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HELLOWEEN – Chameleon

HELLOWEEN – Master Of The Rings

HELLOWEEN – The Time Of The Oath

HELLOWEEN – Better Than Raw

CASTLE MUSIC/SOULFOOD

Bereit für die zweite Runde der HELLOWEEN-Re-Releases? Denn SANCTUARY haben auch die vier nachfolgenden Platten jeweils mit allerlei Bonusmaterial aufgefüttert, in einen Pappschuber gewuchtet, um sie in dieser Edelvariante dem Metaller erneut ans Herz zu legen.

Dabei müssen wir indes zuerst die Talsohle von HELLOWEENs Karriere durchschreiten, denn wie schon »Pink Bubbles Go Ape« war der '93er Nachfolger »Chameleon« bestenfalls eine Schande für den Namen HELLOWEEN. Hier präsentierten sich die Kürbisse tatsächlich als Chamäleons, die nicht mehr wiederzuerkennen waren. Kein Wunder, daß die Truppe nach dieser Platte am Ende war und Sänger Michael Kiske seinen Hut nahm. Eine traurige Fußnote sollte 1995 hinzukommen, denn am 8. März beging Drummer Ingo Schwichtenberg, der mit heftigen Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen hatte, Selbstmord.

Doch zu diesem Zeitpunkt hatten HELLOWEEN schon längst ein neues Kapitel aufgeschlagen: Bereits 1994 stand die Truppe mit Ex-HOLY MOSES-Drummer Uli Kusch und Ex-PINK CREAM 69-Sänger Andy Deris, dessen Wechsel von Karlsruhe nach Hamburg seinerzeit von der ganzen Szene als eine völlige Überraschung angesehen wurde, wieder in den Startlöchern und legte ein furioses Comeback hin. Obgleich Deris stimmlich nie die perfekte Besetzung für die Position des HELLOWEEN-Shouters war, ist das erste gemeinsame Werk »Master Of The Rings« ein wahrer Kracher vor dem Herrn: Die Band schaffte es wieder, lupenreinen Metal zu machen, der schnell und melodisch war, aber dennoch nicht wie ein Abklatsch der frühen HELLOWEEN-Tage anmutete, so daß »Master Of The Rings« nach den vier Frühwerken mit Abstand das beste HELLOWEEN-Album ist.

Diesen Schwung konnte man zu einem gewissen Teil auf die nächsten beiden Platten »The Time Of The Oath« (1996) und »Better Than Raw« (1998) hinüberretten, doch solch' brillante Songs wie ›Sole Survivor‹, ›Where The Rain Grows‹ oder ›Why?‹, die man auf »Master Of The Rings« fand, konnte man auf diesen beiden Scheiben leider nicht entdecken. Dennoch sind beide Scheiben gutklassig ausgefallen, so daß man sich derer in seiner Sammlung nicht zu schämen braucht. Daß »Master Of The Rings« ein absoluter Pflichtbestandteil einer solchen ist, dürfte fraglos feststehen.

http://www.helloween.org/


Stefan Glas


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