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WATCHMAKER – Erased From The Memory Of Man

EARACHE/SPV

Um als Uhrmacher Karriere zu machen, bedarf es dem nötigen Fingerspitzengefühl, einem geschulten Auge und wohl auch der Fähigkeit, kleinste Teile mühelos zu bearbeiten, sprich nahezu mikroskopische Details problemlos zu bearbeiten. Das Quintett, daß sich den Namen WATCHMAKER ausgewählt hat, um unter dieser Bezeichnung in die Musikgeschichte einzugehen, klingt allerdings völlig konträr. Der Hörer könnte durchaus auf die Idee kommen, ihre Musik als "kranken Lärm" zu bezeichnen. Doch hat man das Uhrwerk erst einmal geöffnet, also sich intensiv mit der Materie befaßt, wird man schnell zum Schluß kommen, es keinesfalls mit bloßen Krachmaten zu tun zu haben. Innerhalb von 26 Minuten bekommt man insgesamt 16 Kompositionen zu hören, in denen allesamt ein brutaler Mix aus unterschiedlichen Ingredienzien geboten wird. Die Drums donnern ausnahmslos in höchster Geschwindigkeit, wie auch die Gitarren fast schon gewalttätig agieren. Zudem grunzt und schnaubt Frontmann Brian Livoti, dessen "Instrument" im Booklet nicht zu unrecht als "Vocal Fucking Sawblade Terror" bezeichnet wird, als gäbe es kein morgen mehr. Die Basis der Klänge von WATCHMAKER scheint wohl gutturaler Grindcore zu sein, der aber von diversen anderen Extreme-Metal-Fragmenten durchzogen ist und in erster Linie durch multiple Aggressionen überzeugen kann.

Hörer mit schwachen Nerven werden diesen Silberling wohl ebenso schnell aus dem CD-Schacht entfernen, wie die Musiker selbst zu Werke gehen, wer dagegen auf Krach mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerkes etwas anfangen kann, kommt an WATCHMAKER nicht vorbei.

http://www.watchmaker666.com/

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
WATCHMAKER im Überblick:
WATCHMAKER – Erased From The Memory Of Man (Rundling-Review von 2006)
WATCHMAKER – Kill.Fucking.Everyone. (Rundling-Review von 2005)
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