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GRAVE DIGGER (D) – Liberty Or Death

LOCOMOTIVE MUSIC/SOULFOOD

Es ist immer schwierig für eine Band, die solange im Geschäft ist wie GRAVE DIGGER mit einem neuen Album an den Start zu gehen. Was soll denn eine Formation von ihrem Schlag abliefern? Etwa einen Abklatsch früherer, erfolgreicher Alben? Damit wären wohl ebenso wenige Leute (Kritiker und Fans gleichermaßen) zufrieden wie die Band selbst. Dasselbe Schicksal würde die Band aber auch ereilen, wenn sie plötzlich ihren Stil völlig verändern würde. Was also tun?

GRAVE DIGGER haben sich mit ihrem aktuellen Album diesbezüglich perfekt aus der Affäre gezogen, denn sie haben mit »Liberty Or Death« ein Album abgeliefert, das sofort als eines von GRAVE DIGGER zu identifizieren ist, es aber gleichzeitig auch geschafft, sich keineswegs selbst zu wiederholen. Im direkten Vergleich zu den letzten Scheiben »Rheingold« und »The Last Supper« fällt zunächst einmal auf, daß die Herren rund um Szene-Original Chris Boltendahl wieder einmal einen neuen Businesspartner am Start haben, eine Tatsache, die mittlerweile auch schon als fast "traditionell" im Schaffen der Truppe anzusehen ist. Auch die zehn neuen Songs sind irgendwie allesamt typisch GRAVE DIGGER, traditionell eben, aber auch kompositorisch reichlich anspruchsvoll. Zum Teil sind verhältnismäßig lange Nummern zu hören, die mitunter über fünf Minuten andauern. Vor allem Gitarrist Manni Schmidt kann auf »Liberty Or Death« mit seinem von der alten Gitarrenheldenschule inspiriertem Spiel überzeugen und läßt hier mehr als nur einmal seine Roots anklingen. Nicht zuletzt dadurch beweist die Truppe, daß sie die Gratwanderung zwischen ihrer eigenen Vergangenheit und der Gegenwart perfekt zu intonieren imstande ist. Zwar darf der geneigte Fan kein weiteres "echtes" Konzeptalbum beklatschen, sehr wohl jedoch Texte, die in direktem Zusammenhang stehen. Wie schon desöfteren haben GRAVE DIGGER keine Zeit und Mühen gescheut, um auch diesbezüglich anspruchsvolle Kost abzuliefern. Auf »Liberty Or Death« befassen sich die Herrschaften mit unterschiedlichen Charakteren der Geschichte, die das Thema "Freiheit oder Tod" verkörpern und lassen in ihren Texten unterschiedliche, historisch bedeutende Personen geradezu wieder aufleben.

Der Fan weiß, was er an dieser Band hat und auch wenn (zum Glück) musikalisch niemals wirklich weltbewegend Neues von GRAVE DIGGER zu erwarten sein wird, kann man mehr als zufrieden sein, denn enttäuschen werden diese Herrschaften auch mit diesem Album bestimmt keinen ihrer Fans.

http://www.grave-digger.de/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
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Soundcheck: GRAVE DIGGER (D)-Album »Ballads Of A Hangman« im "Soundcheck Heavy 118" auf Platz 4
Soundcheck: GRAVE DIGGER (D)-Album »Liberty Or Death« im "Soundcheck Heavy 98" auf Platz 2
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