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TRISTWOOD – The Delphic Doctrine

SOUND RIOT/TWILIGHT

Einen wahrhaft schwer verdaulichen Brocken haben uns die Tiroler von TRISTWOOD da zum Fraß vorgelegt. Was immer auch diese schräge und abgefahrene Mischung aus Elementen des Black Metal, Elektronika und diversen anderen Stilrichtungen darstellen soll, selbige kommt auf jeden Fall sehr eigenständig aus den Boxen. Wenn auch der Hörgenuß vor allem durch die zahlreichen und üppigen monotonen Elektro-Passagen geschmälert wird, so muß man TRISTWOOD nicht nur Mut zum Experiment, sondern durchaus auch ihre eigene Linie bescheinigen. Vielleicht bin ich nicht unbedingt Mitglied der von TRISTWOOD avisierten Zielgruppe für solche musikalischen Experimente, aber zugegeben, ich habe es problemlos geschafft, mir »The Delphic Doctrine« mehr als nur einmal anzuhören. Irgendetwas Fesselndes haben diese Burschen nämlich in ihrer Musik mitintegriert, das auch dem eher traditionell veranlagten Metaller Zugang beschert. Dieses "Zauberelement" nennt sich schlicht "Groove", denn genau davon haben TRISTWOOD jede Menge auf diesem Album verarbeitet. Mitunter erinnert mich die Atmosphäre zwar dezent an ältere SAMAEL, aber im Großen und Ganzen gibt es kaum Bands, die ähnlich abgefahren und in dieser extremen Richtung zu Werke gehen wie TRISTWOOD.

Fans mit Hang zu ungemein abgefahrenen Kompositionen und einem recht stabilen Nervenkostüm könnten sich mit »The Delphic Doctrine« ein wahres Schmankerl in ihr Archiv wuchten.

http://www.tristwood.com/

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
TRISTWOOD im Überblick:
TRISTWOOD – The Delphic Doctrine (Rundling-Review von 2006)
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