UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 30 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → Bernie Marsden – »Blues N' Scales - A Snakeman's Odyssey 1970-2004«-Review last update: 05.12.2022, 18:29:05  

last Index next

Bernie Marsden – Blues N' Scales - A Snakeman's Odyssey 1970-2004 (Doppel-CD)

CASTLE MUSIC/SANCTUARY RECORDS/SOULFOOD

Sampler sind immer so 'ne zwiespältige Angelegenheit. Und daß grob geschätzt 99 Prozent schlicht überflüssiger Recyclingmüll sind, braucht wohl kaum betont zu werden. Deswegen kann der Beifall für diese Zusammenstellung überhaupt nicht groß genug sein: CASTLE MUSIC haben nämlich die komplette Karriere von Bernie Marsden abgeklappert. Obgleich dieser nie den Sprung zum absoluten Superstar schaffen konnte, hat er doch eine sehr vielschichtige Karriere hinter sich und kann zudem einen durch und durch einzigartigen bluesgetränkten Stil vorweisen. Der nachdrücklichste Beweis dafür ist die Tatsache, daß er gemeinsam mit seinem Klampfenpartner Mickey Moody bei WHITESNAKE den kreativen Höhepunkt der Band prägte und somit alle nach ihm kommenden Sechssaitenkünstler in den Schatten stellte - und es braucht wohl nicht daran erinnert werden, daß sich darunter Musiker wie John Sykes, Adrian Vandenberg oder Steve Vai befinden. Doch WHITESNAKE - erfolgstechnisch gesehen sicherlich Bernies bedeutsamste Band - stellen nur einen kleinen Ausschnitt dieser CD dar; um es genauer zu beziffern, ist lediglich eine Nummer der weißen Schlange zu finden. Ansonsten können wir Bernie von seinen Anfängen bei SKINNY CAT über Cozy Powell's HAMMER hin zu seiner Mitarbeit bei Paice, Ashton, Lord ebenso begutachten wie seinen Weg nach WHITESNAKE, der durch die poppigen, aber über weite Strecken großartigen ALASKA (einziger Wermutsstropfen war die ausgeprägte Keyboardlastigkeit, so daß man Bernies Gitarre stellenweise fast nicht hören konnte), THE MOODY MARDSEN BAND oder THE SNAKES (mit dem späteren MASTERPLAN-Sänger Jorn Lande) führte.

Doch trotz zweier randvoll gepackter CDs, ist »Blues N' Scales - A Snakeman's Odyssey 1970-2004« nicht komplett, denn es fehlen solche Episoden wie BORDERLINE, COMPANY OF SNAKES, M3 oder so einige andere Aktivitäten, die CLASSIC ROCK MAGAZINE-Chef Dave Ling in seinen Line Notes minutiös abklappert. Das soll jedoch die Bedeutung dieses Samplers keinesfalls schmälern, denn »Blues N' Scales - A Snakeman's Odyssey 1970-2004« bietet nämlich ein nahezu lückenloses Destillat von Bernies Karriere.

http://www.berniemarsden.co.uk/


Stefan Glas

 
Bernie Marsden im Überblick:
Bernie Marsden – Blues N' Scales - A Snakeman's Odyssey 1970-2004 (Rundling-Review von 2007)
Bernie Marsden – The Friday Rock Shows Sessions (Rundling-Review von 1995)
Bernie Marsden – News vom 23.12.2004
Bernie Marsden – News vom 10.03.2009
© 1989-2022 Underground Empire


last Index next

Stop This War! Support The Victims.
Button: here