webpage der Brasilianer mit deren Material vertraut machen, denn fanfreundlich sind die Brasilianer schon jetzt wie kaum eine andere Band: Neben den Songs dieser Scheibe darf man sich nämlich auch Liveaufnahmen der Jungs zu Gemüte führen, wobei nicht nur ›Fall Of The Church/Die By My Hands‹ und ›Bang Your Heads‹ zu bestaunen sind, sondern auch die beiden älteren Songs ›Limit‹ und ›Metal World‹.

Interessiert? Na dann, nichts wie eingeloggt!

http://www.herege.com/

herege@herege.com

...that do not Bang!


Walter Scheurer

 
HEREGE im Ãœberblick:
HEREGE – Bang Your Heads (Do It Yourself)
© 1989-2020 Underground Empire



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