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GOATWHORE – A Haunting Curse

METAL BLADE RECORDS/SPV

Abgesehen von der unvorhersehbaren Umweltkatastrophe im letzten Jahr war New Orleans in unseren Breiten immer eher für Musik bekannt als für irgendetwas anderes. Während der "Normalo" wohl eher an jazzige Klänge denkt, kommen dem Metaller beim Stichwort "New Orleans" räudige, dreckige und teilweise auch sehr schwerfällige Sounds in den Sinn. Zudem weiß man von der dortigen Szene, daß sich Mitglieder unterschiedlichster Formationen immer wieder zu einem völlig unerwarteten weiteren Projekt zusammentun, um ihre heimlichen Vorlieben auszuleben und dann der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch GOATWHORE, die bereits im Jahre 1997 gegründet wurden und sich ihren eigenwilligen Bandnamen nach einer Begegnung mit einer wohl nicht unbedingt hübschen Animierdame ausdachten, haben eine solche Geschichte. Mit den Herren Sammy Duet (g), Ben Falgoust (v), Nathan Bergeron (b) und Zack Simmons (d) fanden sich ehemalige Mitglieder illustrer Formationen wie ACID BATH, SOILENT GREEN, CROWBAR oder PARALYSIS zusammen, um ihre eigene Variante von eigenwillig angeschwärztem Todesmetall zu präsentieren. Allerdings vergessen die Herrschaften nie ihre Herkunft, weshalb man GOATWHORE durchaus eine sehr eigenständige Linie zugestehen muß. Der Todesmörtel der Truppe kommt in derart rabiater Form aus den Boxen, daß einem die Vergleichsmöglichkeiten abhanden kommen. Sänger Ben Falgoust läßt mit seiner mehr als nur furchterregenden Stimme zudem so manchen Black Metaller wie einen Knaben aus dem örtlichen Kirchenchor klingen. Der Gute würde aber ebenso in jeder Punk- oder auch Doom-Band eine sehr gute Figur abgeben. Im Gegensatz zu den ersten beiden Scheiben »Funeral Dirge For The Rotting Sun« (2003) und »The Eclipse Of Ages Into Black« (2000) hat diesmal aber auch der gute alte Thrash Metal Einzug gehalten. Vor allem die Werke europäischer Truppen der mittleren 80er Jahre sind keineswegs spurlos an den Herrschaften vorbeigegangen. Einflüsse von SODOM lassen sich beispielsweise in ›My Eyes Are The Spears Of Chaos‹ eindeutig heraushören.

In Summe haben GOATWHORE ein geradezu abartig brutales und abstoßendes Album abgeliefert, das aus genau diesem Grund aber auch empfehlenswert ist. Für Fans von extremen Metal-Klängen jeder Art sollte ein Test von »A Haunting Curse« daher ein MUSS darstellen!

http://www.goatwhore.net/

gut 10


Walter Scheurer

 
GOATWHORE im Überblick:
GOATWHORE – A Haunting Curse (Rundling-Review von 2006)
GOATWHORE – Blood For The Master (Rundling-Review von 2012)
GOATWHORE – ONLINE EMPIRE 51-"Living Underground"-Artikel
GOATWHORE – News vom 06.07.2003
GOATWHORE – News vom 24.06.2009
GOATWHORE – News vom 14.08.2009
GOATWHORE – News vom 25.11.2009
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